MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sicherheit für Kopf und Nacken

Der Kopf- und Nackenschutz HANS könnte eventuell schon ab der kommenden Saison Einzug in die Formel 1-Cockpits halten.

Eva Braunrath

Ein neues Sicherheitssystem für zusätzlichen Schutz der Piloten soll voraussichtlich ab der Saison 2003 verbindlich für die Formel 1 vorgeschrieben werden. HANS, so die Bezeichnung des umstrittenen Teils, steht für Head and Neck Safety und soll, wie der Name schon sagt, die Kopf- und Nackenpartie der Piloten stützen und somit das Verletzungsrisiko bei Unfällen mindern.

Das System, das bereits in der vergangenen Saison von etlichen Formel 1-Fahrern getestet worden war, war damals jedoch nicht gerade auf positiven Widerhall gestoßen. Die Nackenstütze sei unbequem, so der einhellige Kommentar der Tester. Sie würde die Bewegungsfreiheit im Nackenbereich einschränken und sei somit eher ein ablenkendes Hindernis denn eine willkommene Sicherheitsmaßnahme.

In der amerikanischen Champ Car-Serie wird HANS bereits erfolgreich eingesetzt, auf dem Oval stellt die Stütze allerdings naturgemäß weniger Behinderung für den Fahrer dar als auf den Straßenkursen sowie in den engen Cockpits der Formel 1.

Bevor HANS jedoch auch in der Königsklasse des Motorsports Einzug hält, wird den Teams noch genügend Zeit zum Testen eingeräumt. Laut FIA wird die Nackenstütze erst dann verpflichtend vorgeschrieben, wenn "keinem Piloten aus dem Gebrauch der Vorrichtung eine Benachteiligung erwächst". Zusätzlich muss mit DaimlerChrysler eine Lizenz-Vereinbarung getroffen werden, um das Sicherheitssystem in sämtlichen internationalen Motorsportklassen verwenden zu dürfen. Sollte die neue Regelung durchgesetzt werden, so wird HANS ab 2003 auch in der Formel 3000 seinen Dienst tun.

(c) Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.