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Bei Testfahrten in Imola Nikola Tsolov kam in Imola zu seinem Formel-1-Debüt
Red Bull Content Pool

Bei Testfahrten in Imola: Formel-1-Debüt von Red-Bull-Junior Nikola Tsolov

Red-Bull-Junior Nikola Tsolov kam in Imola zu seinem Formel-1-Debüt, und auch bei Ferrari feierte ein Fahrer Premiere, während sich bei Haas ein Shootout andeutet

Red-Bull-Junior Nikola Tsolov hat einen Meilenstein in seiner Karriere erreicht und die ersten Meter in einem Formel-1-Auto absolviert. Am Donnerstag durfte der Gesamtführende der Formel 2 in Imola einen Racing Bulls VCARB 02 aus der Formel-1-Saison 2025 fahren und damit den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen.

"Der erste TPC-Tag (Testing of Previous Cars; Anm. d. Red.) in einem Formel-1-Auto ist geschafft und ich bin super glücklich darüber, wie der Tag gelaufen ist", sagt Tsolov, der insgesamt 690 Kilometer abspulen konnte. "Ich habe wirklich jede einzelne Runde genossen und es ist schwer in Worte zu fassen, was es bedeutet, endlich diese Chance zu bekommen."

"Das ist etwas, worauf ich mein ganzes Leben lang hingearbeitet habe, und es nun endlich selbst zu erleben, ist einfach unglaublich", meint der Bulgare. "Ich glaube, ich habe noch gar nicht vollends begriffen, was wir heute erreicht haben, aber ich habe jede Runde genossen und hoffe, dass ich bald die Chance bekomme, noch ein paar Kilometer nachzulegen."

"Heute war ein wirklich positiver Schritt für Nikola", sagt Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane. "Er hat sich schnell an das Auto angepasst und die Gelassenheit an den Tag gelegt, die man von einem Fahrer sehen möchte, der zum ersten Mal in einem Formel-1-Boliden sitzt."

"Dieser Einsatz ist Teil des laufenden Entwicklungsplans, den das Team für seine Nachwuchsfahrer durchführt, um ihnen das Rüstzeug, die Kilometer und das Umfeld für ihre Entwicklung zu bieten. Wir haben immer wieder gesehen, was dieser Weg hervorbringen kann, und Tage wie der heutige sind ein Baustein dafür, wie wir dieses Fundament kontinuierlich weiter ausbauen", so Permane.

Tsolov war nach seinem Vizetitel in der Formel 3 zu dieser Saison in die Formel 2 aufgestiegen, wo er in seinem Debütjahr die Meisterschaft derzeit anführt. Dabei konnte er bereits sechs Rennen gewinnen und gilt aufgrund seiner Leistungen als Kandidat für ein Cockpit bei den Racing Bulls.

Allerdings zeigen die Stammfahrer Liam Lawson und Arvid Lindblad derzeit so gute Leistungen, dass es für den 19-Jährigen schwierig werden könnte, einen offenen Platz zu finden.

Debüt für Norman Nato, Shootout bei Haas

Tsolov war jedoch nicht der einzige Fahrer, der in dieser Woche zu seinem Formel-1-Debüt kam: Auch der Franzose Norman Nato fuhr seine ersten Meter im Rahmen eines TPC-Tests, wo er in einem Ferrari SF-25 aus der Vorsaison saß.

Formel-E- und WEC- Pilot Nato gilt jedoch nicht als Kandidat für die Formel 1. Stattdessen absolvierte er die Testfahrten in Mugello, die parallel zum Pirelli-Test auf der Strecke stattfanden, im Rahmen seiner Arbeit als Entwicklungs- und Simulatorfahrer beim Team aus Maranello.

Neben Nato kamen bei dem zweitägigen Test auch der langjährige Testfahrer Antonio Fuoco sowie Ferraris Formel-2-Junioren Rafael Camara und Dino Beganovic zum Einsatz.

Camara reiste anschließend nach Portimao weiter, wo ein von Haas organisierter Test auf dem Programm steht, bei dem auch Leonardo Fornaroli und Ryo Hirakawa im Einsatz sein werden. Für alle drei dürfte dieser Test von äußerster Wichtigkeit sein, da sie um das Formel-1-Cockpit von Esteban Ocon kämpfen.

Haas dürfte sich die drei dabei ganz genau anschauen und sich womöglich auch auf Grundlage der Tests für einen entscheiden, der 2027 an der Seite von Oliver Bearman fahren wird.

Motorsport-Total.com

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