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Max Verstappen auf der Nordschleife Max Verstappen drehte am Wochenende weitere Runden auf der Nordschleife
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Zwischen Siegchance und Tragödie

Max Verstappen erlebt extremes Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife: Erst eine Tragödie, dann eine tolle Show und letztlich ein bitteres Ende

Formel-1-Star Max Verstappen hat auf der Nürburgring-Nordschleife ein Wochenende erlebt, das kaum intensiver hätte sein können. Zwischen spektakulären Zweikämpfen, einer tragischen Nachricht und einem unerwarteten Defekt lagen nur wenige Stunden.

Der Niederländer nutzte die Pause im Rennkalender, um bei den 24h Nürburgring Qualifiers im GT3-Auto weitere Erfahrungen zu sammeln. Doch aus dem geplanten Lernwochenende wurde eine emotionale Achterbahnfahrt.

Schon der Samstag verlief anders als erwartet. Nach einem soliden Qualifying, das zunächst für Startplatz sechs reichte, wurde Verstappen zusammen mit Teamkollege Lucas Auer um drei Positionen zurückversetzt. Auer, der Neffe von Gerhard Berger, war mit einem anderen Auto kollidiert.

Im ersten Rennen kam Verstappen jedoch gar nicht mehr zum Einsatz. Nach nur rund 25 Minuten wurde das Rennen nach einem schweren Unfall abgebrochen. Später folgte die traurige Gewissheit: Der 66-jährige Fahrer Juha Miettinen erlag seinen Verletzungen.

Schock nach tödlichem Unfall

"Ich bin geschockt über das, was heute passiert ist", schrieb Verstappen am Abend auf Instagram. "Motorsport ist etwas, das wir alle lieben, aber in solchen Momenten wird uns bewusst, wie gefährlich er ist."

Am Sonntag stand der Sport wieder im Fokus - begleitet von einer Schweigeminute vor dem Start. Verstappen übernahm den Start im zweiten Rennen und sorgte sofort für Aufsehen. Von Position fünf aus arbeitete er sich mit entschlossenen Manövern schnell nach vorne und lieferte sich wenig später ein intensives Duell mit Audi-Pilot Christopher Haase.

Bereits wenige Wochen zuvor hatten sich beide beim Saisonauftakt der Nürburgring-Langstrecken-Serie ein packendes Duell geliefert - am Sonntag ging es auf der Nordschleife nahtlos weiter.

In der vierten Runde setzte sich Verstappen im schnellen Abschnitt Schwedenkreuz durch und übernahm die Führung. Doch Haase blieb dran. Auf der Döttinger Höhe kam es mehrfach zu direkten Duellen im Windschatten - inklusive leichter Berührungen. Trotz des Drucks verteidigte Verstappen seine Position - hart, aber fair. "Sehr respektvoll, toll gefahren", sagte Haase später. "Er hat sich immer perfekt positioniert."

Führung - und dann der plötzliche Rückschlag

Doch aus der möglichen Erfolgsgeschichte wurde wenig später ein Rätsel. Nach dem ersten Boxenstopp lag Verstappen weiterhin in Führung, ehe er plötzlich erneut die Box ansteuerte - deutlich früher als geplant. Schnell wurde klar: Es gab ein Problem.

"In der zweiten Runde meines zweiten Stints merkte ich, dass etwas nicht stimmte, da der Frontsplitter gebrochen war", berichtete Verstappen im Anschluss. "Es ist seltsam, denn ich habe niemanden berührt.

Das Team reparierte den Schaden, verlor dabei jedoch mehr als 20 Minuten. Damit war das Rennen sportlich gelaufen. Am Ende belegten Verstappen und Auer mit mehreren Runden Rückstand lediglich Rang 38.

Viel gelernt - ein entscheidender Punkt fehlt noch

Trotz dieses sportlichen enttäuschenden Ergebnisses zog Verstappen ein positives Fazit. "Ich hatte Spaß und das Auto fühlte sich gut an, damit bin ich also zufrieden. Außerdem habe ich meine Stints absolviert, auch im dichten Verkehr, was ziemlich intensiv war", sagt er.

"Ich hatte Kämpfe mit anderen GT3-Autos, das war also eine gute Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen. Ich bin so bereit, wie man nur sein kann. Das Einzige, was ich noch nicht gemacht habe, ist das Fahren in der Dunkelheit", so Verstappens Fazit.

Diese Erfahrung will er beim 24-Stunden-Rennen nachholen. Zuvor wartet allerdings noch eine andere Aufgabe: der Grand Prix von Miami in der Formel 1.

Motorsport-Total.com

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