MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Andrea Stella Der Moment des Jubelns ist für McLaren-Teamchef Andrea Stella schon wieder vorbei
Motorsport Images

WM-Führung ist ein "Meilenstein" für McLaren

So "riesig" es für McLaren auch sei, die Konstrukteurs-WM anzuführen, Teamchef Andrea Stella mahnt zu Demut und kündigt wichtige Upgrades an

Andrea Stella, der Teamchef von McLaren, hat nach dem jüngsten Erfolg des Teams in Aserbaidschan und der ersten Führung in der Konstrukteurswertung seit 2014 die Bedeutung dieses Erfolgs hervorgehoben, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, weiterhin fokussiert zu bleiben.

"Wenn ich das für einen Moment als Meilenstein betrachte, dann ist es definitiv riesig. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir zu Beginn der Saison 2023 Letzter waren. Und jetzt führen wir die Wertung an", sagt der Italiener, nachdem McLaren Red Bull von der Spitze der Konstrukteurs-WM verdrängt hat.

"Das ist ein riesiger Meilenstein, der dank der großartigen Arbeit, der harten Arbeit und der Qualität der Arbeit des gesamten Teams, der Unterstützung unserer Aktionäre, Partner und Fans möglich war - man erreicht dies, weil man es gemeinsam erreicht."

Doch trotz dieser Erfolge warnt Stella davor, sich zu früh auf den Lorbeeren auszuruhen. "Dieser Moment ist schon jetzt vorbei. Wir schauen nicht auf die Wertung. Wir konzentrieren uns nur darauf, jedes einzelne Rennen perfekt umzusetzen und die Upgrades zu liefern, die wir noch für einige der künftigen Rennen planen."

Stella: Auto ist "noch nicht schnell genug"

Denn trotz der WM-Führung sei noch viel zu tun, um das Auto weiter zu verbessern. Es sei "noch nicht schnell genug", um "langweilige Rennen" zu kreieren, bei denen sie das Feld dominieren würden - ein Ziel, das zwar nicht im Interesse der Formel 1 und ihrer Fans liege, aber durchaus dem Ehrgeiz des Teams entspreche.

"Wir müssen also daran arbeiten, das Auto schneller zu machen, und wir müssen bescheiden bleiben und mit den Füßen auf dem Boden bleiben, denn wir sehen, dass es zwischen den vier Topteams nicht viel zu holen gibt", betont Stella.

Der Aussage, McLaren habe das beste Auto, erteilt der Italiener in dem Zusammenhang eine Absage. "Ich denke, dass McLaren auf einigen Strecken wie Barcelona, Ungarn oder Zandvoort aus guten technischen Gründen das beste Auto ist."

"Aber hier hatten wir keinen Vorteil gegenüber Ferrari, und ich denke auch nicht gegenüber Red Bull. Und selbst in Monza lag Mercedes innerhalb von 70 oder 86 Millisekunden zwischen P2 und P6 - es ist also sehr, sehr ausgeglichen. Ich glaube, dass hier die Leistung der Fahrer und des Teams den Unterschied ausmacht."

Upgrades sollen kommen - Zeitpunkt unklar

Angesprochen auf die besagten Upgrades, zu denen auch ein neuer Unterboden gehört, sagt Stella: Wir arbeiten definitiv an Upgrades für diese Saison. Wir sind gerade dabei, dies zu finalisieren. Ich möchte nicht zu viel darüber verraten, was und wann. Aber wir haben einen Plan, um das Auto schneller zu machen."

Dem McLaren-Teamchef ist bewusst, dass das in dieser Phase ein nicht zu unterschätzendes Risiko birgt. "Auf dieser Entwicklungsstufe ist es keine leichte Aufgabe, die Spezifikation des Autos zu ändern und es so zum Funktionieren zu bringen, wie man es von seinen Entwicklungswerkzeugen erwartet", sagt er.

"Aber das ist auch der Grund, warum wir uns ein bisschen mehr Zeit genommen haben, um sicherzustellen, dass das, was wir auf die Strecke bringen, erfolgreich ist. Also ja, ich kann bestätigen, dass wir für die nächsten Rennen einiges in petto haben." Ob schon für Singapur, das lässt Stella jedoch offen.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?

Teamchef Toto Wolff erteilt einem Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes eine Absage - Auch Experte Ralf Schumacher sieht viele Gründe, die dagegen sprechen

Max Verstappen steckt bei Red Bull in der Krise, während Mercedes die Formel 1 nach Belieben dominiert - Experte Jolyon Palmer sieht einen Wechsel nahen

GP von China: Bericht

Antonelli feiert ersten Sieg

Andrea Kimi Antonelli gewinnt sein erstes Formel-1-Rennen vor George Russell und den erneut heiß kämpfenden Ferraris - Komplettes McLaren-Debakel ohne Rennstart

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln