MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Sollte Martin ins Werksteam? Jorge Martin schrammte nur knapp am WM-Titel vorbei
Motorsport Images

"Wenn ich es jetzt nicht gezeigt habe, dann nie": Sollte Martin ins Werksteam?

Im Falle des WM-Titels hätte es die Möglichkeit gegeben, dass Jorge Martin und Enea Bastianini die Plätze tauschen - Martin glaubt nicht mehr an Platz im Werksteam

Jorge Martin hatte seine WM-Chance bis zum finalen Rennen in Valencia gewahrt. Mit dem Gewinn des großen Pokals hat es dann nicht geklappt. Der Spanier wird auch in der MotoGP-Saison 2024 im Ducati-Satellitenteam Pramac an den Start gehen.

Doch es hätte auch alles anders kommen können. Wenn Martin Weltmeister geworden wäre, dann hätte es die Möglichkeit für einen Wechsel ins Werksteam gegeben. Laut Informationen der spanischen Edition von Motorsport.com gibt es so eine Klausel in seinem Vertrag.

Im Falle des Titelgewinns wäre es zu einem Tausch mit Enea Bastianini gekommen, der somit ins Pramac-Team gewechselt wäre. Noch vor der Rennentscheidung hieß es am Valencia-Wochenende seitens Ducati, dass "diese Möglichkeit besteht".

Da Martin im entscheidenden Rennen ausgeschieden ist, blieb diese Möglichkeit nur theoretischer Natur. "Ich bin glücklich wo ich bin", hält Martin selbst fest. "Ich denke, selbst wenn ich gewonnen hätte, dann hätte es keinen Sinn gemacht."

"Denn wenn man gewinnt, dann ist man im besten Team. Und wir sind im besten Team. Ich denke, ehrlich gesagt, wenn ich ihnen jetzt nicht mein Potenzial gezeigt habe, um in Rot zu fahren, dann wird es nie passieren. Denn noch mehr zu zeigen, ist kompliziert."

"Wenn sie mich jetzt nicht dort platzieren, dann werden sie das wohl nie tun." Ende 2024 läuft Martins Ducati-Vertrag aus. Das ist auch bei Enea Bastianini und Francesco Bagnaia der Fall. Wie sich das Feld ab 2025 gestalten wird, ist weitestgehend offen.

"Ich stimme Jorge zu", meint Ducatis General Manager Gigi Dall'Igna. "Er ist eine fantastische Saison gefahren und würde sich einen Platz im Werksteam verdienen. Es gibt aber Verträge und momentan ist es nicht möglich, zu wechseln."

Aber Ducati betont immer, dass Martin die gleichen Voraussetzungen und die gleiche Unterstützung wie Bagnaia, Bastianini und künftig auch Franco Morbidelli hat. Sie werden als vier gleichwertige Teamkollegen angesehen.

"Martin verdient sich ein Werksmotorrad und er hat eines", sagt Sportdirektor Davide Tardozzi. "Er hat bewiesen, dass man auch in einem Satellitenteam Weltmeister werden kann. Er war sehr knapp dran."

"Es ist offensichtlich, dass Bastianini aufgrund seiner Ergebnisse von 2022 ins Werksteam gekommen ist. Wenn man bedenkt was passiert ist, dann finden wir es nicht fair, wenn wir Martin und Bastianini tauschen würden. Heute wäre das stärkste Team Martin und Bagnaia."

"Der blöde Unfall beim ersten Rennen hat Bastianinis Saison zerstört. Deshalb geben wir ihm eine weitere Chance." Und mit seinem Sieg in Malaysia hat Bastianini bewiesen, dass er immer noch gewinnen kann.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Nikolas Tombazis ist überzeugt, dass die neuen Formel-1-Systeme ab 2026 so gestaltet sind, dass sie sowohl an die Autos als auch an die Strecken angepasst werden können

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

24h Daytona 2026: Bericht

24h-Hattrick für Porsche #7

Dritter Sieg in Folge für den Penske-Porsche #7 in Daytona - Strategiefehler und starker Cadillac verhindern Doppelsieg - BMW holt überraschenden GT-Sieg

MotoGP 2026: KTM & Tech3

KTM und Tech3 enthüllen die RC1

Mit vier Fahrern, zwei Teams und der weiterentwickelten RC16 will KTM 2026 den nächsten Schritt machen - Nicht nur bei den Fahrern bleibt man sich treu