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DTM-Comeback für Ferdinand Habsburg? Ferdinand Habsburg könnte nach zwei Jahren Pause in die DTM zurückkehren
Audi AG

Teamchef über mögliches DTM-Comeback von Habsburg: "Tolle Plattform für ihn"

Ferdinand Habsburgs bisheriger Teamchef Vincent Vosse erklärt, warum der Österreicher gut in die DTM passen würde und mit seiner Art eine Bereicherung ist

Ex-DTM-Pilot Ferdinand Habsburg will laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' zurück in die Traditionsserie. Wenn es nach WRT-Teamchef Vincent Vosse geht, der seit 2020 zunächst in der DTM und dann bei dessen LMP2-Starts Habsburgs Teamchef war, wäre das eine gute Idee.

"Es wäre eine tolle Sache, wenn er in die DTM zurückkehren könnte, denn er hat damals mit uns einen sehr starken Speed gezeigt", verwies der Belgier im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' Ende 2022 auf Habsburgs Class-1-Jahr im WRT-Audi, in dem er eine Pole und einen Podestplatz holte.

Vosse ist der Meinung, dass Habsburg wegen seiner Familiengeschichte und seines unkonventionellen Auftretens gut zur DTM passt, die im Gegensatz zu anderen Rennserien auch über ihre mediale Strahlkraft funktioniert - und daher Fahrerpersönlichkeiten benötigt.

Vosse über Habsburg: "Er ist anders als die anderen Fahrer"

"Es wäre für ihn eine tolle Plattform", so Vosse. "Er ist einer dieser Fahrer, die auch noch über andere Dinge sprechen als über den Motorsport. Es ist auch menschlich gesehen toll, jemanden wie ihn im Team zu haben. Er ist anders als die anderen Fahrer."

Brancheninsider berichten, dass der 25-Jährige Ende 2022 Bemühungen angestellt habe, in der Saison 2023 mit einem BMW in die DTM zurückzukehren. Für 'Motorsport-Total.com' war Habsburg telefonisch nicht zu erreichen - daher ist unklar, ob die Ambitionen erfolgreich waren.

Ein Problem könnte aber sein, dass Habsburg vom Auspuff-Hersteller Remus unterstützt wird, BMW aber mit Akrapovic einen anderen Auspuff-Hersteller als Partner hat. Man darf also gespannt sein, ob der Urenkel des letzten österreichischen Kaisers tatsächlich 2023 ein DTM-Comeback - allerdings mit den für ihn wenig vertrauten GT3-Autos - geben wird.

Habsburg nach DTM-Achtungserfolgen auch im LMP2 stark

Habsburgs bisherige DTM-Bilanz fällt zwiespältig aus: 2019 holte er im Aston Martin Vantage des R-Motorsport-Teams nur drei Punkte, litt aber in seiner Debütsaison unter dem schlechten Material.

2020 ergatterte er bei WRT erst im letzten Moment ein Cockpit im privaten Audi RS 5 DTM. Nachdem er bei den Testfahrten mit Bestzeiten überraschte, mischte er auch während der Saison immer wieder die Werksteams auf und überzeugte kurz vor Saisonende in Zolder mit dem dritten Platz im Samstagsrennen und der Pole am Sonntag.

Insgesamt holte er 68 Punkte und wurde damit Zehnter - und mit Abstand bester Privatfahrer - im DTM-Endklassement. Nach dem Class-1-Ende wechselte Habsburg mit WRT in den LMP2-Prototypen und holte mit dem Team beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans 2021 den LMP2-Klassensieg. Zudem holte er gemeinsam mit Ex-DTM-Pilot Robin Frijns und dem Franzosen Charles Milesi als erster Österreicher überhaupt den LMP2-Titel in der Langstrecken-WM WEC.

2022 kam Habsburg, der auch bei den TV-Übertragungen der Formel 1 im ORF als Experte fungiert und immer wieder für Unterhaltung sorgte, beim Versuch, den LMP2-Titel zu verteidigen, mit WRT auf Platz vier. Dafür wurde er mit dem Prema-Team und seinen Teamkollegen Lorenzo Colombo und Louis Deletraz LMP2-Meister in der ELMS.

Motorsport-Total.com

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