MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Baldisserri  über Verstappen Charles Leclerc hatte gegen Max Verstappen 2023 meist das Nachsehen
Motorsport Images

Ex-Schumacher-Renningenieur: Verstappen ist "ein Außerirdischer"

Luca Baldisserri bewertet Ferraris Formel-1-Saison 2023 durchaus positiv und sieht in der Aufholjagd zu Red Bull nur ein Problem: "Alien" Max Verstappen

Luca Baldisserri, seines Zeichens langjähriger Renningenieur von Michael Schumacher bei Ferrari, glaubt, dass die Formel-1-Saison der Scuderia 2023 schlechter geredet wird als sie tatsächlich war. "Wenn man nicht alles mit den Augen des Fans betrachtet, hat Ferrari gut gearbeitet", sagt er Gazzetta dello Sport.

Auf die Frage, was besonders gut lief, meint der Italiener: "Ich würde sagen, das Qualifying, bei dem Ferrari sehr nahe an Red Bull dran war, wenn nicht sogar vor ihnen lag."

"Und dann hat Sainz auch noch ein Rennen gewonnen, wenn auch auf einer so untypischen Strecke wie Singapur. Wenn wir die Dinge nicht nur Fansicht bewerten, die Ferrari immer gewinnen sehen möchten, ist es nicht schlecht gelaufen."

Die Roten belegten in dieser Saison den dritten Platz in der Weltmeisterschaft, nur knapp hinter Mercedes. Einzig Red Bull war dem Rest des Feldes einen klaren Schritt voraus.

Baldisserri glaubt: "Die Stabilität des Reglements hilft denen, die sie jagen müssen. Aber es ist eine Sache, Red Bull einzuholen, eine andere, Max zu überholen." Denn Max Verstappen überflügelte 2023 alles und jeden. Er brach zig Rekorde und distanzierte den eigenen Teamkollegen Sergio Perez im Titelkampf um 290 Punkte.

"Wenn ich einen Einsitzer analysiere, tue ich das immer unter Berücksichtigung der Leistung des zweiten Fahrers", sagt Baldisserri. Das unterstreicht seiner Meinung nach nicht nur Verstappens Klasse. "In diesem Sinne wird auch noch klarer, dass die Leistung von Ferrari der von Perez' Red Bull nicht so sehr unterlegen war."

"Der andere Red Bull war deutlich weiter weg, weil er einen Außerirdischen am Steuer hatte", nämlich Verstappen. Trotzdem glaubt der italienische Ingenieur, dass Ferrari weiter aufholen kann. "Absolut ja, ich denke schon", sagt er mit Blick auf 2024.

"Auch weil es ein stabiles Reglement gibt, das helfen sollte, die Lücke zu schließen. Um zu wissen, was dafür nötig ist, müsste man allerdings im anderen Team sein", weiß er und bekräftigt: "Aber es ist eine Sache, sich Red Bull zu nähern, es ist eine andere, schwierigere Sache, sich Red Bull und Verstappen zu nähern."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Berufung gegen Monaco-Ergebnis

Verliert Gasly sein Monaco-Podium?

Seit gestern findet die Berufungsverhandlung gegen das Monaco-Ergebnis statt: McLaren kämpft für Fairness und Integrität - und eigene Interessen

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

Sprint-Qualifying Zandvoort

Russell meldet sich mit Pole zurück!

Kimi Antonelli und Max Verstappen geschlagen, und George Russell wieder in der Spur: So lief das Sprint-Qualifying der Formel 1 in den Niederlanden

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes

Weil Isack Hadjar verletzt ausfällt, gibt Liam Lawson in Zandvoort sein Comeback für Red Bull - Yuki Tsunoda übernimmt den freien Platz bei den Racing Bulls