MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Alonso zuverlässig und schnell

Fernando Alonso drehte am vierten Tag in Jerez die schnellste Runde knapp vor Räikkönen. Hamilton mit 2008er-Heckflügel nur Vorletzter.

Mit der ersten Bestmarke von Fernando Alonso im neuen Renault R29 endete der vierte von fünf Testtagen im südspanischen Jerez de la Frontera. Der Lokalmatador hatte heute ein bisschen Glück mit den Wetterbedingungen und setzte sich dank einer Zeit von 1:19.945 Minuten an die Spitze des Klassements.

Alonso fuhr am Vormittag einen schnellen Run mit mehreren Topzeiten am Stück und stellte somit unter Beweis, dass es sich bei der Leistungssteigerung in dieser Woche nicht um eine Eintagsfliege handelt. An das überragende Pensum von 152 Runden am Dienstag kam er zwar nicht mehr heran, aber mit 130 Umläufen stimmte auch die Zuverlässigkeit. Außerdem war der Ex-Weltmeister nicht zuletzt dank eines neuen Frontflügels heute der einzige Fahrer unter 1:20 Minuten.

Als einziger Konkurrent konnte Kimi Räikkönen (Ferrari/105 Runden) halbwegs mit Alonso mithalten - der "Iceman" büßte 0,305 Sekunden auf die Spitze ein. Das Ferrari-Team arbeitete unter anderem an Temperaturtests, um ein Überhitzen von Komponenten im Ernstfall zu verhindern. Abkühlung ganz anderer Art kam jedoch am frühen Nachmittag, als es vorübergehend zu regnen anfing, was eine Zeitenjagd effektiv zunichte machte.

Gut eine halbe Sekunde Rückstand auf Alonso hatten Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/99 Runden) und Jarno Trulli (Toyota/131 Runden): Heidfeld verursachte am frühen Morgen die erste und einzige rote Flagge der Session, während bei Toyota die Boxenstoppübungen fortgesetzt wurden. Mark Webber im Red-Bull-Renault wurde nach 107 Runden mit 0,949 Sekunden Rückstand solider Fünfter unter acht Teilnehmern.

Erst hinter Kazuki Nakajima (6./Williams-Toyota/+ 1,003/83 Runden) folgte Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 1,357) auf dem vorletzten Platz: Der Weltmeister schaffte 70 Runden, obwohl er am Vormittag mit einem brennenden Heck an die Box kam, was einen Motorwechsel erforderlich machte. Seitens der Silberpfeile wurde der Zwischenfall heruntergespielt. Ebenfalls interessant: Im Gegensatz zu gestern war heute wieder der 2008er-Heckflügel dran.

Den achten Platz belegte Adrian Sutil an seinem zweiten vollen Testtag im neuen Force-India-Mercedes VJM02: Der Deutsche absolvierte 79 Runden und war um 1,466 Sekunden langsamer als Alonso. Dass man damit Letzter wird, beweist einmal mehr, wie knapp die Teams in diesem Winter beisammen liegen. Wirklich etwas herauslesen kann man aufgrund der unterschiedlichen Programme aber auch aus den heutigen Zeiten nicht.



Testzeiten Tag 4


Pos  Fahrer           Team                Zeit     Runden
 1.  Alonso        Renault                 1:19.945  129
 2.  Raikkonen     Ferrari                 1:20.250  104
 3.  Heidfeld      BMW Sauber              1:20.520  98
 4.  Trulli        Toyota                  1:20.540  131
 5.  Webber        Red Bull-Renault        1:20.894  107
 6.  Nakajima      Williams-Toyota         1:20.948  83
 7.  Hamilton      McLaren-Mercedes        1:21.302  70
 8.  Sutil         Force India-Mercedes    1:21.411  79

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1-Tests Jerez

Weitere Artikel:

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen

Abrechnung mit Marko & Jos

"Musste ständig Scheiße aufwischen"

Christian Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko und Jos Verstappen ab - Ralf Schumacher kritisiert das scharf: "Man kartet nicht so nach"