MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Donington nur ein Druckmittel?

Bernie Ecclestone erklärte, dass er mit Donington wegen der Abhaltung des England-GP verhandeln würde - nur ein Druckmittel gegen Silverstone?

Michael Noir Trawniczek

"Das kann ja wohl nur ein Scherz sein!", "Donington ist viel zu schmal für heutige Formel 1-Autos...", "Die Zufahrt ist noch schlimmer als in Silverstone...", "Das ist nur ein Druckmittel gegen Silverstone" - so reagiert ein britischer Times-Leser auf die jüngste Aussage des selbst erklärten Formel 1-Mafioso Bernie Ecclestone. Der 79-jährige Brite hat gegenüber seiner Stammzeitung erklärt, er würde mit Donington über die künftige Abhaltung des britischen Grand Prix verhandeln.

Der Hintergrund: Der Vertrag mit Silverstone läuft Ende 2009 aus. In Donington wurde zuletzt 1993 ein Formel 1-Grand Prix abgehalten. Gar so schmal ist der nunmehr 4,023 Kilometer lange Kurs allerdings nicht, gewisse Passagen müssten eventuell entsprechend modernisiert werden (siehe Bild ganz oben). Das hügelige Layout der Strecke ist aber nicht uninteressant - und: es handelt sich um eine der ältesten permanenten Rennstrecken in Europa. Völlig unmöglich erscheint die Abhaltung eines Formel 1-Grand Prix daher nicht. Was den Veranstaltern sicher blühen würde: Sie müssten in punkto Boxenanlage die (ab)gehobenen Ansprüche der "Königsklasse" erfüllen.

Ecclestone erklärte: "Ich stehe schon seit geraumer Zeit in Verhandlungen. Ob wir uns letztendlich mit Donington oder wieder mit Silverstone einigen werden, das weiß ich nicht. Donington hat gesagt, dass sie alles bauen werden, was wir wollen. Ob sie das Geld haben? Das wird nur die Zeit uns zeigen."

Bernie Ecclestone setzt seine Verhandlungspartner wieder einmal gezielt unter Druck, er arbeitet mit den Hoffnungen eines Zweitkandidaten und spielt damit die beiden britischen Veranstalter geschickt gegeneinander aus. Den Zuschlag erhält, wer die Hosen am weitesten runter lässt.

"Wir arbeiten nicht wie die Mafia, wir sind die Mafia", hat Ecclestone einmal gesagt. Ecclestone verspricht großen Gewinn. Allerdings muss dieser Gewinn groß genug sein, um es sich leisten zu können, von Bernie Ecclestone ein bisschen "über den Tisch gezogen" zu werden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Der Große Preis der Türkei steht bereits ab der Saison 2027 wieder im Kalender - Möglich macht das Comeback eine bevorstehende Rotation von Spa und Barcelona

Winward-AMG-Pilot Maro Engel gewinnt das Sonntagsrennen der DTM auf dem Red-Bull-Ring und beendet damit einen langjährigen Mercedes-Fluch in Österreich

Rallycross-ÖM Melk: Bericht

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit spannenden Rennen auf dem Wachauring startete die neue Saison der Rallycross-Staatsmeisterschaft. Die Siege gingen an die Stars der FIA-Zentraleuropa-Meisterschaft. Bei den großen Tourenwagen konnten die Österreicher mit den Plätzen 1–3 zurückschlagen.

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach