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Safety-Car-Regeln erneut präzisiert

Nach dem Regelchaos von Valencia hat FIA-Rennleiter Charlie Whiting einige Punkte des Safety-Car-Reglements präzisiert.

Bei einem Treffen von Vertretern aller zwölf Formel-1-Teams mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting wurde gestern das Safety-Car-Reglement präzisiert. Nach den Zwischenfällen von Valencia, wo die Strafen gegen Lewis Hamilton und viele andere Piloten sowie heftige Proteste von Ferrari für heiße Diskussionen gesorgt haben, sah sich die FIA zum Handeln gezwungen.

Ferraris Beschwerde drehte sich vor allem um das späte Aussprechen der Durchfahrstrafe gegen Hamilton, was dem McLaren-Piloten dabei half, vor Strafantritt wegen illegalen Überholens des Safety Cars einen großen Vorsprung herauszufahren. Auf diese Weise behielt Hamilton seinen zweiten Platz. Fernando Alonso hingegen, der brav hinter dem Safety Car geblieben war, fiel im Klassement weit zurück.

Whiting kündigte nun an, dass sich die Rennkommissare künftig sofort mit Fällen dieser Art beschäftigen werden, damit es nicht mehr so lange wie in Valencia dauern kann, bis eine Strafe ausgesprochen wird. Bisher konzentrierte sich die Rennleitung erst darauf, die Gefahrensituation zu klären, beschäftigte sich erst dann mit den Regelverstößen und gab diese gegebenenfalls an die Rennkommissare weiter. Diese sollen von nun an sofort eingeschaltet werden.

Eine weitere Konsequenz von Valencia ist laut auto motor und sport, dass die Safety-Car-Linien nun mit Videokameras überwacht werden, damit Vergehen wie jenes von Hamilton einwandfrei untersucht werden können. Zudem sind die Linien ab sofort mit speziellen Schildern markiert, damit die Fahrer wissen, wo sie aufpassen müssen. Die Ausrede, man habe die Safety-Car-Linie nicht gesehen, sollte damit der Vergangenheit angehören.

Geändert wurde außerdem die minimale Sollzeit, an die sich die Fahrer halten müssen, wenn das Safety Car auf der Strecke ist. Bisher lag diese bei 120 Prozent der schnellsten Rennrunde. Das war in Valencia Alonsos Pech, denn während alle anderen die Sollzeit fahren durften, verlor der Ferrari-Pilot wertvolle Sekunden hinter dem Safety Car, das viel langsamer unterwegs war als 120 Prozent des Formel-1-Renntempos.

Ab sofort wird die Sollzeit genau an die Geschwindigkeit des Safety Cars angepasst, sodass niemand mehr benachteiligt sein kann. Zudem gilt die Sollzeit nicht mehr für Fahrer, die sich 200 Meter vor dem nächsten Messpunkt befinden, denn um in einem Sektor so langsam zu sein wie das Safety Car, hätten viele Fahrer, die in Valencia bestraft wurden, kurz vor der nächsten Zwischenzeit eine Vollbremsung hinlegen und kurz stehen bleiben müssen.

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