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Max Mosley als Ritter der Privaten?

FIA-Präsident Max Mosley möchte künftig die Einnahmen aus dem TV-Kuchen nur noch an Privatteams auszahlen. Die Hersteller sollen leer ausgehen.

Max Mosley scheint seine Rolle als FIA-Präsident immer mehr als moderner Robin Hood auszuüben: Angeblich hat der Brite vor, die in der Formel 1 engagierten Automobilhersteller komplett vom Einnahmenkuchen auszuschließen und stattdessen nur noch die unabhängigen Teams zu bezahlen - als Maßnahme für langfristige Stabilität des Grand-Prix-Sports.

Gegenüber dem Evening Standard bestätigte Mosley dieses Vorhaben. Dass er sich damit innerhalb der Herstellervereinigung GPMA keine Freunde macht, liegt auf der Hand, schließlich war gerade die Verteilung der Einnahmen immer einer der größten Streitpunkte zwischen der GPMA auf der einen und der FIA und Bernie Ecclestone auf der anderen Seite. Nun, da ein Kompromiss absehbar war, scheinen sich die Fronten diesbezüglich wieder zu verhärten.

Mosley findet, dass die Hersteller die Kosten in den vergangenen Jahren selbst in die Höhe getrieben haben und dafür nun auch geradestehen müssen, indem sie ab 2008 auf ihre Anteile aus dem Einnahmentopf verzichten sollen. Davon ausgenommen wären natürlich all jene, die das neue Concorde Agreement sofort unterschreiben und sich die gegenüber der Jetzt-Situation sogar verbesserten Konditionen sichern.

In diesem Zusammenhang gewinnen auch die Aussagen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo an Bedeutung, wonach Ferrari ein Privat- und kein Werksteam sei - der Italiener bestand bei der Präsentation des 248 F1 auf dieser Darstellung. Ansonsten gibt es in der Formel 1 derzeit außer Williams und Super Aguri keine echten Privatteams mehr. Red Bull Racing, die Scuderia Toro Rosso und MF1 Racing werden von Unternehmen außerhalb der Automobilbranche kontrolliert.

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