MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Protest von McLaren und Red Bull Die Teams von Oscar Piastri und Isack Hadjar protestieren gegen das Gasly-Urteil
Getty Images AsiaPac

Offiziell: Protest gegen Rücknahme der Gasly-Strafe

McLaren und Red Bull haben ihre Absicht umgesetzt, Einspruch gegen die Aufhebung der Strafe für Alpine-Pilot Pierre Gasly beim Monaco-Grand-Prix einzulegen

Im Nachgang zum diesjährigen Grand Prix von Monaco haben die Rennkommissare der FIA am vergangenen Freitag den dritten Platz von Pierre Gasly reaktiviert, nachdem dem Alpine-Piloten ursprünglich zwei Zeitstrafen (jeweils fünf Sekunden) wegen zweier separater Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse auferlegt worden waren.

Auf Basis von Beweismaterial, das dem Formula One Management (FOM) vorgelegt wurde, hat man eine Diskrepanz bei der Messung der Geschwindigkeiten in der Einfahrt zur einzigartigen Boxengasse von Monaco festgestellt. Diese Diskrepanz hatte dazu geführt, dass Gasly und vier weitere Fahrer zu Unrecht bestraft worden waren.

Doch während die Strafe(n) für Gasly zurückgenommen wurden und der Alpine-Pilot damit seinen auf der Strecke eingefahrenen dritten Platz zurückbekommen hat, hatten andere Fahrer ihre Zeitstrafen bereits während des Rennens verbüßt.

Das wiederum löste bei Teams wie McLaren und Red Bull Unglauben über die beispiellose Entscheidung der FIA-Rennkommissare aus. Beide Teams kündigten nach dem Urteil an, Berufung einzulegen. Und beide haben dies nun offenbar in die Tat umgesetzt, indem sie ein tatsächliches Berufungsverfahren eingeleitet haben. Nachfolgend der Wortlaut des McLaren-Statements vom Dienstag:

"McLaren Racing kann bestätigen, beim Internationalen Berufungsgericht der FIA offiziell eine Berufungserklärung bezüglich der folgenden Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Grand Prix von Monaco 2026 eingereicht zu haben: Stewards-Dokument 99, überarbeitetes Dokument zum endgültigen Rennergebnis 100, überarbeitetes Dokument zu den WM-Punkten 101."

"Wir respektieren zwar die gerichtlichen Verfahren der FIA und die Rolle der Rennkommissare voll und ganz, sind jedoch der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen hinsichtlich der sportlichen Fairness, der Einheitlichkeit der Regeln und der Integrität des Wettbewerbs aufwirft. Während des gesamten Grand-Prix-Wochenendes von Monaco - wie an jedem Rennwochenende - handelten alle Teams gemäß den Regeln und den etablierten Standardpraktiken hinsichtlich der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse, wie sie zu diesem Zeitpunkt galten."

"Die Teilnehmer passten ihre Abläufe entsprechend an und akzeptierten und verbüßten, wo erforderlich, die gemäß diesen Vorschriften verhängten Strafen. Unserer Ansicht nach führt die anschließende Aufhebung der Strafen zu einer Situation, in der einige Teilnehmer benachteiligt werden, weil sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Rennkommissare gehalten haben. Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr, sportliche Ungerechtigkeit zu schaffen und das Vertrauen in die einheitliche Anwendung des Sportlichen Reglements der FIA zu untergraben."

"Unsere Entscheidung, Berufung einzulegen, richtet sich nicht gegen einen bestimmten Wettbewerber. Vielmehr spiegelt sie unsere Überzeugung wider, dass die Rennserie von Vorschriften profitiert, die konsequent, transparent und fair auf alle Teilnehmer angewendet werden. McLaren ist weiterhin bestrebt, konstruktiv mit der FIA, der Formel 1 und den Mitbewerbern zusammenzuarbeiten, um die Integrität des Sports zu schützen und das Vertrauen in dessen Regelwerk aufrechtzuerhalten."

Red Bull hat sich bislang noch nicht zu seinem eigenen Vorgehen geäußert, doch nach Informationen unser Kollegen von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, hat das Team ebenfalls Einspruch eingelegt, nachdem Isack Hadjar den zunächst ihm zugesprochenen dritten Platz doch wieder an Gasly verloren hat.

Und: Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte am Sonntagabend in Barcelona, sein Team werde sein eigenes Überprüfungsrecht gegen die Entscheidung zu Gasly geltend machen. Seitdem hat man die erforderlichen Unterlagen eingereicht, aber ist noch unklar, ob der Antrag von Mercedes zulässig ist. Das Team wartet derzeit auf weitere Rückmeldung seitens der FIA.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Monaco: Qualifying

Antonelli holt Monaco-Pole!

So lief das Qualifying in Monte Carlo: Max Verstappen griff nach Platz 1, Lewis Hamilton mischte voll mit - aber am Ende setzte sich wieder Kimi Antonelli durch

Der brandneue Audi Nuvolari teilt offenbar seine Basis mit dem Lamborghini Temerario: Genau daraus könnte das nächste GT3-Auto von Audi entstehen

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

GP von Monaco: 2. Fr. Training

Ferrari wieder doppelt vorn

Ferrari belegte wie im ersten Training die ersten beiden Plätze, während Mercedes nicht über die Positionen vier und fünf hinauskam - Frühes Aus für Lando Norris

Hyperpole 24h Le Mans 2026

Caddy-Bestzeit gestrichen - BMW auf Pole!

Jack Aitken verliert die Hyperpole bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 wegen Boxenvergehen - LMDh in der Startaufstellung vorn - Aston-Pole in LMGT3