MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Neues aus der "Königsklasse"

Niki Lauda: "Yuji Ide sollte man Lizenz entziehen!" | Laut Ferrari-Technikchef Ross Brawn werden die neuen Getriebe ohne Zugkraft-Unterbrechung überbewertet.

Rennleitung verwarnt Super Aguri-Pilot Yuji Ide - Lauda empört

Super Aguri F1 Team-Pilot Yuji Ide ist im Anschluss an den Großen Preis von San Marino in Imola von der Rennleitung verwarnt worden. Der Japaner hatte in der ersten Runde versucht, in der Villeneuve-Schikane an Christijan Albers vorbeizugehen, traf den Holländer dabei am Hinterreifen, worauf sich dieser mehrfach überschlug.

Beide Fahrer wurden zur Rennleitung zitiert und sprachen Albers von aller Schuld frei und verwarnten stattdessen Ide: "Der Teilnehmer wurde auf die mögliche Auswirkung erinnert, die eine zweite Zurechtweisung nach sich ziehen kann", heißt es in einer Mitteilung der Rennleitung.

Der Formel-1-Neuling war nicht nur an diesem Rennwochenende mehrfach durch Dreher aufgefallen. Viele andere Fahrer haben den 31-Jährigen wegen seiner unumsichtigen Fahrweise kritisiert. Der Rookie steht auch unter Beobachtung durch das Team, das ihm vorzeitig den Laufpass geben könnte.

Niki Lauda forderte empört gegenüber RTL: "So einem darf man keine Superlizenz geben!" Zu dem Unfall meinte Lauda: "Er stellte sich wirklich dumm an."

Brawn: "Neue Getriebe werden überbewertet!"

Auch wenn Ferrari selbst an einem Getriebe bastelt, welches ohne Unterbrechung der Zugkraft geschaltet werden kann, so sieht darin Technikchef Ross Brawn keine unmittelbar wichtige Entwicklung. Die oftmals kolportierten 0,4 Sekunden, welches das System auf eine Runde bringen soll, sind für ihn zu hoch angesetzt.

"Es scheint ja ein beliebtes Thema zu sein, aber soviel ich weiß, hat Renault ein solches System nicht und wir ebenfalls nicht", so Brawn. "Ich würde sagen, die 0,4 Sekunden sind etwas zu optimistisch." Daher würde andere Entwicklungen eine höhere Priorität genießen.

"Die neue Hinterradaufhängung zum Beispiel erforderte ein neues Getriebegehäuse. Das hatte dann höhere Priorität", so der Engländer, der betonte, dass ein neues Getriebe immer auch Probleme mit sich bringen kann. "Eine Schwierigkeit ist die Instabilität, die ein Gangwechsel im Motor erzeugen kann, wenn man das nicht gut managt. Man kann den Motor dabei in gefährliche Schwingungen versetzen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rallycross-ÖM Melk: Bericht

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit spannenden Rennen auf dem Wachauring startete die neue Saison der Rallycross-Staatsmeisterschaft. Die Siege gingen an die Stars der FIA-Zentraleuropa-Meisterschaft. Bei den großen Tourenwagen konnten die Österreicher mit den Plätzen 1–3 zurückschlagen.

Winward-AMG-Pilot Maro Engel gewinnt das Sonntagsrennen der DTM auf dem Red-Bull-Ring und beendet damit einen langjährigen Mercedes-Fluch in Österreich

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will

Der Große Preis der Türkei steht bereits ab der Saison 2027 wieder im Kalender - Möglich macht das Comeback eine bevorstehende Rotation von Spa und Barcelona