MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Ich genieße das Leben"

Sebastian Vettel gilt für viele als legitimer Nachfolger von Michael Schumacher, er selbst sieht sich nicht als Ersatz des mehrfachen F1-Champs.

Deutschlands Formel-1-Legende Michael Schumacher hat Lenkrad und Helm an den Nagel gehängt und die erfolgsverwöhnte Öffentlichkeit sucht nach einem neuen deutschen Helden.

Für viele scheint er gefunden: BMW Sauber F1 Testfahrer Sebastian Vettel hat im vergangenen Jahr auf Anhieb mit seinen Trainingsbestzeiten auf sich aufmerksam gemacht und wird schon als rechtmäßiger Schumacher-Nachfolger gehandelt.

Der 19-Jährige selbst möchte sich in diese Rolle allerdings nur ungern einfügen: "Die Medien können natürlich sagen 'Okay, Vettel, du musst Michael Schumacher ersetzen', aber meiner Meinung nach ist das völlig lächerlich", erklärte Vettel, der in der kommenden Saison neben seinen F1-Test-Einsätzen in der Renault World Series fahren wird.

"Was Michael für den Sport getan hat, ist unglaublich", fuhr er fort, "In Deutschland ist Formel 1 gleichbedeutend mit Michael Schumacher. Deshalb kann man niemanden mit ihm vergleichen." Persönlich fühle er sich auch nicht unter Druck: "Ich muss nicht die Hoffnungen von irgendjemandem erfüllen. Ich konzentriere mich auf meine Sachen und habe Spaß dabei."

Und deshalb setzt er sich 2007 nicht nur hinter das Steuer des BMW Sauber F1.07, sondern bestreitet für Carlin Motorsport auch Rennen in der World Series by Renault: "Für mich ist der Wettkampf wichtig, mich mit anderen auf der Strecke zu messen, mich zu qualifizieren und Rennen fahren zu können."

Seine Formel-1-Erfahrung könne ihm dabei Vorteile bringen, und Erfolge in der World Series wiederum seiner Karriere weiterhelfen, hofft Vettel - die Chance auf ein festes Cockpit in der Formel 1 nicht ausgeschlossen.

Spaß haben will der 19-Jährige auch in seiner Freizeit, ebenfalls ohne den Druck, die große deutsche Motorsporthoffnung zu sein: "Ich mache gern etwas einfach ganz spontan und betreibe auch viel Sport. Ich treffe mich gern mit meinen Freunden, spiele Fußball und gehe auch ganz gern mal abends aus. Ich genieße einfach das Leben!"

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?