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"Haftstrafe" für Nigel Stepney

Nach drei Jahren verurteilt ein italienisches Gericht den früheren Ferrari-Ingenieur Nigel Stepney zu 20 Monaten Gefängnis bzw. einer Geldstrafe von 600.000 Euro.

Nigel Stepney war eine der entscheidenden Figuren im Spionage-Skandal der Formel-1-Saison 2007. Der damalige Ferrari-Ingenieur hatte geheime Unterlagen an den McLaren-Techniker Mike Coughlan weitergereicht. Das britische Team war aufgrund dieses Vorfalls zu einer Strafzahlung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Dem Team wurden nachträglich alle Punkte in der Konstrukteursmeisterschaft 2007 aberkannt.

Während die FIA den Fall mit aller Konsequenz aufarbeitete, wurde die italienische Justiz ebenfalls tätig. Stepney wurde vor Gericht vorgeworfen, an der Spionageaffäre beteiligt gewesen zu sein. Nicht nur das, man warf dem Briten überdies vor, er habe vor dem Grand Prix von Monaco 2007 ein weißes Pulver in den Tank eines Ferrari geschüttet – Sabotage also.

Das Gericht im italiensichen Sassoulo startete im Mai dieses Jahres endlich den Prozess, nun sprach man das Urteil: Stepney soll für 20 Monate hinter Gitter. Die Richter sahen nach Informationen von reuters eine klare Schuld von Stepney. Die Gefängnisstrafe muss der Brite aber wohl nicht antreten, denn man einigte sich offenbar sofort auf einen Vergleich – 600.000 Euro muss Stepney bezahlen, um weiter auf freiem Fuß bleiben zu können.

Der ehemalige Ferrari-Ingenieur, der von seinem Team sofort nach Bekanntwerden der Affäre entlassen worden war, wurde von der FIA mit einem Arbeitsverbot belegt. Das hielt Stepney jedoch nicht lange von einer Tätigkeit im Motorsport ab. Zuerst engagierte er sich als Technikchef des FIA-GT-Teams Gigawave, aktuell ist er Teamchef beim GT1-WM-Team Sumo Power, das mit zwei Nissan GT-R in der neuen Weltmeisterschaft antritt.

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