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"Suchen keinen Technikchef" KTM-Motorsportchef Pit Beirer hat klare Vorstellungen für die MotoGP-Saison 2025
Motorsport Images

"Suchen keinen Technikchef": Personeller Umbau in KTMs MotoGP-Projekt 2025

KTM-Motorsportchef Pit Beirer erklärt, warum man im MotoGP-Programm mit zwei Teams keinen direkten Nachfolger für den abgewanderten Fabiano Sterlacchini sucht

Zu KTM gab es an den vergangenen Tagen abseits der Rennstrecke alles andere als positive Neuigkeiten. Angesichts der finanziellen Schwierigkeiten, in denen der österreichische Motorradhersteller steckt, wurde beschlossen, die technische Entwicklung der KTM RC16 für die MotoGP-Saison 2025 vorübergehend zu stoppen. Grundsätzlich aber soll das MotoGP-Programm wie geplant weitergehen.

Die Pläne für die MotoGP-Saison 2025 stehen jedenfalls. Dann nämlich soll es im MotoGP-Programm von KTM erstmals zwei offizielle Werksteams geben: Pedro Acosta und Brad Binder in einem Team, Enea Bastianini und Maverick Vinales im anderen Team. Alle vier Piloten sollen die gleiche technische Spezifikation der KTM RC16 erhalten. Optisch sollen alle vier Bikes in Orange auf die Strecke gehen.

Auftakt der MotoGP-Saison 2025 ist am ersten März-Wochenende in Form des Grand Prix von Thailand in Buriram. Es wird das erste von 22 geplanten Rennwochenenden der Saison . Was KTM betrifft, so stehen nicht nur die Planungen für das fahrerische Aufgebot, sondern auch für das technische Aufgebot.

Den Posten eines KTM-Technikchefs - zuletzt bekleidet von Fabiano Sterlacchini bis Juli 2024 - soll es nicht mehr geben. Sterlacchini hat KTM in Richtung Aprilia verlassen. Einen direkten Nachfolger sucht man laut KTM-Motorsportchef Pit Beirer nicht. Die Aufgaben werden verteilt auf Sebastian Risse, den Technischen Leiter an der Rennstrecke, und auf Aki Ajo, den neuen KTM-Teammanager.

"Wir haben hier einen klaren Schnitt gemacht", sagte Beirer am Rande des Saisonfinales 2024 in Barcelona in der TV-Übertragung von MotoGP-Promoter Dorna Sports. "Mit Fabiano war es so, dass er sowohl von zu Hause aus als auch von der Rennstrecke aus versucht hat, alles zu machen. An der Rennstrecke ist für unsere technischen Entscheidungen nun Sebastian zusammen mit Aki zu 100 Prozent verantwortlich."

"Zu Hause", spannt der KTM-Motorsportchef den Bogen nach Mattighofen in Österreich, "haben wir ein sehr starkes Team, wobei Kurt Trieb auf Seiten der Motoren und Wolfgang Felber auf Seiten der Chassis verantwortlich sind. Hinzu kommt noch Kevin Ranner, der das Programm in unserem Testteam mit Dani Pedrosa leitet".

Laut Beirer könne man "all die genannten Namen beinahe wie ein Gremium betrachten, das im Anschluss an jedes Rennen die Entscheidungen über die nächsten Schritte trifft". Eine One-Man-Show wie zu Zeiten von Technikchef Sterlacchini soll es im MotoGP-Programm von KTM künftig nicht mehr geben.

"Es geht darum, als ein Team die nächsten Schritte einzuleiten. Denn ich glaube ganz fest daran, dass in einem MotoGP-Projekt nicht ein Mensch allein über alles entscheiden kann", so Beirer.

"Es müssen so viele Segmente in Betracht gezogen werden. Dafür braucht es ein starkes Team und daran arbeiten wir. Wir suchen nicht den einen Technikchef, sondern wir glauben, dass wir die richtigen Leute an Bord haben, um den nächsten Schritt machen zu können", erklärt der KTM-Motorsportchef.

Motorsport-Total.com

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