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Die letzte Saison von David Coulthard?

Lange gab sich der Schotte David Coulthard optimistisch, was seine Zukunft angeht. Doch nun spricht auch er von der Möglichkeit eines Rücktritts.

David Coulthard wurde am 27. März 1971 in einer kleinen schottischen Stadt namens Twynholm geboren. Die Stadt hat ungefähr 280 Einwohner und gilt damit als eine typische schottische Kleinstadt. Eine Kneipe, ein Hotel, ein paar Straßen und ein paar kleine Läden. Und seit dem F1-Debüt des David Coulthard im Jahre 1994 bei Williams-Renault hat Twynholm auch einen F1-Piloten hervorgebracht.

Über einen Weltmeistertitel durften sich die Bürger des schottischen Städtchens allerdings noch nie freuen: Denn obwohl David mit Williams und McLaren nur für zwei Spitzenteams fuhr, gelang ihm in seiner F1-Zeit nie der ganz große Wurf.

Dennoch ist der sympathische Schotte, der bei Partnern und Sponsoren vor allem aufgrund seines Gentleman-Auftretens und der perfekten PR-Arbeit beliebt ist, der erfolgreichste aktive GP-Sieger hinter dem alles überschattenden Michael Schumacher, welcher nicht nur im Regen von Spa-Francorchamps einmal die Wege des Lowlanders kreuzte...

In der nächsten Saison könnte dieses Klingenkreuzen allerdings ausbleiben. Denn während bei McLaren Mercedes nach der Verpflichtung von Juan Pablo Montoya kein Platz mehr für den langjährigen Wegbegleiter ist, sieht es auch anderweitig sehr schlecht für DC aus: Jaguar sucht nach einem Käufer, Minardi und Jordan sind für ihn eigentlich keine Optionen und British American Racing hofft noch auf Button.

„Nichts hält für immer, besonders nicht in diesem Sport“, nimmt David seine Situation philosophisch. „Tief in mir bin ich noch nicht bereit aufzuhören, aber ich werde es akzeptieren, wenn es denn meine Bestimmung sein sollte.“

„Ich bin kein F1-Pensionär und ich möchte nicht zurücktreten“, gibt sich Coulthard in einer schottischen Tageszeitung kämpferisch. „Aber wenn ich keinen Vertrag unterzeichnen sollte, dann werde ich wohl müssen...“

Coulthards letzte Rettung könnte die geplante Drei-Auto-Regel sein, wenn im kommenden Jahr weniger als zehn Teams an den Start gehen. Denn dann könnte der Schotte vielleicht doch noch bei seinem langjährigen Arbeitgeber McLaren Mercedes verweilen und dort das dritte Auto besetzen. Dies wäre jedoch ein Schlag ins Gesicht des Österreichers Alexander Wurz…

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