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MotoGP 2026: Aprilia Marco Bezzecchi und Jorge Martin mit der RS-GP26 für die neue Saison
Aprilia Racing

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison

Als drittes MotoGP-Team nach Pramac und VR46 hat Aprilia an diesem Donnerstag in den Sky-Studios in Mailand (Italien) offiziell die neue RS-GP26 sowie die Fahrerbesetzung für die kommende MotoGP-Saison 2026 vorgestellt.

Mit Marco Bezzecchi und Jorge Martin geht das Werksteam aus Noale mit derselben Fahrerpaarung wie im Vorjahr an den Start und setzt nach der erfolgreichsten MotoGP-Saison der Teamgeschichte auf Kontinuität und eine weitere Steigerung.

Der "Leone" als Symbol für Aprilias Anspruch

Optisches Highlight des Launches war die neue 2026er-Lackierung, die die klassischen Aprilia-Farben beibehält, aber mit einem neuen Symbol aufwartet: dem geflügelten Löwen.

Der "Leone Alato", historisches Wahrzeichen Venedigs und Sinnbild für Stärke, Mut und Entschlossenheit, soll die Identität von Aprilia unterstreichen. Er steht nicht nur für die enge Verbindung zur Region rund um Noale, sondern auch für den sportlichen Anspruch des Teams, sich dauerhaft an der Spitze der MotoGP zu etablieren.

2025 die beste Saison der Aprilia-Geschichte

Sportlich baut Aprilia auf einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 auf. Statistisch war es die erfolgreichste Saison in der MotoGP-Historie des italienischen Herstellers. Das Werksteam beendete die Saison als Zweiter der Konstrukteurs-WM mit 418 Punkten und kam damit erstmals über der 400-Punkte-Marke.

Mit Bezzecchi erreichte man Platz drei der Fahrer-WM (353 Punkte), was dem besten Einzelresultat eines Aprilia-Piloten in der MotoGP entsprach. Insgesamt wurden 19 Podestplätze, darunter 3 Sprint- und 4 Grand-Prix-Siege, und 5 Poles erzielt.

Zudem feierte Aprilia auf Phillip Island seinen 300. Sieg in der WM (später ausgebaut auf 302), womit es der erfolgreichste europäische Hersteller der WM-Geschichte ist.

Ambitionen 2026: Den nächsten Schritt machen

Die Zielsetzung für 2026 ist klar formuliert: Die Messlatte liegt über 2025. Aprilia will die RS-GP26 nicht nur als konkurrenzfähiges Bike etablieren, sondern als dauerhafte Sieganwärterin, wie Geschäftsführer Massimo Rivola erklärt.

"Wir kommen aus einem soliden Jahr 2025, das uns auf ein hohes Wettbewerbsniveau gebracht hat. Jetzt wollen wir bei jedem Rennen kämpfen. Mit Marco knüpfen wir an das starke Saisonfinale an, mit Jorge beginnt ein intensiver Aufbauprozess. Die RS-GP26 ist ein Motorrad, an das wir glauben - genauso wie an die Fahrer."

RS-GP26: Evolution am Ende eines Regelzyklus

Technisch markiert die RS-GP26 einen entscheidenden Punkt in der MotoGP-Entwicklung. Sie ist die letzte Evolutionsstufe des aktuellen Reglements mit 1000-ccm-Motoren, extremen Aerodynamik-Konzepten und Ride-Height-Devices, bevor diese mit Inkrafttreten der neuen Regeln ab 2027 verboten sein werden.

Aprilia hat die RS-GP26 in allen Bereichen weiterentwickelt: verfeinerte Aerodynamik, überarbeitete Fahrwerksgeometrie, optimierte Elektronik, umfangreiche Weiterentwicklung des V4-Motors in allen nicht eingefrorenen Bereichen.

Unter der Leitung von Fabiano Sterlacchini, seit der vergangenen Saison technischer Direktor, entstand laut Team die schnellste Aprilia-MotoGP-Maschine aller Zeiten.

Bezzecchi als Maßstab, Martin vor Neustart

Bezzecchi geht nach seiner starken Debütsaison mit Aprilia als klare Referenz ins neue Jahr: "Der Saisonabschluss 2025 war sehr positiv, das gibt uns Vertrauen. Ich kann es kaum erwarten, wieder zu fahren. Das Ziel ist, sofort gut zu starten."

Für Martin steht 2026 im Zeichen des Neuanfangs. Er war in der vergangenen Saison immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden. "Nach den Erfahrungen, die wir letztes Jahr gemacht haben, und den letzten sehr wichtigen Tests in Valencia ist es nun unser Ziel, gemeinsam weiter zu wachsen", sagt er.

"Es wird am Anfang viel Arbeit, aber wir wissen sehr gut, wo wir uns verbessern müssen. Es wird ein Jahr, in dem ich wieder um die Spitzenplätze kämpfen und gewinnen möchte. Sobald ich körperlich bei 100 Prozent bin, sind wir bereit."

Unterstützt wird das Werksteam weiterhin von Lorenzo Savadori als Test- und Entwicklungspilot. Zudem spielt das Kundenteam Trackhouse mit Raul Fernandez und Ai Ogura eine zentrale Rolle als strategischer Entwicklungspartner. Es wird seine Farben für 2026 in einer eigenen Präsentation am 21. Januar vorstellen.

Motorsport-Total.com

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