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2024 drei neue Marken in DTM? Trotz verstrichenem Nennschluss gibt es noch kein DTM-Feld für die Saison 2024
ADAC Motorsport

2024 drei neue Marken in DTM? Wie es nach Nennschluss mit dem Feld aussieht

Warum das DTM-Feld für 2024 nicht wie geplant vor Weihnachten präsentiert wird, mit wievielen Autos man rechnen darf und wieso es Hoffnung auf neue Marken gibt

Eigentlich wollte der ADAC nach Kalenderwoche 51 und noch vor Weihnachten das DTM-Starterfeld für die Saison 2024 präsentieren, doch dazu kommt es vorerst nicht. Und das, obwohl am 6. Dezember - also vor mehr als zwei Wochen - Nennschluss war. Was ist der Grund?

"Wir freuen uns über ein gutes und vielfältiges Interesse von Teilnehmern an der DTM 2024", so ein Sprecher des ADAC auf Nachfrage von Motorsport-Total.com. "Wir klären derzeit verschiedene Details mit den Teams und Herstellern, bevor wir die Startplätze für 2024 bestätigen."

Abgesehen davon seien in den vergangenen Wochen "neue Hersteller und weitere interessierte Teams an uns herangetreten und wir stehen derzeit im konstruktiven Austausch über eine mögliche Ergänzung des Feldes für 2024."

McLaren, Aston Martin und Honda 2024 am Start?

Tatsächlich ist es laut Informationen von Motorsport-Total.com möglich, dass gleich drei neuen Marken 2024 zum DTM-Feld hinzustoßen, wodurch das Feld insgesamt neun Hersteller umfassen würde. Dabei handelt es sich um McLaren, Aston Martin und Honda.

Vor allem die McLaren-Pläne des bisherigen BMW-Teams Project 1 von Hans-Bernd Kamps dürften bereits weit fortgeschritten sein. Die Chancen stehen offenbar gut, dass das Projekt tatsächlich zustande kommt.

Aber auch im Aston-Martin-Lager gibt es trotz der Bestätigung von Werksfahrer Nicki Thiim beim Lamborghini-Team SSR durch das belgische Comtoyou-Team weiterhin Bemühungen, 2024 in der DTM an den Start zu gehen. Das mag kurios klingen, aber es ist nicht auszuschließen, dass Thiim 2024 tatsächlich gegen seinen Arbeitgeber antritt.

Und auch beim mysteriösen Honda-Projekt, das ursprünglich von Frizzi Arnold unter dem Namen AiM GT präsentiert worden war, gibt es nach wie vor Versuche, es 2024 in die DTM-Startaufstellung zu schaffen. Offenbar ist Arnold nicht mehr beteiligt - und das Nachfolgeteam nennt sich nun Euroteam Performance. Auch das italienische JAS-Motorsport-Team, das in Europa den kompletten Honda-Support umsetzt, dürfte eine Rolle spielen.

ADAC rechnet mit 24 bis 28 Autos

Aber mit wie vielen Autos darf man 2024 in der DTM rechnen? Während der ADAC keine Zahlen nennt, glaubt kaum jemand in den Reihen der Teams, dass derzeit mehr als 20 Autos für die Saison 2024 eingeschrieben sind. Beim ADAC rechnet man währenddessen mit einem ordentlichen Starterfeld von 24 bis maximal 28 Fahrzeugen.

Das ist keineswegs unmöglich, aber dafür müssten nach der Prognose von Motorsport-Total.com auch die Projekte mit den neuen Marken zustande kommen, was aktuell schwierig einzuschätzen ist. Auch wenn der Nennschluss längst verstrichen ist, werden Nennungen übrigens weiter akzeptiert, solange die Bedingungen erfüllt werden. Laut dem ADAC allerdings zu ungünstigeren Konditionen.

Schwund bei allen vertretenen Herstellern zeichnet sich ab

Bislang sind sieben Fahrzeuge offiziell bestätigt: Dabei handelt es sich um die zwei Audi-Boliden im Red-Bull-Design, die Abt schon beim Hockenheim-Finale gezeigt hat, die zwei Manthey-EMA-Porsche, den Grasser-Lamborghini von Christian Engelhart und die zwei SSR-Lamborghini von Mirko Bortolotti und Nicki Thiim.

Es dürfte aber bei fast allen bisher vertretenen DTM-Marken 2024 einen Schwund geben: Bei Audi - 2023 noch mit fünf Autos vertreten - darf das nicht verwundern, denn der Hersteller aus Ingolstadt bietet 2024 keine finanzielle Unterstützung mehr an, sondern nur noch die Basisbetreuung.

Aber auch bei BMW wären mehr als drei Autos eine Überraschung. Bei Mercedes-AMG sind aktuell nur vier Boliden eingeschrieben, bei Porsche nur die zwei Manthey-EMA-Boliden, nachdem man 2023 sechs Autos am Start hatte. Bei Lamborghini darf man von maximal vier Fahrzeugen ausgehen, und beim Emil-Frey-Ferrari-Team sind zumindest zwei Boliden abgesichert.

Warum der ADAC (noch) kein Starterfeld präsentieren kann

Unklar ist die Situation aktuell beim Mercedes-AMG-Team Landgraf und beim Porsche-Team Toksport WRT. Und ob das Engstler-Team wieder startet, könnte in Zusammenhang damit stehen, ob Luca Engstler noch bei einem Mercedes-AMG-Team unterkommt oder nicht.

Abgesehen davon gibt es auch bei Teams, die Fahrzeuge genannt haben, offene Fragen: Teilweise wurde vorerst nur ein Auto genannt, obwohl man zwei Autos einsetzen will. Unter anderem bei den Mercedes-AMG-Teams sind bislang keinerlei Fahrer eingeschrieben, obwohl das vom ADAC verlangt wurde. Und auch das Nenngeld in Höhe von 98.000 Euro pro Auto dürften noch nicht alle überwiesen haben.

DTM-Fans müssen sich also wohl noch etwas gedulden, bis sich in Hinblick auf das Feld für die neue Saison ein wirklich klares Bild ergibt. Denn bis alle relevanten Personen der Hersteller, Teams und Sponsoren wieder im Büro sind, dauert es oft bis Mitte Januar - und erst dann darf man mit Entscheidungen rechnen.

Motorsport-Total.com

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