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Ralf Schumacher im Gespräch

Der Weltmeister-Bruder verrät, warum er die vielen PR-Termine "nervig" findet und welche Chancen er sich auf den Titel ausrechnet...

Michale Trawniczek

"Ich will lieber ins Auto - und endlich fahren!"

Ralf Schumacher hat ein schweres Leben - die vielen PR-Termine, die vielen Kameras... Auch eine Teampräsentation bildet da keine Ausnahme - im Interview mit der deutschen "Bild am Sonntag" gibt der Deutsche unverhohlen zu, was er von Anlässen dieser Art hält:

"Das sind solche Termine, auf die ich einfach keine Lust habe. Dann für den Fotografen lachen, dann in die Kamera, dann nochmal alles von vorne. Ich finde das nervig. Ich will lieber ins Auto – und endlich fahren."

Selbstverständlich ist in besagtem Interview auch Williams-Rivale Montoya ein Thema, das Verhältnis der beiden wäre kollegenhaft, aber: "Um ein starkes Gespann darzustellen, muss man nicht befreundet sein. Vielleicht wäre das sogar hinderlich."

Schumi II glaubt daran, gemeinsam mit Montoya das stärkste Fahrer-Pärchen im GP-Zirkus zu bilden. Die Frage, warum der Kolumbianer als härterer Gegner für seinen Bruder Michael dargestellt wird als er selber, schmeckt Schumacher gar
nicht:

"Das ist doch jedes Jahr das gleiche. Es heißt immer, wirklich jeden Winter, dass mein Teamkollege stärker ist als ich. Ich glaube, 2001 war ich in zehn Qualifyings der schnellere von uns beiden. Das sagt doch einiges."

Um den Deutschen nicht völlig zu vergrämen, wird schnell das Thema gewechselt - vom neuen Williams-BMW FW24 zeigt sich der Schumi jr. beeindruckt:

"Ich merke, dass die Maschine stärker geworden ist. Das ist so, als ob man heute einen Corsa fährt und morgen einen dicken BMW. Na gut, vielleicht nicht ganz so extrem. Aber der neue Wagen fühlt sich wirklich gut an."

Knochentrocken wird Ralf Schumacher wieder, wenn er auf den möglichen WM-Titel angesprochen wird:"Möglich ist das. Aber ob am Ende alles passt, weiß natürlich keiner. Wir müssen jetzt erstmal testen, dann wissen wir mehr."

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