MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Ecclestone fordert Überhol-Abkürzungen

Mit einer unkonventionellen Idee, wie man mehr Überhol-Manöver forcieren könnte, sorgt Bernie Ecclestone für hochgezogene Augenbrauen.

Seit Jahren befassen sich die schlauesten Köpfe der Formel 1 mit der Frage, wie man wieder mehr Überholmanöver forcieren könnte. Die Arbeitsgruppe Überholen entwickelte mit Riesenaufwand ein umfangreiches Konzept mit reduziertem Anpressdruck, verstellbarem Frontflügel und dem Energierückgewinnungssystem KERS, doch die Auswirkungen während der Saison 2009 waren minimal.

Bernie Ecclestone geht einen anderen Weg als die Experten: Der 79jährige verirrt sich nicht in den Lehren der Aerodynamik oder anderen wissenschaftlichen Überlegungen, sondern geht an das Thema Überholen ganz pragmatisch heran. Daher unterbreitete er in den vergangenen Wochen Vorschläge, die jedoch allesamt abgelehnt wurden: "Ich denke nicht, dass wir auf diesem Gebiet Fortschritte machen", so Ecclestone in Madonna di Campiglio. "Ich wollte die Teams zu einigen Maßnahmen drängen."

"Ich stelle mir zum Beispiel auf jeder Strecke eine Abkürzung vor, die jeder Fahrer pro Rennen fünfmal verwenden darf", sagt der Brite über seinen unkonventionellen Vorschlag und erklärt: "Dann würde niemand mehr hinter langsameren Autos feststecken. Das wäre auch gut für das Fernsehen." Bereits vor mehreren Jahren war Ross Brawn für diese Idee milde belächelt worden, nun scheint auch Ecclestone damit abzublitzen.

"Die andere Sache, für die ich mich eingesetzt habe, ist", ergänzt der Grand-Prix-Promoter, "dass die Bremsen viel zu effizient geworden sind. In den 70ern und 80ern wurde immer vor den Kurven auf der Bremse überholt. Das passiert heute nicht mehr. Außerdem war es in den 70ern so, dass von den vorderen Sechs von der Halbzeit bis zur Ziellinie mindestens drei Fahrer ausgeschieden sind. Auch das gibt es nicht mehr."

Außerdem ist er mit dem veränderten Punktesystem unzufrieden: "Ich denke, dass wir sehr clever waren, denn das vereinbarte Punktesystem macht im Vergleich zum Vorjahr überhaupt keinen Unterschied – es ist genau gleich! Meine Idee wäre gewesen, den Abstand zwischen dem Ersten und Zweiten und dem Zweiten und Dritten zu vergrößern, um den Anreiz zu erhöhen, für einen Sieg zu überholen", so Ecclestone.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Großbritannien: Qualifying

Mercedes erst im Kiesbett und dann auf Pole!

Während sich George Russell in Q1 im Kiesbett wiederfand, fuhr Kimi Antonelli zur nächsten Pole - Hinter ihm lauern die beiden Ferraris, Enttäuschung bei Verstappen

Zwei heftige Abflüge von Max Verstappen haben die FIA auf den Plan gerufen - Der Automobilweltverband nimmt die rotierenden Heckflügel ins Visier

Preining rechnet mit BoP ab

"Bin kurz davor aufzuhören!"

Porsche-Pilot Thomas Preining geht hart mit der BoP ins Gericht und deutet seinen Rücktritt an: Warum ihn sogar die "Köche aus dem Catering" überholen würden

Adrian Newey über Upgrade & Alonso-Verbleib

Aston-Martin-Upgrade in Ungarn wird "ein großer Schritt"

Adrian Newey hofft auf einen Verbleib von Fernando Alonso bei Aston Martin - doch dafür müsse ihm der richtige Weg aufgezeigt werden. Am besten mit dem Upgrade, das in Ungarn eingesetzt wird und ein "großer Schritt" sein soll...

Bei sommerlichen Temperaturen behält George Russell einen kühlen Kopf und siegt erstmals seit dem Saisonauftakt - Aufholjagd von Max Verstappen reicht nicht