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Nahost-Konflikt - Katar-GP Wenn nicht im April, könnte die Motorrad-WM 2026 trotzdem in Katar fahren
Motorsport Images

Nahost-Konflikt: MotoGP plant Verschiebung statt Absage des Katar-GP

Anders als für die Formel 1 plant Liberty Media für die Motorrad-WM angesichts des Konflikts am Persischen Golf keine Komplettabsage ihres Nahost-Rennens im April

Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten, ausgelöst Ende Februar durch den Militärangriff von Israel und den USA auf den Iran, hat auch Auswirkungen auf die Motorrad-Weltmeisterschaft. Der Grand Prix von Katar in Lusail, im MotoGP-Kalender 2026 eigentlich geplant für das Wochenende 11./12. April, soll nach aktuellem Stand der Dinge aber nicht komplett abgesagt werden, sondern stattdessen später in der Saison stattfinden.

Laut Informationen unserer Kollegen von Motorsport.com Spanien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, ist das derzeit wahrscheinlichste Szenario, dass der Katar-Grand-Prix für die drei Klassen der Motorrad-WM auf das Wochenende 7./8. November verschoben wird.

Wird die Verschiebung bestätigt, womit für die kommenden Tagen zu rechnen ist, hätte dies Auswirkungen auf zwei weitere Renntermine. Mit neuem Termin am 8. November würde der Grand Prix von Katar einen außereuropäischen Triple-Header im letzten Teil der Saison abschließen, nämlich als back-to-back-to-back mit dem Grand Prix von Australien (25. Oktober) und dem Grand Prix von Malaysia (1. November).

Diejenigen zwei Rennen, die von einer Katar-Verschiebung direkt betroffen wären und ebenfalls verschoben werden müssten, sind der Grand Prix von Portugal und der als Saisonfinale geplante Grand Prix von Valencia. Aktuell ist der Portugal-Grand-Prix in Portimao für 14./15. November geplant, der Valencia-Grand-Prix für 21./22. November. Wird Katar wie angedacht verschoben, dann werden auch diese beiden Rennen verschoben.

Als wahrscheinlichstes Szenario gilt derzeit, dass in Portimao erst am 21./22. November gefahren wird und in Valencia erst am 28./29. November. Somit würde sich die MotoGP-Saison 2026 zeitlich um eine Woche verlängern, würde damit aber die ursprünglich geplanten 22 Grands Prix allesamt behalten.

Der traditionelle MotoGP-Test in Valencia, der bereits als Vorbereitung auf 2027 dient, würde sich in diesem Szenario ebenfalls um eine Woche verschieben, und zwar aller Voraussicht nach auf Dienstag, den 1. Dezember.

MotoGP Sports Entertainment, der im vergangenen Jahr von Liberty Media übernommene MotoGP-Promoter (vormals Dorna), versucht mit der Verschiebung des Katar-Grand-Prix vom April in den November eine komplette Absage zu vermeiden, da eine Komplettabsage weitere Komplikationen nach sich ziehen würde.

Mit Blick auf den Formel-1-Kalender steht Liberty Media vor einer ähnlichen Herausforderung. In diesem Fall betrifft es die ursprünglich für April geplanten Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien. Anders als im MotoGP-Kalender ist in der Formel 1 aber eine Absage beider Rennen wahrscheinlich. Die offizielle Bestätigung könnte noch an diesem Wochenende erfolgen. Der TV-Sender Sky hat die Absage für Bahrain und Saudi-Arabien bereits am Freitag vermeldet.

Motorsport-Total.com

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