MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Webber: Überrundung als Kunst

F1-Debütant Mark Webber wurde von Minardi in die "hohe Kunst des Überrundetwerdens" eingeweiht und auf das "Leben am Ende des Feldes" vorbereitet...

Michael Trawniczek

Die Überrundung als wesentlicher Bestandteil der Strategie...

Formel 1-Newcomer Mark Webber fiebert dem WM-Auftakt entgegen - der Australier wird seinen ersten Grand Prix in seiner Heimat bestreiten. Zehn Tage vor dem GP in Melbourne verschafft Webber der F1-Welt Einblick in die Strategien der "roten Laterne" Minardi - am hinteren Ende des Feldes zählen andere Faktoren...

Der Australier verrät, dass für "sein" Team Minardi bei einem GP die relative Position zu den Führenden ein wesentlicher Faktor für die Boxenstopp-Strategie sei. Für den letztjährigen Formel 3000-Vizemeister ist das Leben am Ende des Feldes ungewohnt. Doch die Truppe seines Freundes Paul Stoddart gab Webber zumindest theoretischen "Unterricht" in der "Kunst des Überrundetwerdens".

Mark Webber erzählt: "Ich sprach mit dem Team über die Boxenstopp-Strategie und sie sagten:'Mark, du musst wissen, dass wir manchmal unsere Strategie kurzfristig ändern. Wir müssen herausfinden, zu welchem Zeitpunkt die anderen Autos an die Box kommen und wann sie uns überrunden werden'. Ich frage mich nur, wie ich das in meinem Kopf hineinbekommen werde..."

Der erste australische F1-Pilot seit David Brabham 1994 präzisiert: "Bisher war ich daran gewöhnt, in den ersten zwei oder drei Startreihen zu stehen - von so weit hinten zu starten, ist etwas völlig anderes. Da kommt es darauf an, nicht zu viel Zeit zu verlieren, wenn man überrundet wird."

Ein "Spagat" zwischen den eigenen Interessen und denen der Überrundenden will gemeistert werden: "Du musst mit den Leadern kooperieren, denn du könntest ihnen das Rennen zerstören. Aber klarerweise versucht man auch, sein eigenes Rennen so gut wie möglich zu fahren. Das wird also sehr interessant."

Minardi absolviert heute (Dienstag) in Misano einen letzten Test mit dem KL Minardi-Asiatech PS02. Der neue Bolide stimmte die Crew bei den vorangegangenen Tests zuversichtlich. Trotzdem fehlten Webber mindestens zwei Sekunden pro Runde auf die jeweilige Pace. In Melbourne würde dies bedeuten, dass der Australier bei seinem "Heimspiel" nach rund zwei Dritteln der Renndistanz seine Lernerfolge im Gegenstand "Überrundungskunst" unter Beweis stellen könnte...

(c) Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen