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Visionär Hans-Joachim Stuck über seine GT3-DTM Feld mit fast 30 Autos und sechs Marken: Davon konnte man früher nur träumen
DTM

Visionär Hans-Joachim Stuck über seine GT3-DTM: "Idee mit Piech entstanden"

Hans-Joachim Stuck forderte schon 2019 eine GT3-DTM: Wie und wann diese visionäre Idee geboren wurde und welchen Einfluss Ex-Volkswagen-Chef Ferdinand Piech hatte

Hans-Joachim Stuck gilt als der Pionier der GT3-DTM, die in ihrer zweiten Saison für ein volles Starterfeld sorgt: Denn bereits 2019 forderte der 71-jährige einen Wechsel von den Class-1-Prototypen auf die seriennahen Sportwagen, auch wenn DTM-Boss Gerhard Berger das damals noch mit "nur über meine Leiche" abtat, weil er eine Balance of Performance ablehnte.

"Es hat mich viele Stunden gekostet, den Gerhard vom Thema GT3 zu überzeugen", sagt Stuck in einem exklusiven Videointerview, das auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com in voller Länge gesehen werden kann. Aber wie wurde eigentlich die Idee geboren, die DTM in eine GTM - wie Stuck sie damals nannte - umzuwandeln?

"Also die Grundidee ist in einem Meeting mit Professor Piech geboren worden, noch zu seinen Lebzeiten", verweist Stuck auf den langjährigen Volkswagen-Boss Ferdinand Piech, der im August 2019 im Alter von 82 Jahren starb.

Stuck über Geburtsstunde: "Mindestens sieben Jahre her"

Auslöser sei gewesen, "dass wir im Konzern verschiedene Marken haben, die solche Autos bauen. Das waren damals Audi, Porsche und Lamborghini. Und dann habe ich gesagt: 'Mit denen muss man doch irgendwas machen können."

Er und Piech seien sich diesbezüglich "einig" gewesen. "Ich habe dann in meinen kleinen Möglichkeiten versucht, das zu platzieren. Keine leichte Aufgabe", so Stuck. Wann das Meeting stattgefunden habe? "Das ist sicherlich mindestens sieben Jahre her, als wir angefangen haben, über das Thema zu reden", meint die Rennlegende, die damals auch Präsident des DMSB war.

"Ich habe damals im Konzern als Repräsentant für den Motorsport - was ich auch heute noch bin - immer Vorschläge gemacht. Und der Professor war natürlich in meinem Leben eine Bezugsperson. Ich habe bei den Meetings mit ihm profitiert, ich habe gelernt. Er war ein Visionär, wie es keinen zweiten gibt - Wahnsinn!", streut er Piech Rosen.

"Piech war ein Visionär wie kein Zweiter"

Dass sich die GT3-Boliden heute nicht nur in der DTM durchgesetzt haben, wertet Stuck als Bestätigung. "Im Endeffekt hat das eindeutig funktioniert, würde ich mal sagen", so Stuck. "Wenn du dir das 24-Stunden-Rennen in Spa anschaust, das vergangenes Jahr in der letzten Runde entschieden wurde - was gibt es denn Spannenderes? Das ist doch die Antwort, was willst du noch mehr?"

Tatsächlich ist es mit Stucks Vorschlag und dem Wechsel von den Class-1- auf die GT3-Boliden gelungen, die DTM auch ohne Werkseinsätze der Hersteller am Leben zu erhalten.

Aber welche Vorschläge und Visionen hat Stuck heute für die Zukunft der DTM? Und kann er sich mit den GT3-Boliden ein DTM-Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife vorstellen?

Das und zahlreiche Anekdoten aus der wilden Zeit der DTM in den 1990er-Jahren, als er Audi im Debütjahr zum Titel führte, erzählt Stuck im ausführlichen Videointerview auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com .

Motorsport-Total.com

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