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Rallye Dakar 2022: 4. Etappe Cars Nasser Al-Attiyah hat Sebastien Loeb in Schach gehalten
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Rallye Dakar 2022: Al-Attiyah gewinnt längste Etappe knapp vor Loeb

Eine Zeitstrafe kostet Yazeed Al-Rajhi den Tagessieg - Nasser Al-Attiyah hält Sebastien Loeb in Schach - Stephane Peterhansel steht mit beschädigtem Audi

Die längste Etappe der Rallye Dakar 2022 brachte an der Spitze keine wesentliche Änderung. Nasser Al-Attiyah (Toyota) gewann 25 Sekunden vor Sebastien Loeb (BRX). Auf der vierten Etappe war es Al-Attiyahs 44. Sieg. In diesem Jahr wird die Rallye Dakar zum 44. Mal ausgetragen. Al-Attiyah vergrößerte in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf den Franzosen auf 38 Minuten.

Am Mittwoch mussten auf dem Weg von Al-Qaisumah nach Riad 707 Kilometer bewältigt werden. Mit 465 Kilometern stand der längste gewertete Abschnitt in diesem Jahr auf dem Programm. Die Etappe war schnell, es gab auch einige Dünen. Zum Schluss wurde das Terrain steiniger.

Wie immer spielte die Startposition eine Rolle. Die vorderen Starter mussten navigieren, verloren diesmal aber nicht so viel Zeit auf die späteren Starter. Obwohl die Etappe sehr lang war, waren die Zeiten am Ende extrem eng beisammen.

Unfälle von Roma und Peterhansel

Romain Dumas konnte die heutige Etappe nicht in Angriff nehmen. Nachdem der Allrounder kurz vor dem Start der Rallye in einen alten Toyota von Al-Attiyah gewechselt hat, war nun sein Ausfall besiegelt. Gestern hatte es einen Getriebeschaden gegeben.

Bereits nach 89 Kilometern stand der Audi von Stephane Peterhansel. "Bei einer Landung ist der Stoßdämpfer gebrochen", lauten seine ersten Worte. "Auch die Wasserkühlung für den Motor ist beschädigt. Wir müssen auf den Assistenztruck warten. Ich denke, wir werden hier lange stehen."

Nani Roma (BRX) hatte bei Kilometer 80 einen Überschlag. Nach mehr als einer Stunde Zeitverlust fuhr der zweimalige Dakar-Sieger weiter. Aber bei Kilometer 158 brach ein Reifen. Nach einer weiteren verlorenen Stunde brach Roma die Etappe ab und fuhr direkt ins Biwak.

Yazeed Al-Rajhi ärgert die Favoriten

Peterhansels Audi-Teamkollege Carlos Sainz eröffnete die heutige Etappe. Bei der ersten Zwischenzeit nach 40 Kilometern hatte Henk Lategan die Nase vorne. Der Toyota-Fahrer vergrößerte seinen Vorsprung in der virtuellen Zwischenwertung auch bis Kilometer 120.

Auch nach 158 Kilometern lag Lategan im Timing vorne. Bei Kilometer 238 hatte er zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Al-Attiyah. Aber bei Kilometer 310 stand Lategans Toyota. Es gab ein Problem mit dem rechten Hinterrad. Lategan wartete auf Hilfe.

Von da an lautete das Duell um die Spitzenplätze Sainz gegen Al-Attiyah. Die Lokalmatadoren Yazeed Al-Rajhi (Toyota) und Yasir Seaidan (Mini 4x4) mischten ebenfalls vorne mit. Schließlich erreichte Sainz als Erster das Ziel in Riad. Aber es wurde nicht der zweite Tageserfolg für Audi.

Nach knappen vier Stunden Fahrzeit sorgte Al-Rajhi für die Überraschung. Der Toyota-Fahrer hatte die Distanz um 14 Sekunden schneller absolviert als Al-Attiyah. Aber es sollte nicht Al-Rajhis erster Sieg in diesem Jahr sein. Für Speeding in einer neutralen Zone erhielt er zwei Strafminuten.

Das warf Al-Rajhi auf den vierten Platz zurück. Al-Attiyah durfte sich somit über seinen zweiten Etappensieg freuen. Loeb folgte mit 25 Sekunden Rückstand als Zweiter. Sainz komplettierte mit einer knappen Minute Rückstand die Top 3.

Sebastien Loeb mit Platz zwei zufrieden

"Es war nicht einfach", meint Al-Attiyah. "Wir haben uns dazu entschieden, nicht zu riskant zu sein. Der letzte Teil war sehr schwierig - viel Navigation. Matthieu hat es super gemacht. Ich bin sehr zufrieden. Tag für Tag arbeiten wir uns in die richtige Richtung."

"Heute hinter Nasser zu sein, ist nicht schlecht", findet Loeb. "Denn morgen kann ich hinter ihm starten. Morgen wird es ein schwieriger Tag, alles kann passieren. Unser Vertrauen ins Auto ist wiederhergestellt. Es war eine saubere Speziale."

Hinter Al-Attiyah und Loeb änderte sich das Gesamtklassement. Mit seinem heutigen Husarenritt verbesserte sich Al-Rajhi auf Rang drei. Lucio Alvarez (Toyota) fiel heute auch noch hinter Giniel de Villiers (Toyota) auf Platz fünf zurück.

Co-Pilot Timo Gottschalk verbessert sich auf Platz 7

Jakub Przygonski und Timo Gottschalk (Mini Buggy) beendeten den Mittwoch auf Rang acht. Der Rückstand war mit fünf Minuten gering. In der Gesamtwertung verbesserte sich das deutsch, polnische Duo auf Position sieben.

"Langer Tag, hohes Tempo - viel mehr Schotter und weniger Sand", berichtet Gottschalk. "Aber auch viele Dünen im Mittelabschnitt und am Ende einige Rios und wieder hohes Tempo. Die Navigation war heute sehr knifflig, ich musste extrem viele Ansagen machen."

"Es war also enorm wichtig, im Roadbook zu bleiben. Wir sind ohne Fehler durchgekommen. Und sind zufrieden, dass wir keine Probleme hatten, allerdings ist das Auto immer noch nicht da, wo es sein sollte."

Morgen steht eine Schleife östlich von Riad auf dem Programm. Die Speziale beträgt 359 Kilometer. Ausnahmsweise nehmen die Autos eine andere Route als die Motorräder.

Ergebnis der 4. Etappe (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) - 3:54:40 Stunden
02. Loeb/Lurquin (BRX) +0:25 Minuten
03. Sainz/Cruz (Audi) +0:52
04. Seaidan/Kuzmich (Mini 4x4) +1:34
05. Al-Rajhi/Orr (Toyota) +1:46
06. de Villiers/Murphy (Toyota) +3:55
07. ten Brinke/Delaunay (Toyota) +4:07
08. Przygonski/Gottschalk (Mini Buggy) +5:10
09. Serradori/Minaudier (Century) +6:43
10. Terranova/Oliveras (BRX) +8:38

Gesamtwertung nach 4 von 12 Etappen (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) - 13:26:02 Stunden
02. Loeb/Lurquin (BRX) +38:05 Minuten
03. Al-Rajhi/Orr (Toyota) +49:15
04. de Villiers/Murphy (Toyota) +49:17
05. Alvarez/Monleon (Toyota) +53:58
06. Waisljew/Uperenko (BMW) +1:03:52 Stunden
07. Przygonski/Gottschalk (Mini Buggy) +1:11:57
08. Prokop/Chytka (Ford) +1:13:26
09. Terranova/Oliveras (BRX) +1:16:42
10. Halpern/Graue (Mini Buggy) +1:17:23

Motorsport-Total.com

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