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Formel-1-Launch in Warschau: Alfa Romeo präsentiert den C41

Alfa Romeo hat in Warschau seinen C41 für die Formel-1-Saison 2021 vorgestellt, mit dem die Sauber-Truppe wieder näher an das Mittelfeld kommen möchte

Das Formel-1-Feld 2021 nimmt weiter Formen an: Als dritter Rennstall nach McLaren und AlphaTauri hat am Montag Alfa Romeo seinen neuen Boliden für die anstehende Saison vorgestellt. Im polnischen Warschau wurde nun der C41 vorgestellt, mit dem Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi antreten werden.

Schon beim Namen versteckt sich ein kleines Kuriosum: Der C41 folgt auf den C39, wodurch sich eine Lücke in der traditionellen Nummerierung ergibt. Der C40 dürfte als Name bereits für das Auto von 2022 reserviert sein, das bereits angefangen wurde. Das gleiche "Problem" gibt es auch bei Ferrari, bei dem Projekt 673 vor Projekt 672 kommt.

Ansonsten gibt es auf den ersten Blick wenig Überraschendes am neuen Alfa-Romeo-Boliden zu sehen, der erneut in Weiß und Rot gehalten ist - passend zu Hauptsponsor Orlen, in dessen Heimat in Polen der Launchevent stattfand.

Token in die Nase investiert

"Der C41 ist das Ergebnis einer sehr ungewöhnlichen Situation in der Formel 1, weil es uns wegen der Regeln nicht möglich war, ein komplett neues Auto für dieses Jahr zu bauen", sagt Technikchef Jan Monchaux. "Aus diesem Grund haben wir für unser 2021er-Auto viele Teile des C39 übernommen, mit Ausnahme von denen, die laut Reglement neu sein müssen."

Zu den Neuerungen zählen vor allem Unterboden und Nase, in die das Team auch seine beiden Entwicklungstoken gesteckt hat. "Das bedeutet, dass wir das Auto schon viel besser kennen als sonst, wenn wir Testen gehen. Aber es ist dennoch entscheidend, in den drei Testtagen zu verifizieren, ob unsere Erwartungen auch der Realität entsprechen."

Sportlich möchte man sich nach der enttäuschenden Saison 2020 wieder nach vorne orientieren. Zwar hat man im vergangenen Jahr das Duell der Hinterbänkler gegen Haas und Williams für sich entschieden, die acht Punkte waren aber eindeutig zu wenig für die Ansprüche des ehemaligen Sauber-Rennstalls.

Mit neuer Power-Unit wieder nach oben?

Erschreckend groß war zudem der Abstand auf die Teams davor. Der soll sich 2021 deutlich verringern, wofür es durchaus Anzeichen gibt. Denn der Schwachpunkt war im Vorjahr vor allem der Ferrari-Motor, der nach einigen Klarstellungen im Reglement deutlich an Leistung einbüßte. Für die kommende Saison soll das mit einer brandneuen Power-Unit aber wieder behoben werden.

"Das Wichtigste für ein Rennteam ist immer, sich zu verbessern", sagt Teamchef Frederic Vasseur. "Sich ein Ziel zu setzen, hindert einen manchmal. Ich glaube, dass wir uns alle verbessern wollen. Das Team ist motiviert und wir müssen Schritt für Schritt gehen, um zurück an die Spitze des Mittelfeldes zu kommen. Wir wissen, dass es ein langer Weg ist, aber wir arbeiten daran."

Das erste Anfeuern hat der neue C41 dabei bereits hinter sich: In der vergangenen Woche wurde der Bolide zum ersten Mal in Hinwil angelassen.

Giovinazzi: Bisher schönstes Auto

Bei den Fahrern setzt das Team auf Kontinuität. Auch mit 41 Jahren setzt Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen seine Karriere fort und geht in ein drittes gemeinsames Jahr mit dem Rennstall, mit dem er einst seine Formel-1-Zeit begann. Auch Antonio Giovinazzi bleibt an Bord, obwohl viele mit einer Ablösung durch Mick Schumacher gerechnet hatten.

"Es ist immer toll, das neue Auto zu sehen. Wir befinden uns noch im Bereich des Ungewissen, denn es gibt ja einige Regeländerungen, von denen wir nicht wissen, wie sie sich auf alle auswirken werden", sagt Räikkönen.

"Wir hoffen natürlich, dass wir uns gegenüber dem Vorjahr steigern können. Einen ersten Eindruck werden wir bei den Tests bekommen und dann - in einem Monat beim ersten Rennen - werden wir wissen, wo wir stehen", so der Finne.

"Von den drei Jahren, die ich Teil des Teams bin, ist das diesjährige Auto das schönste", schwärmt Giovinazzi bei der Präsentation. "Hoffentlich ist es auch das schnellste. Ich freue mich auf den ersten Test, wenn wir das Auto zum ersten Mal auf die Strecke bringen und hoffentlich von Anfang an schnell sein können."

Auch der dritte Fahrer ist ein alter Bekannter: Robert Kubica bringt polnische Sponsoren mit und hilft dem Team mit seiner Erfahrung aus. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir ihn zumindest im Freitagstraining das ein oder andere Mal sehen werden.

Turbulente Zeiten bei Sauber

Das Sauber-Team aus Hinwil feierte 1993 sein Debüt in der Formel 1 und konnte als kleiner Privatrennstall einige Achtungserfolge in den kommenden Jahren feiern. 2006 wurde man zum Werksteam von BMW und erlebte 2008 seine erfolgreichste Zeit, als Kubica lange Zeit um den WM-Titel fahren konnte. Zudem holte der Rennstall in Kanada seinen bislang einzigen Sieg.

Nach dem Ausstieg des Herstellers nach der Saison 2009 kehrte Gründer Peter Sauber als Privatier zurück in die Formel 1. In den folgenden Jahren hatte der Rennstall immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Seit 2019 operiert man unter dem Namen Alfa Romeo in der Königsklasse.

Motorsport-Total.com

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