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Zanardi: "Ich bin glücklich!"

Ex-Williams-Pilot Alex Zanardi in einem bemerkenswerten Interview über seinen verheerenden CART-Unfall und das Leben danach...

Michael Trawniczek

"Stehe mit beiden Füssen fest auf dem Boden"

Alex Zanardi hat dem italienischen Motorsportmagazin "Autosprint" ein bemerkenswertes Interview gegeben, das Gespräch ist auch in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Motorsport aktuell" nachzulesen.

Der Ex-Williams-Pilot hatte bei einem scheußlichen CART-Unfall am deutschen Euro-Speedway beide Beine verloren. Nach 120 Stunden im Koma und 14 chirurgischen Eingriffen spricht Zanardi sieben Wochen später über sein Leben danach:

"Ich bin glücklich. Ich habe die erste Hürde geschafft, aber ich habe noch einen weiten Weg vor mir. Ich will mit Hilfe von Prothesen wieder laufen können."

Zanardi über den Unfall: "Es war ein Rennunfall. Klar, ich hatte Pech. Aber nicht mehr oder weniger, wie jemand, der auf der Autobahn im Nebel abgeschossen wird."

Trotz seiner schwierigen Situation ist der Blick des Italieners nach vorne gerichtet: "Mein Projekt Nummer 1 ist, mit meinem Freund Dr. Costa daran zu arbeiten, dass ich möglichst schnell wieder meinen Sohn auf den Schultern tragen kann."

Was Zanardi gar nicht gebrauchen kann, ist Mitleid: "Auf der Strasse ist es schwierig, den mitleidigen Blicken der Leute standhalten zu können."

"Meine Botschaft an alle, die mich gern haben: Ich brauche euer Mitleid nicht. Ich bin glücklich, überlebt zu haben. Ich möchte heute lieber einen Klaps auf die Schulter, als in angespannte und besorgte Gesichter schauen zu müssen."

Der zweifache CART-Champion, der in der Formel 1 aus verschiedenen Gründen nie sein wahres Talent zeigen konnte, hat in seinem Leben noch nie seinen (schwarzen) Humor verloren, auch jetzt nicht:

"Der Unfall gehört der Vergangenheit an. Ich bin Realist, der, wenn du mir den Ausdruck erlaubst, mit beiden Füssen fest auf dem Boden steht..."

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