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Formel 1: News

Die besondere Rolle von Toto Wolff

Der langjährige Formel-1-Ingenieur Aldo Costa erklärt den besonderen Arbeitsstil von Mercedes-Sportchef Toto Wolff und zieht einen Vergleich zu Ross Brawn...

Wenn jemand weiß, wie Toto Wolff tickt, dann einer seiner engsten Mitarbeiter im Mercedes-Werksteam in der Formel 1. Nun hat Aldo Costa als langjähriger Chefingenieur der Silberpfeile im Podcast "Beyond the Grid" über seine Erfahrungen gesprochen und dabei interessante Einblicke in die Arbeitsweise in Brackley gewährt.

r lobte Wolff als eine betont ruhige Person mit viel Weitblick. Demnach sei Wolff nach seiner Berufung zum Mercedes-Sportchef Anfang 2013 "ganz sanft" ins Team eingestiegen und habe nur "Schritt für Schritt" die Leitung übernommen, so Costa. "Jetzt ist Toto aber unser großer Anführer."


Mehr noch: Wolff pflege einen ansteckenden Umgang mit seinen Kollegen, sagt Costa. "Da ist er ein Vorbild für jeden von uns, beim Umgang mit Problemen und mit Menschen, für unser Verhalten [generell]. Er ist ganz und gar nicht abgehoben, sondern einer von uns." Costa spricht von einem "guten", ja sogar "freundschaftlichen Verhältnis" zwischen ihm und seinem - inzwischen - ehemaligen Chef.

Doppelrolle

"Toto übt [im Team] gewissermaßen zwei Funktionen aus. Einerseits ist er der unbestrittene Chef, andererseits aber auch einer deiner Kollegen. Das ist nicht ganz alltäglich", meint Costa, der Mercedes im September 2019 nach acht Jahren verlassen hat, um ab 2020 für Dallara zu arbeiten.

Wie er Wolff im Rückblick mit Ross Brawn vergleicht? Brawn hatte schließlich anfangs das Mercedes-Werksteam geleitet, bevor Wolff dazustieß. Auch von diesem Vorgesetzten schwärmt Costa: "Ross war einer der besten, wenn nicht der beste Technische Direktor in der Formel-1-Historie. Er war auch ein klasse Teamchef."

Costa habe überhaupt nur wegen Brawn Ferrari verlassen. "Wir hatten dort neun Jahre lang sehr gut zusammengearbeitet. Als er [2011] anrief, bin ich sofort gekommen, weil ich ihm vertraue", so der Italiener.

Er lobt Brawn für dessen Aufbauarbeit im jungen Mercedes-Werksteam: "Ross hat den Grundstein gelegt, hat das Team aufgebaut. Dann hat Toto übernommen und das Team auf die Stufe geführt, auf der es heute steht." Welche Stufe das ist? Die allerhöchste: Seit 2014 ist Mercedes in der Formel 1 in beiden WM-Wertungen ungeschlagen.

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