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"In höchstem Maße erniedrigend"

Die Anwälte von FIA-Präsident Max Mosley sprechen davon, dass ihr Mandant aufgrund der Video-Veröffentlichung "großen Kummer" erlitten habe.

Unseren Kollegen von Autosport sind Gerichtsdokumente in die Hände gefallen, die erstmals enthüllen, wie nahe Max Mosley das Bekanntwerden seiner Sexaffäre gegangen sein muss. Ende März hatte die auflagenstarke Boulevardzeitschrift News of the World aus der Murdoch-Gruppe den Skandal ins Rollen gebracht.

In den Dokumenten, die Mosleys Anwälte mit ihrer Klage wegen Verletzung der Privatsphäre des FIA-Präsidenten beim Gericht in London eingereicht haben, heißt es, dass der Mandant unter "großem Kummer" und "Verlegenheit" gelitten habe, als die Sache publik wurde. Es handle sich bei dem fünfstündigen Sexvideo mit fünf Prostituierten in Militäruniformen um "sehr persönliches Material", das nie an die Öffentlichkeit hätte gelangen dürfen.

Wörtlich heißt es: "Die Enthüllung der intimsten sexuellen Fantasien des Antragstellers war in höchstem Maße erniedrigend und äußerst erschütternd für seine Familie. Das Material hätte nie veröffentlicht werden dürfen, schon gar nicht in einer nationalen Zeitung." Ferner wird der angebliche Nazi-Aspekt der Orgie bestritten. News of the World habe diesen als Vorwand gebracht, um eine Rechtfertigung für die Veröffentlichung zu haben.

Außerdem geht aus den Dokumenten hervor, dass Mosley sehr hoch angesetzte Schadenersatzforderungen stellen wird, weil er der Ansicht ist, dass News of the World mit der Publicity um die Story eine Menge Geld verdient hat. Allerdings will der umstrittene FIA-Präsident etwaige Kompensationszahlungen nicht in die eigene Tasche stecken, sondern für einen guten Zweck zur Verfügung stellen.

Der Fall soll im Juli in London verhandelt werden. Dabei geht es nicht grundsätzlich um den Sachverhalt der Sexorgie - dieser ist bestätigt und wird von Mosley auch gar nicht bestritten. Entscheiden muss das Gericht vielmehr darüber, ob News of the World ein Recht hatte, die Story zu veröffentlichen, oder ob Mosleys Privatsphäre dadurch verletzt wurde. Außerdem sollen die Nazi-Anschuldigungen geprüft werden.

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