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Domenicali rät zu Kostenkontrolle wie in der Formel 1 Stefano Domenicali hat die Superliga-Pläne verfolgt
Motorsport Images

Nach Superliga-Fiasko: Domenicali rät zu Kostenkontrolle wie in der Formel 1

Stefano Domenicali fühlt sich durch den Superliga-Vorstoß im Fußball an ähnliche Versuche in der Formel 1 erinnert und rät dem Sport zu einer Kostenkontrolle

Die Fußballwelt war in der vergangenen Woche in Aufruhr: Zwölf Topclubs aus England, Spanien und Italien hatten die Gründung einer elitären Superliga beschlossen, in der die europäischen Spitzenvereine in einer geschlossenen Liga ohne Auf- und Abstieg gegeneinander spielen sollten.

Der europäische Fußball stand vor einer Zerreißprobe, bevor die meisten Vereine nach starken Fanprotesten doch wieder einen Rückzieher machten. Die Formel 1 kennt solche Geschichten: Schon Anfang der 2000er-Jahre gab es Gespräche über eine separate Meisterschaft, 2009 kündigten die Teams der Teamvereinigung FOTA erneut eine eigene Rennserie an.

"In der Formel 1 hatten wir schon zweimal die Situation, in der es das Risiko einer abgespaltenen Meisterschaft gab, um mehr Einkommen zu generieren", sagt Formel-1-Boss Stefano Domenicali gegenüber 'Sky Italia'.

Damals lenkten Bernie Ecclestone und die FIA ein und sicherten den Teams einen höheren Anteil und mehr Mitspracherecht zu. Ab 2021 geht man laut Domenicali den "umgekehrten Weg": Durch die neue Budgetgrenze werden die Kosten im Rahmen gehalten, was für mehr finanzielle Nachhaltigkeit sorgt.

"Ich glaube, dass dies auch das Hauptproblem ist, das der Fußball angesehen sollte - und zwar ziemlich schnell" so Domenicali. Real-Madrid-Präsident Florentino Perez hatte gemeint, ohne die Superliga würden einige Vereine bis 2024 nicht überleben können.

Das Problem: Gerade Vereine wie Real Madrid und der FC Barcelona waren in den vergangenen Jahren die treibende Kraft hinter explodierenden Ablösesummen und Gehältern. Daher wollten sie sich mit dem Vorstoß zusätzliche Einnahmen sichern.

Motorsport-Total.com

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