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Ferrari-Doppelbestzeit beim Teststart in Monza

Michael Schumacher hat in Monza heute nicht seinen Rücktritt erklärt, sondern beim ersten Testtag nach der Sommerpause die Bestzeit in den Asphalt gebrannt.

Nach der Sommertestpause war es heute endlich wieder so weit – es ist wieder Testing Time in der Formel 1. Und so zog es auch alle zehn Formel 1-Teams nach Monza, während in Fiorano die fleißige Scuderia Ferrari mit Luca Badoer Reifentests für Bridgestone erledigte.

Monza: 10 Teams, 18 Piloten!

Ein Rücktrittserklärung des neuerdings siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher haben aufgeregte Medien befürchtet oder gar erhofft – doch stattdessen gab es in Monza beim ersten Testtag nach der Sommerpause eine „ganz normale“ Schumacher-Bestzeit zu vermelden. Alle zehn Teams waren bei sonnigen 26 Grad Celsius Lufttemperatur sowie bis zu 37 Grad Asphalttemperatur am Werk, 18 Piloten drehten ihre Runden.

Am Wochenende war Schumacher nach eigenen Angaben verwirrt, weil Kimi Raikkonen das Rennen und er die Weltmeisterschaft gewonnen hatte – am heutigen Testtag herrschte wieder die altbekannte Klarheit. 1:20, 187 Minuten lautete die Bestmarke des Weltmeisters, 77 Runden hat er heute gedreht. Rubens Barrichello war nur um weniger als eine Zehntelsekunde langsamer als Schumacher – der Drittplatzierte BAR-Tester Anthony Davidson lag abgeschlagen mit rund neun Zehntel zurück, die altbekannte Ferrari-Dominanz sorgte für Vertrautheit.

Die Scuderia Ferrari hat dabei neue Motorenteile getestet, doch das Hauptaugenmerk lag bei allen Teilnehmern bei den Reifen. Schumacher probierte Quali-Runden mit wenig Sprit im Tank, Barrichello übte sich in Rennsimulationen. Barrichello hatte demnach also einen starken Tag...

Auf einer Rennsimulation war auch Anthony Davidson unterwegs – mit 111 Runden war der Brite auch der fleißigste Pilot des Tages, er war rund vier Zehntel schneller als sein BAR-Teamkollege, Einsatzpilot Takuma Sato.

Seinen letzten großen Test für BMW-Williams absolvierte Juan Pablo Montoya – nach 90 Umläufen belegte der Kolumbianer Rang 5 der Zeitenliste. Stallkollege Antonio Pizzonia, der auch in Monza im Williams sitzen wird, belegte Platz 9.

Auf Platz 6 Fernando Alonso im Renault. Die Franzosen konzentrierten sich auf die Bremsabnützung, es gab keinerlei Probleme in diesem Bereich zu verzeichnen. Wie auch bei den anderen Teams kam eine Low-Downforce-Aerodynamik-Konfiguration zum Einsatz. Jarno Trulli hatte nach 65 Runden einen Rückstand von 2,2 Sekunden zu verzeichnen und reihte sich auf Platz 12 ein.

Hinter Alonso platzierte sich Christian Klien im Jaguar, der Hohenemser absolvierte 59 Runden. Teamkollege Mark Webber konnte nach 82 Runden nur Platz 14 belegen und war rund eine halbe Sekunde langsamer als Klien.

McLaren-Mercedes war mit David Coulthard und Alex Wurz vor Ort – der bestplatzierte Silberpfeil, jener von Coulthard, nur auf Platz 8, nach 101 Runden. Wurz wurde 13. Die beiden Toyota von Olivier Panis und Tester Ryan Briscoe, der sich von seinem Spa-Crash wieder bestens erholt hatte, belegten die Plätze 11 und 15.

Sauber konzentrierte sich heute mit Giancarlo Fisichella auf den Einsatz des Low Downforce-Aeropakets und auf Reifentests für Bridgestone, die dabei gewonnenen Daten sollen laut Renningenieur Giampaolo Dall’Ara morgen bei Longruns gegengeprüft werden. Er fügte hinzu: „Monza belastet die Bremsen, weshalb wir morgen auch Bremstests unternehmen werden.“

Ebenfalls vor Ort waren die Schmalspurbudgetteams von Jordan und Minardi, wobei Giorgio Pantano der schnellste Low Budget-Mann war und mit einem Rückstand von 3,2 Sekunden Platz 16 belegen konnte. Minardi war mit Gianmaria Bruni und Testpilot Bas Leinders am Werk, wie zu erwarten bildeten sie die Schlusslichter auf dem Zeitenmonitor.

Testzeiten Monza:
1 Schumacher Ferrari 1:20.187/ 77
2 Barrichello Ferrari 1:20.240/ 90
3 Davidson BAR 1:21.049/ 111
4 Sato BAR 1:21.485/ 94
5 Montoya Williams 1:21.654/ 90
6 FAlonso Renault 1:21.702/ 110
7 Klien Jaguar 1:21.752/ 59
8 Coulthard McLaren 1:21.823/ 101
9 Pizzonia Williams 1:21.856/ 80
10 Fisichella Sauber 1:22.013/ 90
11 Panis Toyota 1:22.100/ 87
12 Trulli Renault 1:22.300/ 65
13 Wurz McLaren 1:22.379/ 93
14 Webber Jaguar 1:22.381/ 82
15 Briscoe Toyota 1:22.764/ 52
16 Pantano Jordan 1:23.399/ 77
17 Bruni Minardi 1:23.449/ 29
18 Leinders Minardi- 1:24.441/ 34

Fiorano: Einsame Runden für Badoer

Die Scuderia Ferrari war auch in Fiorano am Arbeiten. Testpilot Luca Badoer drehte 137 Runden, davon 28 auf dem kleinen Kurs. Seine Bestmarke lautete 0:57, 340 Minuten. Auf dem Programm standen Reifentests mit dem F2004.

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