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Neues aus der „Königsklasse“

V8-Motoren als "Überholkiller"

Ursprünglich waren viele Experten davon ausgegangen, dass die V8-Motoren Überholmanöver in der Formel 1 erleichtern werden, da die Geschwindigkeiten auf den Geraden langsamer geworden sind, man also längere Zeit im Windschatten fahren kann. Zudem sollten die weicheren Reifen dabei helfen.

Doch in diesem Jahr wird nicht mehr überholt, was auch eine Folge der V8-Motoren ist - nicht nur der immer empfindlich werdenden Aerodynamik. Die kompaktere Bauweise der V8-Motoren führt dazu, dass die Designer mehr Platz im Heckbereich der Autos haben, der natürlich dazu genutzt wurde, mehr Abtrieb zu finden - vor allem im Bereich des Unterbodens. Das wiederum führt dazu, dass die Autos beim Fahren in Turbulenzen des Vordermanns an Abtrieb verlieren und dadurch nicht dicht genug auffahren können.

Auch der von der FIA vorgeschlagene zweigeteilte CDG-Flügel wird das Überholproblem kaum in den Griff bekommen. Die GPMA hat den Flügel mittlerweile ebenfalls untersucht und ist zum gegenteiligen Ergebnis gekommen - durch den Flügel würde das Überholen nur noch mehr erschwert.

Fremdchassis schon ab 2007?

Die Diskussion über die Möglichkeit, in Zukunft nicht nur Motoren und Getriebe von anderen Teams zu kaufen und einzusetzen, sondern auch Chassis, ist derzeit wieder aktuell. Bisher muss jedes Team sein Chassis selbst entwickeln und herstellen. Nur über Schlupflöcher im Reglement lässt sich das umgehen, so in diesem Jahr geschehen bei der Scuderia Toro Rosso, die das letztjährige R·B·R-Chassis verwendet, oder Super Aguri, das ein altes Arrows-Chassis verwendet, ein Team also, das gar nicht mehr in der Formel 1 aktiv ist.

Der Manager des japanischen Rennstalls, Daniele Audetto, lässt derzeit eine entsprechende Petition unterschreiben. Teamchef Aguri Suzuki möchte 2007 ein Chassis von Honda einsetzen, doch dazu bräuchte er die Unterschrift aller Teamchefs. Bisher stellt sich laut msa McLaren-Teamchef Ron Dennis quer, der wenig begeistert ist, kommendes Jahr gegen vier Honda-Autos antreten zu müssen. Er fordert einen Passus, dass ein Kundenchassis mindestens ein Jahr alt sein muss.

Watkins Glen möchte Montoya

Am 12. August steigt in Watkins Glen ein Rennen zur NASCAR Busch Series, und die Veranstalter malen sich schon aus, wie toll es wäre, wenn Juan-Pablo Montoya bereits in einem der Autos sitzen würde.

Streckenchef Craig Rust jedenfalls rührt schon einmal die Werbetrommel. "Als die Ankündigung über den Wechsel von Montoya in die NASCAR getätigt wurde, dachten wir, was gäbe es für einen besseren Ort für ihn als hier in Glen", erklärte er. "Wir hoffen, dass Juan-Pablo hier sein NASCAR-Debüt geben wird."

Zwar wäre ein Rundkurs ein guter Einstieg für den Kolumbianer, doch der 12. August erscheint zeitlich zu knapp. Testfahrten müssten zuvor angesetzt sein, zudem steht eine Einigung mit McLaren-Mercedes noch aus...

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