MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Jersey City unterbreitet Formel-1-Angebot

Ab 2012 könnte die Formel 1 im Liberty State Park von Jersey City gastieren; Fünfjahresvertrag für ein Nachtrennen trotz Widerstand der Bevölkerung?

Fotos: GK tramrunner229, Ad Meskens

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone versucht schon seit vielen Jahren, seine Rennserie in den USA zu etablieren, doch nach dem Abschied aus Indianapolis ist es dem britischen Organisator noch nicht gelungen, einen Ersatzevent zu finden. Von einem Grand Prix in New York träumt Ecclestone seit einigen Jahren – 2012 könnte sein großer Wunsch in Erfüllung gehen.

Die US-Stadt Jersey City bemüht sich um die Austragung eines Rennens der "Königsklasse" und hat den Verantwortlichen diesbezüglich einen ersten Vorschlag unterbreitet. Dieser sieht die Errichtung einer rund 5,8 Kilometer langen Strecke im Liberty State Park vor, wobei die Veranstalter der Möglichkeit, ein Nachtrennen durchzuführen, aufgeschlossen gegenüberstehen.

Ecclestone könnte damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der 79jährige würde die Formel 1 wieder in die USA zurückbringen – angedacht ist ein Fünfjahresvertrag – und hätte für das Comeback der "Königsklasse" keine geringere Kulisse als die atemberaubende Skyline von Manhattan jenseits des Hudson River. Ein Rennen unter Flutlicht könnte den Event aus Ecclestones Sicht noch abrunden.

Die Rennbewerber locken den Formel-1-Chef jedenfalls schon jetzt mit dem Blick auf Ellis Island und die Freiheitsstatue – die Begeisterung für die "Königsklasse" und den angestrebten Grand Prix hält sich in Jersey City aber offenbar in überschaubaren Grenzen. Stadtrat Steven Fulop ist beispielsweise der Ansicht, dass die für das Rennprojekt veranschlagten Gelder sinnvoller genutzt werden könnten.

"Wenn man etwas für den Park tun möchte, dann sollte die Priorität die Erholung der Anwohner sein. Wir könnten ganz sicher mehr Sportplätze brauchen. Was wir nicht brauchen, ist eine Rennstrecke", meint Fulop. Sam Pesin vom Kuratorium "Friends of Liberty State Park" schließt sich an und sagt im Jersey Journal: "Am Ende nennt man den Liberty State Park noch Liberty Race Track."

Doch davon ist man laut Bürgermeister Jerramiah Healy noch weit entfernt. Man habe der Formel 1 einen ersten Vorschlag unterbreitet – die Initiative sei allerdings von der Rennserie ausgegangen. "Jersey City ist eine der Städte, die sie sich anschauen", so Healy. "Es gab schon einige vorbereitende Gespräche. Wir befinden uns im Prinzip noch immer in der Sondierungsphase."

Dem Stadtoberhaupt ist bewusst, wie es um die öffentliche Meinung in Bezug auf den Grand Prix bestellt ist: "Es besteht die Möglichkeit, dass es sich hierbei um etwas handelt, was nicht im besten Interesse von Jersey City oder dem Liberty State Park liegt", gibt Healy zu Protokoll. Der neue Kurs würde allerdings ganzjährig für verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten zur Verfügung stehen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Rallycross-ÖM Melk: Bericht

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit spannenden Rennen auf dem Wachauring startete die neue Saison der Rallycross-Staatsmeisterschaft. Die Siege gingen an die Stars der FIA-Zentraleuropa-Meisterschaft. Bei den großen Tourenwagen konnten die Österreicher mit den Plätzen 1–3 zurückschlagen.

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will