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GP von Australien: Bericht Charles Leclerc kämpfte in der Anfangsphase hart gegen George Russell
AFP

Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien

George Russell hat den Auftakt in die neue Formel-1-Ära 2026 gewonnen. Wie von vielen erwartet, setzte sich der Mercedes-Pilot nach 58 Runden im Albert Park von Melbourne gegen seine Konkurrenten durch und holte sich den Sieg beim Grand Prix von Australien vor Teamkollege Andrea Kimi Antonelli.

Allerdings machte ihm Ferrari das Leben deutlich schwerer als erwartet. Vor allem in der Anfangsphase konnten Charles Leclerc und Lewis Hamilton den Kampf um die Führung aufnehmen. Doch nachdem die Mercedes ihre einzigen Boxenstopps unter dem virtuellen Safety-Car absolvierten und Ferrari nicht, mussten sich die Roten mit den Positionen drei und vier begnügen.

Hinter den Top 4 klaffte eine enorme Lücke zu Lando Norris, der mehr als eine halbe Minute Rückstand auf Hamilton hatte. Der Weltmeister hielt Max Verstappen (Red Bull) in Schach, der vom Ende des Feldes auf Rang sechs nach vorne gefahren war. Siebter wurde Oliver Bearman (Haas) vor Rookie Arvid Lindblad (8./Racing Bulls).

Gabriel Bortoleto holte als Neunter die ersten Punkte beim Debüt des Audi-Teams. Zehnter wurde Pierre Gasly im Alpine, der damit noch einen Zähler mitnahm.

Isack Hadjar (Red Bull), Valtteri Bottas (Cadillac) sowie erwartungsgemäß die beiden Aston Martins mussten ihre Boliden vorzeitig mit technischen Defekten abstellen.

Nico Hülkenberg (Audi) und Oscar Piastri (McLaren) konnten gar nicht erst am Rennen teilnehmen.

Warum konnte Oscar Piastri nicht starten?

Bitterer hätte der Saisonauftakt für den Lokalmatadoren nicht laufen können, denn Piastri schaffte es nicht einmal in die Startaufstellung. Der McLaren-Pilot crashte bereits auf der Runde aus der Boxengasse hinaus, als er in Kurve 4 die Kontrolle über seinen Boliden verlor und in die Streckenbegrenzung krachte.

"Ich denke, da kamen ein paar Dinge zusammen", versucht sich Piastri in einer Erklärung. "Offensichtlich waren die Reifen noch kalt, und ich habe am Kurvenausgang den Kerb mitgenommen - das geht auf meine Kappe."

"Aber ich hatte auch mehr Leistung, als ich erwartet hatte. Schon davor passierten ein paar seltsame Dinge, die sich dann, glaube ich, gerade wieder normalisierten. Aber genau in dem Moment, als ich abflog, kam mehr Power, als ich vermutet hatte. Es war natürlich ein enttäuschendes Ende."

"Ich wollte heute natürlich ein gutes Rennen zeigen, deshalb ist es einfach extrem schade", so der Australier.

"Für Oscar ist das bei seinem Heimrennen natürlich extrem enttäuschend", weiß McLaren-Geschäftsführer Zak Brown. "Ich bin mir sicher, dass ihm das noch eine Weile wehtun wird, aber diese Jungs wissen, wie man so etwas schnell wegsteckt. Sicherlich nicht der Start, den man sich wünscht, aber er wird wieder zurückkommen."

Piastris fünfter Startplatz blieb leer.

Warum konnte Nico Hülkenberg nicht starten?

Auch der elfte Startplatz des Deutschen blieb leer, allerdings war das bei ihm technischen Problemen geschuldet. Hülkenberg wurde mit seinem neuen Audi R26 auf der Runde in die Startaufstellung plötzlich langsam und rollte aus. Sein Auto blieb einige Meter hinter dem Grid liegen und musste in die Boxengasse geschoben werden.

Von daher wurde er angewiesen, dass er das Rennen von der Boxengasse aus angehen muss. Doch dazu kam es nicht: Sein Auto blieb in der Garage stehen, sodass letzten Endes nur 20 Fahrer den Grand Prix in Angriff nahmen.

War der Start so chaotisch wie erwartet?

Ansichtssache. Zumindest gab es keine Kollisionen, sodass alle gestarteten Fahrer auch die erste Runde überstanden. Allerdings gab es im Feld einige Verschiebungen. Gewinner des Starts waren die Ferraris: Charles Leclerc rauschte von Startplatz vier noch vor der ersten Kurve auf eins nach vorne und lieferte sich in den ersten Runden starke Duelle mit George Russell mit mehreren Führungswechseln. Und auch Lewis Hamilton kam von sieben auf drei vor.

Großer Verlierer war Andrea Kimi Antonelli, der aus der ersten Startreihe gestartet war, aber zunächst bis auf Rang sieben zurückfiel.

Wie weit kam Aston Martin?

Das große Sorgenkind der Formel 1 kam für viele weiter als erwartet. Fernando Alonso überraschte mit einem guten Start und lag phasenweise sogar in den Top 10, bevor er sukzessive zurückgereicht wurde. Nach 14 Runden hatte das Abenteuer für ihn ein Ende: "Wir haben ein Problem", funkte sein Team und holte den Spanier an die Box.

Wenige Minuten später fuhr Alonso aber noch einmal für einige Runden aus der Garage.

Sein Teamkollege Lance Stroll schaffte immerhin 36 Runden und damit deutlich mehr als die Hälfte der Grand-Prix-Distanz, bevor auch er sein Auto in der Box abstellen musste. Aber: Auch der Kanadier fuhr nach einiger Zeit noch einmal wieder auf die Strecke.

Motorsport-Total.com

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