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MotoGP: KTM über den ersten Test Nach Honda und Ducati ist KTM die dritte Marke für Jack Miller
Motorsport Images

"Wir waren sehr gespannt": KTM über den ersten Test von Miller und Espargaro

KTM-Motorsportchef Pit Beirer berichtet über die Eindrücke von Jack Miller und Pol Espargaro - Dem Team ist in Valencia "ein Stein vom Herzen gefallen"

KTM greift in der MotoGP-Saison 2023 mit drei neuen Fahrern an. Neben Speerspitze Brad Binder wurde Jack Miller von Ducati verpflichtet. Pol Espargaro kehrt von Honda zurück und fährt für Tech-3-GasGas. Dazu gibt man Rookie Augusto Fernandez eine Chance bei GasGas.

Abgesehen von Moto2-Weltmeister Fernandez setzt KTM auf Erfahrung. Miller hat für Honda und Ducati 137 Rennen in der Königsklasse bestritten. Beim einzigen Testtag nach dem Saisonfinale in Valencia konnte sich der Australier ein erstes Bild von der RC16 machen.

"Jack Miller kommt momentan vom besten Bike in der Klasse", sagt KTM-Motorsportchef Pit Beirer. "Da war es natürlich schon sehr spannend, was er sagt. Wir haben in Valencia auch schon schwierige Tage erlebt, als Fahrer von außen reinkamen."

Damit spricht er Johann Zarco an, der Ende 2018 von Yamaha zu KTM gekommen ist und mit dem Motorrad nicht zurechtgekommen ist. Der erste Eindruck eines Fahrers vom Motorrad ist richtungsweisend für die Zukunft.

"Es waren wirklich alle gespannt", wiederholt Beirer. "Wir sind nah dran, aber was passiert, wenn ein Jack auf dem Motorrad sitzt?" Miller drehte in Valencia insgesamt 70 Runden und äußerte sich in einer ersten Reaktion positiv.

"Er sagt jetzt natürlich nicht, dass alles besser ist als beim Motorrad, das er hatte", meint Beirer. "Das kann natürlich nicht sein, da würden wir uns selber anlügen. Aber ess war absolut top in Ordnung für uns, genau so wie wir anfangen wollten."

"Er konnte mit dem Motorrad gescheit fahren und er musste sich nicht verbiegen. Wir haben die Sitzposition eingestellt und er konnte auf hohem Niveau losballern. Das war eine super wichtige Erkenntnis."

"Er ist auch relaxt in seinem Sessel gesessen, weil er wusste, daraus können wir etwas machen. Die Energie, die entsteht, wenn man einen Jack und einen Brad in der Box hat, das war schon eine Freude, das zu sehen. Es ist eine echt coole Stimmung entstanden."

Espargaro hat sein Gefühl wiedergefunden

Auch Rückkehrer Espargaro fühlte sich sofort wieder zu Hause. Für das Tech-3-Team ist er bereits drei Jahre gefahren, allerdings damals mit Yamaha. Mit Paul Trevathan arbeitet er wieder mit jenem Crewchief zusammen, mit dem er in seiner ersten KTM-Zeit beisammen war.

"Und dann geht man eine Box weiter", schildert Beirer seinen Eindruck vom Testtag, "und sieht, wie Pol vor Freude mit seinem alten Crewchief um das Motorrad hüpft. Man hat die Bilder gesehen, wie er sich auf dem Motorrad gefreut hat."

"Er hatte [bei Honda] ein paar Sachen gehabt, die für ihn beim Fahren schwer waren. Er hat nicht gewusst, ob er das Fahrgefühl wiederfindet, das er vermisst hat. Er war sofort happy. Das Fahrgefühl, das er braucht, war da."

Dass sich Miller und Espargaro auf Anhieb mit der KTM wohlgefühlt haben, war für Beirer sehr wichtig: "Das waren grüne Häkchen, wo auch uns ein Stein vom Herzen fällt. Da steht eine Menge Material. In dem Projekt steckt eine Menge Geld drin."

"Für die neue Saison kann man gar nicht mehr so viel verändern. Es liegt nun an den Fahrern. Es ist eine Verpflichtung für zwei Jahre. Es ist ein neues Motorrad. Wir dürfen nicht mit den Stammfahrern testen."

"Das Testteam entwickelt das Motorrad mit Dani Pedrosa. Das übergibt man dann den Rennfahrern. Was dann da an Aussagen kommt, ist schon ein Erlebnis. Dieser Dienstag war voller Emotionen. Der Tag ist verdammt gut gelaufen. Wir sind sehr happy, dass es so war."

Motorsport-Total.com

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