MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Fisico" bleibt ein weiteres Jahr bei Renault

Das Renault-Team hat den Vertrag mit dem 33jährigen Giancarlo Fisichella für die Dauer von einem weiteren Jahr verlängert.

Nach dem Abgang von Weltmeister Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes nimmt die Gestaltung des zukünftigen Renault-Fahrerteams nun langsam Formen an: Das französische Werksteam hat heute bekannt gegeben, dass der Vertrag von Giancarlo Fisichella, der ansonsten zum Saisonende ausgelaufen wäre, bis Ende 2007 verlängert wurde.

Renault entschied sich damit für die sicherste der verfügbaren Varianten, denn der 33-Jährige gilt als feste und vor allem bekannte Größe, während es mit einem großen Risiko verbunden gewesen wäre, beide Fahrer auszutauschen. So wird man Fisichella neben - so viel steht bereits fest - einem der beiden schnellen Formel-1-Finnen an den Start schicken: Medienberichten zufolge soll entweder Heikki Kovalainen oder Kimi Räikkönen sein Teamkollege werden.

"Es ist sehr wichtig für mich, meine Zukunft so früh wie möglich zu kennen", erklärte der Italiener. "Ich freue mich, auch nächstes Jahr für Renault fahren zu dürfen, und ich werde Gelegenheit haben, die Früchte der harten Arbeit der vergangenen zwei Jahre zu ernten. Ich möchte mich beim Renault-Team und der Renault-Gruppe für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken. Die klare Vision für die Zukunft bedeutet, dass ich mich hundertprozentig auf die aktuellen Aufgaben konzentrieren kann: wieder die Konstrukteurs-WM zu gewinnen und die Fahrer-WM so weit vorne wie möglich zu beenden."

Briatore "extrem erfreut"

"Extrem erfreut" zeigte sich auch Teamchef Flavio Briatore: "Giancarlo war 2005 ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs und konnte sich 2006 beträchtlich steigern. Wir glauben, dass er das für 2007 noch einmal schaffen kann. Für Renault ist Kontinuität wichtig, und Giancarlos Integration ins Team ist jetzt perfekt. Außerdem ist seine Erfahrung aus unseren beiden WM-Kampagnen besonders wertvoll. Wir haben große Ziele für kommende Saison - und Giancarlo ist fähig genug, diese umzusetzen", so der 56-Jährige.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Renault 2007 mit der Paarung Fisichella/Kovalainen an den Start gehen, wobei Kovalainen einen vergleichbaren Speed wie Alonso und Fisichella die nötige Routine einbringen soll. Allerdings spekuliert Fisichella natürlich darauf, nach zwei Jahren im Schatten eines schnelleren Teamkollegen endlich selbst den Durchbruch zu schaffen, schließlich galt er lange als einer der am meisten unterschätzten Formel-1-Piloten im Feld.

Für seine Weiterverpflichtung soll sich teamintern vor allem Chefingenieur Pat Symonds stark gemacht haben, denn der Brite kennt Fisichella schon aus dessen Benetton-Zeiten (1998 bis 2001). Anfang 2005 stieß Fisichella ein zweites Mal zum Team aus Enstone, nachdem er zuvor seine früheren Differenzen mit Briatore aus der Welt geschafft hatte. Heute gilt er bei Renault als solide Nummer zwei, die jedoch unter den richtigen Umständen durchaus aufblühen könnte.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Rallycross-ÖM Melk: Bericht

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit spannenden Rennen auf dem Wachauring startete die neue Saison der Rallycross-Staatsmeisterschaft. Die Siege gingen an die Stars der FIA-Zentraleuropa-Meisterschaft. Bei den großen Tourenwagen konnten die Österreicher mit den Plätzen 1–3 zurückschlagen.

Winward-AMG-Pilot Maro Engel gewinnt das Sonntagsrennen der DTM auf dem Red-Bull-Ring und beendet damit einen langjährigen Mercedes-Fluch in Österreich

Marko jetzt RB Ring Botschafter

Helmut Marko erklärt fehlenden "Max-Faktor"

Helmut Marko kennt Max Verstappen besser als fast jeder andere - Und er weiß genau, warum er mit dem aktuellen Red Bull nicht den Unterschied machen kann

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1