MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Prodrive mit Fremdchassis?

David Richards hält an seinem Vorhaben fest, 2008 mit gekauften Motoren und Chassis an den Start zu gehen und hofft auf Unterstützung der Teams.

David Richards hat es mit seiner Firma Prodrive geschafft und vom Automobilweltverband FIA den Zuschlag für den heiß umkämpften zwölften Formel-1-Startplatz für die Formel-1-Saison 2008 erhalten. Das ist auch jenes Jahr, in dem ein neues Concorde-Agreement in Kraft tritt, dessen Inhalte derzeit immer noch diskutiert werden.

Der Brite kämpft darum, in Zukunft nicht nur den Verkauf von Motoren und Getrieben zwischen den Teams zu gestatten, sondern auch ganze Chassis kaufen zu dürfen. Das entspricht bisher nicht dem Regelwerk der Formel 1. In der "Königsklasse des Motorsports" ist es verbindlich, dass jedes Team sein Chassis selbst herstellt - doch das aktuelle Concorde Agreement läuft bekanntlich Ende 2007 aus.

Lediglich mittels Tricks kann man derzeit – wie etwa die Scuderia Toro Rosso mit dem letztjährigen R·B·R-Modell – mit modifizierten Fremdchassis an den Start gehen. Auch Super Aguri fuhr bis zum Rennen in Frankreich mit einem alten Arrows-Chassis - allerdings legal, da der Rennstall nicht mehr in der Formel 1 am Start ist.

"Ich schaue mich nicht nur nach dem Motor um. Ich versuche, komplette Autos zu bekommen", so Richards gegenüber Autosprint. "Da ich von der Tatsache überzeugt bin, dass diese Idee eine Zukunft hat, habe ich bei verschiedenen Konstrukteuren nachgefragt, inklusive Ferrari. Sie haben mich richtig verstanden. Ich habe Ferrari gefragt, ob ich ihr komplettes Auto kaufen kann - Chassis, Motor und alles - und ich habe auch andere gefragt. Ich ging zum Beispiel auch zu Renault und BMW."

In den Augen des 54jährigen sei es für die Formel 1 gut, mehr gleichwertige Autos am Start zu haben, weil man dann ein größeres Paket mit gleichschnellen Autos haben würde: "Und man hätte auch den Vorteil, dass man vor allem dank des Reifenmonopols in der Lage ist, verschiedene Setup- und Aerodynamik-Lösungen miteinander zu vergleichen, ohne sich auf tausende Teststunden im Winter verlassen zu müssen."

Das wiederum würde Kosten sparen und würde es ermöglichen, mehr Rennen pro Saison auszutragen: "Man könnte junge Fahrer testen, die dann in das A-Team befördert werden könnten. Und es gibt auch Marketing-Aspekte. Ich denke an einen Ferrari und ein identisches Auto, das umbenannt wird, sagen wir in Maserati. Oder zwei Renault und zwei Nissan, oder zwei McLaren-Mercedes und zwei McLaren-Smart. Wäre das nicht fantastisch?"

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Sensation am Freitag in Miami: Andrea Kimi Antonelli stellt den Mercedes auf Sprint-Pole, schlägt die McLaren-Stars und Weltmeister Max Verstappen

Zwischen Fortschritt und Nostalgie

Die V10-Debatte aus Fahrersicht

Die Gespräche über eine Rückkehr der Formel 1 zu V10-Motoren ebben nicht ab - Für einige Fahrer geht es dabei vor allem um leichtere und agilere Rennwagen

DTM-Rennen Oschersleben 2

Güven feiert seinen ersten DTM-Sieg

Ayhancan Güven feiert im spannenden Strategie-Poker in Oschersleben den ersten DTM-Sieg vor Mercedes-Pilot Jules Gounon & Manthey-Teamkollege Thomas Preining

Rechbergrennen: Bericht

Der Rechberg lebt…und bebt

Der Rechberg lebt…und bebt…auch bei der 51. Auflage. Kevin Petit und Reto Meisel sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord und Höchstleistungen im Almenland.

ÖMVC-Präsident Ing. Robert Krickl veranstaltete Testtag

Oldtimer Rallye Akademie zum Saisonauftakt

Als Warm-up für die kommende Saison wurde wieder zur Oldtimer Rallye Akademie gerufen. Theorie und Praxis standen am 26. April in Brunn am Gebirge gleichermaßen im Fokus.