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Formel1 2011 ohne Toyota?

Das immer wiederkehrende Gespenst des Einheitsmotors könnte Toyota dazu veranlassen 2011 aus der F1 auszusteigen.

Die Drohung im Zuge der Diskussion um Einheitsmotoren in der Formel 1 war klar und deutlich: "Sollte der Einheitsmotor kommen, steigen wir aus", hatte Toyota-Motorsport-Chef Tadashi Yamashina erklärt. Und er meint es scheinbar sehr ernst. Im Hintergrund laufen bei den Japanern nach Informationen des Magazinsauto motor und sport schon jetzt Diskussionen über die Fortführung des Formel-1-Projekts - und zwar sogar unabhängig von der Einführung eines Standard-Aggregats in der Königsklasse.

Die Konzernchefs haben das Budget für das Formel-1-Abenteuer bis 2010 genehmigt. Was anschließend passiert, steht womöglich noch in den Sternen. Sicher ist: Die Mission von Toyota ist noch nicht beendet. Man war angetreten, um in der Formel 1 zu weltmeisterlichen Ehren zu kommen. Ob das bis Ende 2010 gelingen wird, ist mehr als fraglich. Fakt ist aber ebenso: Auch in Le Mans hat Toyota noch eine Rechnung offen.

"Wir würden gern wieder nach Le Mans gehen", wurde Yamashina zitiert. "Die endgültige Entscheidung für Le Mans hängt am Budget. Unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass wir Formel 1 und Le Mans gleichzeitig machen. Es läuft auf ein Entweder-Oder hinaus." Im Hintergrund wird schon an einer Verschiebung der finanziellen Mittel in Richtung Langstrecken-Engagement gearbeitet. Erste Testfahrten mit einem Hybrid-Dome-Prototypen fanden im Juli in Tokachi statt.

Natürlich widerstrebt es der stolzen Seele der Japaner, sich vor Erledigung eines Auftrages zurückzuziehen. Aber zum Hintergrund muss man wissen, dass der Klassiker in Le Mans in Japan einen deutlich höheren Stellenwert genießt als im deutschsprachigen Raum. Für viele Motorsportfans in Japan ist das 24-Stunden-Rennen an der Sarthe immer noch das größte Rennen der Welt. Die letzten Toyota-Auftritte mit dem GT-One 1998 und 1999 waren von nur durchschnittlichem Erfolg.

In Le Mans kann man zumindest bei den heimischen Fans viele Image-Punkte sammeln, während sich die Formel 1 dagegen seit Jahren als Faß ohne Boden darstellt. Der Auftritt einer großen Delegation von Toyota-Technikern (samt Kameras) im Juni in Le Mans unterstreicht das Interesse, ebenso die Gespräche mit Veranstalter ACO im Rahmen des ALMS-Laufes in Detroit.

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