MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

#Dekadenz

P3 in der Teamwertung sei „mittelfristig nicht okay“, wettert Helmut Marko. Blöd nur, dass RBR davon weit entfernt ist, auf P6 hinter Toro Rosso…

Beim Salzburger Energiegetränkehersteller ist man an Erfolge gewöhnt. Zwischen 2010 und 2013 gewann das RBR-Team mit Sebastian Vettel und Mark Webber viermal in Folge die Weltmeisterschaft.

Doch die Zeiten haben sich geändert. 2014 holte man in der Konstrukteurs-WM hinter Mercedes nur den zweiten Platz, 2015 konnte man sogar noch weiter hinten landen. Ausgerechnet Ferrari um den "Ex-Bullen" Vettel scheint in der neuen Saison deutlich schneller zu sein.

Nach den ersten zwei Rennen steht RBR in der WM nur an Rang sechs. Auch Williams, Sauber und sogar das Schwesterteam Toro Rosso erwischten einen besseren Saisonstart als die Bullen. In Malaysia überrundete Vettel sein ehemaliges Team sogar, der ehemalige Serienweltmeister fährt den eigenen Ansprüchen meilenweit hinter.

Gegenüber Formula1 erklärt Motorsportberater Helmut Marko im Hinblick auf das Saisonziel 2015: "Toro Rosso sollte auf Platz fünf landen und RBR auf Platz drei. Mit dem Handicap, das wir in diesem Jahr mit dem Antrieb haben, könnte man sagen: 'Das ist für diese Saison okay.' Mittelfristig ist es das aber nicht." Die Bullen wollen endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen.

Doch das könnte sich schwierig gestalten. Nach den ersten beiden Saisonrennen scheint selbst der dritte WM-Platz ein recht optimistisches Ziel zu sein.

Nicht nur Mercedes und Ferrari enteilten RBR dort, auch Williams sammelte 30 Zähler und hat damit bereits ein kleines Polster auf die Bullen, die lediglich magere elf Pünktchen sammelten. Gut möglich also, dass die Gegner in diesem Jahr andere sein werden.

Böses Renault

Doch damit beschäftigt man sich beim Salzburger Energiegetränkehersteller aktuell noch nicht. Das Team richtet seinen Blick nach wie vor auf die Spitze des Feldes.

"Wir sind signifikant hinter Mercedes. Sie dominieren klar", räumt Marko ein und erklärt: "Die Situation wird so bleiben, bis sich die Regeln wieder ändern. Wenn man dann so ein desaströses Wochenende hat wie in Melbourne, dann sagt man gewisse Dinge in der Hitze des Gefechts."

Der Österreicher spielt auf seine Drohung an, der Salzburger Energiegetränkehersteller könne die Formel 1 schon bald verlassen. Außerdem wurde erneut Kritik an Motorenpartner Renault laut. Das Wochenende in Malaysia habe zuletzt "nicht dazu beigetragen, dass sich die Situation entspannt." Marko erklärt: "Wie und wann wir Fortschritte machen, ob in dieser Saison oder erst 2016, ist noch immer unklar."

Doch geht es beim Salzburger Energiegetränkehersteller theoretisch überhaupt ohne Renault? "Wir sind nicht daran interessiert, unseren eigenen Antrieb zu entwickeln", beteuert Marko und ergänzt: "Wir sind ein Chassishersteller und ein Rennstall. Unsere Priorität liegt darauf, unsere Partnerschaft mit Renault wieder erfolgreich zu machen. Sollte das nicht passieren, wäre es ganz normal, sich nach Alternativen umzusehen."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Reaktion auf Eklat-Statement

Colapinto reagiert auf Jeremy Clarkson

"Bestrafen, weil er Argentinier ist" - Mit diesen Worten hat Jeremy Clarkson bei der Formel 1 in Austin für Ärger gesorgt - Franco Colapinto reagiert nach dem Rennen

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC