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"Rechtliche Mittel ausschöpfen" Die Ukraine liegt mit der FIA bezüglich Russland im Clinch
circuitpics.de (KI-Montage)

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"

Die Ukraine hat ihre Beschwerde gegen die Entscheidung der FIA, die Sperre für russische Sportler bei internationalen Veranstaltungen aufzuheben, weiter verschärft und das Berufungsgericht des Weltverbandes kontaktiert - nur wenige Tage nachdem man beim FIA-Ethikrat eine dringende Untersuchung angefordert hatte.

Der ukrainische Automobilverband FAU betont, dass die Aufhebung der Sperre für Russland gleichzeitig effektiv dafür sorgen würde, dass der Ukraine sowie einigen Partnerländern Einschränkungen auferlegt werden.

"Dies betrifft jene Länder, die eine Teilnahme an Wettbewerben untersagt haben, bei denen die nationalen Symbole des Aggressorstaates zur Schau gestellt werden", heißt es in einem Statement von Verbandspräsident Oleksandr Feldman.

In der Erklärung heißt es zudem weiter, dass seit dem Einmarsch Russlands in das Land 23 ukrainische Motorsportler und Funktionäre getötet wurden und dass der Krieg "den Motorsport gelähmt und die Bewegungsfreiheit im ganzen Land stark eingeschränkt hat".

Die Kritik des FAU stützt sich grundlegend auf die Tatsache, dass die Russian Automobile Federation (RAF) nach Angaben der Ukrainer Büros in von Russland besetzten Regionen der Ukraine eröffnet hat und betreibt - konkret auf der Krim, in der Stadt Sewastopol sowie in den Oblasten Donezk und Saporischschja.

Diese werden von den Vereinten Nationen als souveränes ukrainisches Territorium anerkannt. Da allerdings laut FIA-Statuten nur ein Automobilverband pro Land zugelassen ist, wäre dies nicht zulässig.

"Dies ist ein eklatanter Verstoß der Russian Automobile Federation gegen die FIA-Statuten und den Internationalen Sportkodex, an die sie wie jede FIA-Mitgliedsorganisation gebunden ist", betont Feldman.

Weiter: "Man kann nicht durch Drohnen und Raketen zur maßgeblichen nationalen Sportbehörde werden. Wir fordern die FIA auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Verstößen ein Ende zu setzen und die Russian Automobile Federation für ihr Handeln zu sanktionieren."

Der Verband betont zudem, dass der Leiter der RAF, Boris Rotenberg, "direkt internationalen Sanktionen unterliegt, die von den USA, Großbritannien, der EU und anderen verbündeten Jurisdiktionen als Reaktion auf die Aggression gegen die Ukraine verhängt wurden".

Feldman betont: "Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Integrität des Motorsportsystems gemäß den FIA-Statuten wiederherzustellen."

Die FIA hatte Anfang August die 2022 verhängte Sperre gegen russische und weißrussische Sportler wieder aufgehoben. Sie dürfen wieder uneingeschränkt unter eigener Flagge an Wettbewerben teilnehmen und nationale Symbole tragen. Auch das Abspielen der Hymne wurde wieder gestattet.

Einzig Wettbewerbe auf russischem und weißrussischem Boden bleiben aktuell verboten.

Motorsport-Total.com

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