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"Müssen sauberer werden" Zwischenzeitlich sah es für Mick Schumacher sogar richtig gut aus
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"Müssen sauberer werden?: Mick Schumacher nach P17 selbstkritisch

Mick Schumacher erklärt den Verbremser und die Strafe in Elkhart Lake - Und weiß selbst: Die Wochenenden müssen von jetzt an sauberer werden

Beim IndyCar-Rennen auf der Road America blieb Mick Schumacher unter seinen Möglichkeiten. Nach einem turbulenten Verlauf inklusive einer Doppelstrafe und eines heftigen Verbremsers zeigt sich der Deutsche selbstkritisch und hadert mit den folgenschweren Ereignissen in der Boxengasse sowie den anhaltenden Problemen, ein Wochenende konstant fehlerfrei zu gestalten.

"Ich denke, wir waren am Anfang gar nicht so schlecht unterwegs", ordnet Schumacher den Beginn des Rennens ein. Das Team habe eine zusätzliche Runde vor dem ersten Stopp herausgeholt, was genau dem Plan auf harten Reifen entsprochen habe.

"Leider war das mit der Gelbphase, die dann herauskam, in gewisser Weise umsonst, weil wir nicht regulär stoppen konnten und einen Notfall-Stopp einlegen mussten." Schumacher war von der klassischen "Danger Zone" bei Boxenstopps erwischt worden, wenn eine Gelbphase genau in das Boxenfenster fällt.

Konfusion um das IndyCar-Regelwerk

Dieser "Emergency Service" zog eine Kette von Ereignissen nach sich, die Schumachers Rennen maßgeblich zerstörte. "Ich glaube, es gab einige Verwirrung um die Regeln und diese Dinge. Wir haben den Notstopp eingelegt und ich habe eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bekommen, sodass wir ganz nach hinten strafversetzt wurden", berichtet der RLL-Honda-Pilot.

Die Situation wurde im Anschluss noch unübersichtlicher, weil die Strafe verhängt wurde, bevor die Boxengasse öffnete: "Die Boxengasse öffnete sich und wir kamen rein, aber anscheinend war das nicht erlaubt - und das steht so wirklich nirgendwo im Regelbuch. Wir müssen das also noch ein bisschen mehr aufklären."

Dass er mit diesem Problem nicht allein war, dient als schwacher Trost: "Ganassi hatte mit Scott Dixon genau dasselbe. Das war unglücklich auf dieser Seite."

Letztlich glich sich das Glück wieder aus, als der zweite reguläre Boxenstopp auf dem Programm stand und Schumacher diesmal vor der Gelbphase stoppte - anders als der Großteil des Feldes. So war er beim anschließenden Restart plötzlich Zehnter und hatte die große Chance, endlich ein Top-10-Ergebnis einzufahren.

Kalte Bremsen führen zum folgenschweren Verbremser

Doch dann folgte der Verbremser beim Angriff auf Romain Grosjean, bei dem sich Schumacher die Reifen eckig bremste und daher erneut an die Box kommen musste. Den Fehler führt er auf ein technisches Phänomen zurück:

"Der Verbremser kam von einer kalten Bremse. Es war verdammt schwer, diese Bremsen im richtigen Arbeitsfenster zu halten, und ich konnte einfach nichts tun." Beim Tritt auf das Pedal hätten die Reifen sofort blockiert. "Das müssen wir ebenfalls noch etwas besser verstehen."

Am Ende reichte es nach einem späten Ein-Runden-Sprint immerhin noch für Platz 17. Damit verbesserte sich der Deutsche in der Meisterschaft um eine Position auf den 24. Gesamtrang (102 Punkte).

Trotz der Probleme sieht der Rookie fahrerisch Lichtblicke, fordert aber gleichzeitig mehr Konstanz auch von sich selbst: "Die Pace war insgesamt nicht allzu schlecht. Es gibt eine klare Trennung zwischen den Top-Jungs, dem Mittelfeld und den Fahrern, die heute etwas zu kämpfen hatten."

"Ich denke, wir haben uns eher im Mittelfeld wiedergefunden. Wir müssen einfach unsere Wochenenden ein bisschen sauberer bekommen und auf etwas einfachere Rennen hoffen."

Der Ursprung des Übels: Das nächste Q1-Aus am Samstag

Die größte Enttäuschung des Wochenendes war aber wahrscheinlich das Qualifying von Mick Schumacher. Nach starken Trainings wurde er Letzter seiner Gruppe, auch seinen Teamkollegen erging es in der anderen Gruppe nicht wesentlich besser.

"Leider war das Qualifying nicht großartig", gestand Schumacher bereits am Samstag sichtlich geknickt. "Wir hatten hier und da ein paar Probleme. Es war einfach nicht der sauberste Run, es war einfach schwierig."

Die schlechte Ausgangsposition brachte ihn von vornherein im Feld in die Defensive: "Es ist nicht ideal, so weit hinten zu starten, denn das haben wir in diesem Jahr schon zu oft gemacht. Ich hatte gehofft, dass wir auf einer Strecke wie dieser, die ich wirklich mag, und nach den starken Trainingszeiten, weiter vorne stehen würden."

Für den Sprung in das nächste Segment fehle dem Team aktuell die Fehlertoleranz, so der Deutsche: "Es sieht einfach so aus, als müssten wir in jeder einzelnen Kurve perfekt sein, um überhaupt nur minimal weiterzukommen. Es gibt hier nicht viel Spielraum."

Zumindest bleibt die Erkenntnis, dass Mick Schumacher in Elkhart Lake deutlich stärker aufgestellt war als auf den Stadtkursen zu Beginn der Saison. Mit dem Mid-Ohio Sports Car Course steht nun eine weitere klassische US-Rennstrecke an, auf der er auf den Fortschritten aufbauen kann.

Auch sorgte er für eine spektakuläre Showeinlage im Warm-Up, als er einen spektakulären Drift in Kurve 4 hinlegte. Die Szene fand in den sozialen Medien einiges an Anklang bei den Fans.

Motorsport-Total.com

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