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MotoGP-Sprint Motegi Jorge Martin hat zum dritten Mal in Folge den Sprint gewonnen
Motorsport Images

MotoGP-Sprint Motegi: Jorge Martin macht mit Sieg die WM spannend

Jorge Martin erobert beim Japan-Sprint einen Start-Ziel-Sieg - Brad Binder mit der KTM Zweiter - Francesco Bagnaia setzt sich im Duell um Platz drei gegen Miller durch

Die Spannung in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2023 spitzt sich zu. Jorge Martin holte sich beim Grand Prix von Japan souverän den Sieg im Sprint. Zum dritten Mal hintereinander hat der Pramac-Ducati-Fahrer das Samstagsrennen gewonnen. Brad Binder (KTM) wurde Zweiter .

Francesco Bagnaia (Ducati) setzte sich im Duell um Platz drei gegen Jack Miller (KTM) durch. Mit diesem Ergebnis schrumpfte sein WM-Vorsprung auf Martin auf nur noch acht Punkte . Das Momentum ist weiterhin auf der Seite von Martin.

"Ich hatte schon vor dem Start ein richtig gutes Gefühl", grinst Martin. "Mit der richtig guten Basis, die wir gefunden haben, kann ich auch das morgige Rennen entspannt angehen. Der Reifenverschleiß wird da sicherlich eine Rolle spielen, aber wir peilen den nächsten Sieg an!"

Beim Start zum Rennen über zwölf Runden gewann Martin von der Poleposition den Holeshot. Hinter dem "Martinator" sortierte sich das KTM-Duo und Bagnaia ein. Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) war noch hinter Marc Marquez (Honda) auf Platz sechs zurückgefallen.

Martin hielt das Tempo hoch, aber Binder konnte mithalten. Das Duo setzte sich in der Anfangsphase um eine Sekunde von der Gruppe mit Miller, Bagnaia und Marquez ab. Bezzecchi war hinter Johann Zarco (Pramac-Ducati) auf Platz sieben festgenagelt.

Bei Rennhalbzeit hatte Martin einen minimalen Vorsprung von einer halben Sekunde auf Binder. Der KTM-Fahrer bekam eine Tracklimit-Verwarnung. Es gab im restlichen Rennverlauf aber keine weitere Überschreitung.

Letztendlich hatte Binder Martin immer in Sichtweite, aber es gab keine Chance auf eine Attacke. Martin hielt seinen Verfolger konstant auf rund einer Sekunde auf Distanz. "Mein Start war großartig", sagt Binder.

"Mein Plan war eigentlich, direkt bis ganz nach vorne durchzufahren, aber die Pace von Jorge war Wahnsinn! Ich konnte seine Rundenzeiten einfach nicht glauben. Insgesamt war es ein richtig gutes Rennen. Ich freue mich, mal wieder in den Top 3 zu sein. Morgen greifen wir erneut an!"

Bagnaia nach Duell mit Miller: "Muss zufrieden sein"

Rund zwei Sekunden dahinter tobte das Duell um Platz drei. Bagnaia konnte Druck auf seinen ehemaligen Teamkollegen Miller ausüben. Zu Beginn der zweiten Rennhälfte drehte auch Bezzecchi auf.

Er schnappte sich zunächst Zarco in Kurve 11 und griff eine Runde später an der gleichen Stelle auch Marquez an. Aber beide bremsten letztendlich zu spät, kamen außen neben die Strecke und fielen wieder hinter Zarco zurück. Es war die Kampfgruppe ab Platz fünf.

Überholen war extrem schwierig. In Runde 9 attackierte Bagnaia auf der Bremse vor Kurve 11 erstmals Miller. Es wurde zwischen beiden eng, aber Miller behauptete Platz drei. Miller konnte auch extrem spät und hart bremsen.

In Runde 10 klappte es für Bagnaia. Miller bremste vor Kurve 11 sehr spät und verpasste leicht den Scheitelpunkt. Bagnaia kam mit mehr Schwung aus der Kurve und machte sein Manöver Richtung Kurve 12 und der Zielschikane perfekt. Das Duell um Platz drei war entschieden.

"Wir müssen wohl zufrieden sein", meint der Weltmeister. "Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr ausgerechnet, aber wir haben ein paar Probleme mit dem Grip am Hinterrad. Deshalb war das heute das Maximum, was möglich war. Angesichts der Umstände ist die dritte Position in Ordnung."

"Jorge hat momentan einen richtigen Lauf, keine Frage. Für uns ist es jetzt wichtig, ruhig zu bleiben. Morgen ist ein neuer Tag." Bagnaia hat zum bisher letzten Mal in Österreich gewonnen. In Spielberg entschied er den Sprint und den Grand Prix für sich.

Harter Kampf in der Verfolgergruppe

In der Verfolgergruppe setzte sich Zarco durch und wurde Fünfter. Bezzecchi kam vor Marquez als Sechster ins Ziel. Fabio di Giannantonio (Gresini-Ducati) wurde Achter. Den letzten WM-Punkt nahm Aprilia-Fahrer Maverick Vinales mit.

Dessen Teamkollege Aleix Espargaro sah nicht die Zielflagge. So wie zuletzt in Indien wurde seine Aprilia plötzlich langsamer. Drei Runden vor Rennende rollte der Spanier an die Box und musste wegen des technischen Problems aufgeben.

Nichts zu sehen war im Sprint von Yamaha. Fabio Quartararo und Franco Morbidelli kamen als 15. und 16. ins Ziel. Auch Rins-Ersatz Stefan Bradl (LCR-Honda) fuhr unscheinbar. Der Deutsche wurde 20. und Letzter.

Der Grand Prix über 24 Runden wird am Sonntag um 08:00 Uhr MESZ gestartet.

Motorsport-Total.com

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