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Fluch oder Segen?

Jaguar hat sich aus der F1 verabschiedet, Jordan steht vor dem Bankrott, 2005 könnten die Top-Teams dazu verpflichtet werden, drei Autos einzusetzen.

Die Angst vor einer großen Formel 1 Krise ist allgegenwärtig. Seit der Ford Konzern am vergangenen Freitag den Rückzug seiner Marken Jaguar und Cosworth bekannt gegeben hat, zittern auch Minardi und Jordan einer ungewissen Zukunft entgegen. Schlimmstenfalls könnten dann nur noch sieben Rennställe statt der aktuellen zehn an den Start gehen.

Für F1-Boss Bernie Ecclestone ist der Ausstieg von Ford hingegen kein Beinbruch: „Es tut mir leid, denn wir hätten sie nicht verlieren müssen, aber es könnte sogar ein Vorteil daraus entstehen“, so der F1-Zampano. „Es gibt Vorkehrungen, dass die Top-Teams nun drei Autos einsetzen müssen und das würde uns 20 konkurrenzfähige Boliden im nächsten Jahr verschaffen.“

Entsprechend würde Ecclestone „lieber drei Ferrari, McLaren oder Williams“ fahren sehen als „einen Jaguar der gegen einen Jordan und einen Minardi kämpft“. Dass diese drei Teams aber tatsächlich noch auf der Strecke gegeneinander kämpfen, während drei Ferraris wohl ohne jeglichen Dreikampf weit vor den drei Williams und den drei McLaren ihre Kreise ziehen würden, unterschlägt Ecclestone vorsichtshalber.

Für Ex-Champion Niki Lauda wäre ein komplett rotes Siegerpodest hingegen eine Katastrophe. „Das wäre fatal“, ergänzt auch F1-Heimkehrer Jacques Villeneuve. „Dann hätten die großen Teams einen noch größeren Vorsprung und die kleinen würden ganz sterben. Ich fände es besser, wenn die großen Teams die kleineren unterstützen und Motoren liefern würden. Die Formel 1 muss bunt bleiben.“

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