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FIA bestätigt Update Schon ab dem nächsten Rennen in Miami greifen die Änderungen
LAT Images

Formel-1-Reglement wird ab sofort angepasst

Die FIA hat gemeinsam mit FOM, Teams und Motorenherstellern Änderungen am Formel-1-Reglement beschlossen - Sicherheit und bessere Show im Fokus

Die FIA hat am Montag mehrere Regelanpassungen in der Formel 1 bekanntgegeben und damit zumindest vereinzelt auf Kritik am neuen Reglement der Königsklasse reagiert. Unter anderem wird die Energiemenge, die im Qualifying rekuperiert werden kann, reduziert.

Im Rennen werden der Boost und die MGU-K-Leistung begrenzt. Zudem wurden Änderungen beim Start beschlossen, um gefährliche Situationen zu verhindern, und auch bei nassen Bedingungen gibt es Anpassungen. Hier sind alle am Montag angekündigten Änderungen im Wortlaut:

Änderungen im Qualifying

- Anpassungen der Energiemanagement-Parameter, einschließlich einer Reduzierung der maximal erlaubten Rekuperation von 8 MJ auf 7 MJ, zielen darauf ab, übermäßiges Energiesammeln zu reduzieren und ein konstanteres Fahren am Limit zu fördern. Diese Änderung reduziert die maximale Superclip-Dauer auf etwa zwei bis vier Sekunden pro Runde.

- Die Anzahl der Events, bei denen alternative niedrigere Energielimits gelten können, wurde von acht auf zwölf Rennen erhöht, um eine bessere Anpassung an die Streckencharakteristik zu ermöglichen.

Änderungen im Rennen

- Die maximal verfügbare Leistung durch den Boost im Rennen wird nun auf +150 kW begrenzt (oder auf das aktuelle Leistungsniveau des Fahrzeugs bei Aktivierung, falls höher), um plötzliche Leistungsunterschiede zu begrenzen.

- Die MGU-K-Leistung bleibt in wichtigen Beschleunigungszonen (vom Kurvenausgang bis zum Bremspunkt, einschließlich Überholzonen) bei 350 kW, wird jedoch in anderen Streckenabschnitten auf 250 kW begrenzt.

- Diese Maßnahmen sollen übermäßige Annäherungsgeschwindigkeiten reduzieren und gleichzeitig Überholmöglichkeiten sowie die generellen Performance-Eigenschaften erhalten.

Änderungen bei Starts

- Ein neues System zur Erkennung von "Low-Power-Starts" wurde entwickelt, das Fahrzeuge mit ungewöhnlich geringer Beschleunigung kurz nach dem Lösen der Kupplung identifizieren kann.

- In solchen Fällen wird automatisch eine MGU-K-Leistungsabgabe ausgelöst, um ein Mindestmaß an Beschleunigung sicherzustellen und startbedingte Risiken zu verringern, ohne einen sportlichen Vorteil zu schaffen.

Ein dazugehöriges visuelles Warnsystem wird eingeführt, das blinkende Lichter (hinten und seitlich) an betroffenen Fahrzeugen aktiviert, um nachfolgende Fahrer zu warnen.

- Zudem wurde ein Reset des Energiezählers zu Beginn der Einführungsrunde implementiert, um eine zuvor identifizierte Systeminkonsistenz zu beheben.

Änderungen im Nassen

- Die Reifenheizdecken-Temperaturen für Intermediate-Reifen wurden nach Fahrerfeedback erhöht, um den anfänglichen Grip und die Reifenperformance bei Nässe zu verbessern.

- Die maximale ERS-Leistungsabgabe wird reduziert, wodurch das Drehmoment begrenzt und die Fahrzeugkontrolle bei wenig Grip verbessert wird.

- Die Rücklichtsysteme wurden vereinfacht, mit klareren und konsistenteren visuellen Signalen, um die Sichtbarkeit und Reaktionszeit für nachfolgende Fahrer bei schlechten Bedingungen zu verbessern.

Alle Änderungen müssen formell noch durch den Motorsport-Weltrat (WMSC) bestätigt werden. Noch vor dem nächsten Rennen in Miami soll ein E-Voting stattfinden, damit die neuen Regeln bereits dort implementiert werden können.

Lediglich die Vorschläge zum Rennstart sollen beim Grand Prix in Miami erst einmal getestet werden.

Motorsport-Total.com

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