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Formel 1: Launch

Scuderia Toro Rosso zeigte den STR11

Die Scuderia Toro Rosso hat ihren STR11 und die endgültige Lackierung präsentiert; die Fahrer wollen 2016 etablierte Teams ärgern.

Das Feld der Formel-1-Autos des WM-Jahrgangs 2016 ist komplett: Die Scuderia Toro Rosso hat am Dienstag unmittelbar vor Beginn der zweiten Testwoche in der Boxengasse des Circuit de Catalunya den neuen STR11-Bolide für Carlos Sainz junior und Max Verstappen in seiner endgültigen Lackierung präsentiert.

Diese erinnert stark an jene des Vorjahrs mit roten Logos und Schriftzügen auf dunkelblauem Untergrund. Der STR11 hat für diese Woche, wie von Technikchef James Key angekündigt, bereits die ersten Updates erhalten. Ins Auge springt vor allem ein mehrstufiger Zusatzflügel über den Auspuffendrohren.

Unter der Motorhaube ist die Ära Renault nach zwei Jahren vorbei, dafür lebt die Partnerschaft mit Ferrari wieder auf. Toro Rosso wurde bereits von 2007 bis 2013 mit italienischen Motoren beliefert. Allerdings erhält das Team in diesem Jahr keine aktuellen Aggregate, sondern solche des Jahrgangs 2015.

Das hat Vor- und Nachteile: Zu Saisonbeginn könnte Toro Rosso von der Zuverlässigkeit des erprobten Antriebs profitieren. Diese hat sich schon an den ersten vier Testtagen gezeigt. Damals hat Toro Rosso 2.081 Kilometer zurückgelegt, nur Mercedes ist auf eine größere Distanz gekommen.

Dass aber der Vorjahresmotor nicht weiterentwickelt wird dürfte im Verlauf der Saison ein Nachteil für Toro Rosso sein. Außerdem stand der Wechsel von Renault zu Ferrari erst spät im Jahr 2015 fest, sodass die Toro-Rosso-Ingenieure beim Bau des Chassis und der Integration des Aggregats Kompromisse eingehen mussten.

"Wir sind stolz auf dieses Auto. Es repräsentiert die Arbeit, die in unserer neuen Fabrik in Faenza in das Design und den Aufbau das Autos investiert wurde, der in Rekordzeit erfolgt ist", sagte Teamchef Franz Tost. "Besonders glücklich macht mich die Rückkehr zum Ferrari-Antrieb. Wir freuen uns alle auf die neuerliche Zusammenarbeit mit unseren Freunden aus Maranello."

Unverändert ist die Fahrerpaarung von Toro Rosso. Nachdem Sainz junior und Verstappen in ihrer Rookiesaison weitgehend überzeugen konnten, erhalten beide eine weitere Chance, sich im Juniorteam für höhere Aufgaben bei RB Racing zu empfehlen. "In der Formel 1 sind die Fahrer die Stars. Ich bin gespannt darauf, was unsere hochtalentierten Jungs in ihrer zweiten Saison erreichen", so Tost.

In der Formel-1-WM-Saison 2015 hat Toro Rosso Platz sieben in der Konstrukteurswertung erzielt. 2016 will das Team diesen zumindest gegen die anderen Kundenteams von Ferrari – Sauber und den Neueinsteigern von Haas – verteidigen.

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