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Carlos Sainz fürchtet langfristige körperliche Schäden Carlos Sainz macht sich Sorgen um seine körperliche Gesundheit
Motorsport Images

Neue Formel-1-Autos: Carlos Sainz fürchtet Schäden für Rücken und Hals

Carlos Sainz fürchtet durch die neuen Formel-1-Autos langfristige körperliche Schäden an Hals und Rücken und möchte gerne über dieses Thema sprechen

Führen die aktuellen Formel-1-Autos zu langfristigen Schäden bei den Fahrern? Diese Sorge hat derzeit Carlos Sainz nach den ersten fünf Rennen mit der neuen Generation. Der Spanier macht sich vor allem Sorgen um seinen Hals und seinen Rücken, da die Piloten durch die steife Aufhängung und das Porpoising ziemlich durchgeschüttelt werden.

Er findet, dass die Fahrer und die Formel 1 einmal darüber nachdenken sollten, "welchen Preis ein Fahrer für seinen Rücken und seine Gesundheit in einer Formel-1-Karriere mit dieser Fahrzeug-Philosophie bezahlen sollte".

Der Ferrari-Pilot möchte die neuen Regeln nicht kritisieren - im Gegenteil. "Die Regeln sind großartig und sie tun genau das, was wir zum Rennfahren brauchen", sagt er. "Aber müssen wir für unseren Hals und unseren Rücken wirklich so steif fahren, wie wir es in jüngster Vergangenheit getan haben?"

Vor allem den Stadtkurs von Monaco in der kommenden Woche sieht Sainz diesbezüglich als große Herausforderung, nachdem er schon die Randsteine in Miami ziemlich aggressiv fand - genau wie die Bodenwellen in Imola. Hinzu kam sein Trainingscrash in Miami, der seinem Hals nicht gerade geholfen haben dürfte.

"Ich spüre es schon", sagt der Ferrari-Pilot, dessen Nacken in diesem Jahr deutlich verspannter ist als sonst. "Ich brauche da keinen Expertenrat, um zu wissen, dass es schwierig wird, wenn wir zehn Jahre so weitermachen. Du musst enorm an deiner Mobilität und Flexibilität arbeiten. Ich muss in meine körperliche Gesundheit investieren."

Sainz weiß auch, dass über dieses Thema eigentlich nicht gerne gesprochen wird: "Wir wollen ja nicht schwach klingen", sagt er. "Ich bin stark, ich bin sehr fit, ich halte mich für einen der fittesten Fahrer im Feld, und ich hatte noch nie Probleme in einem Formel-1-Rennen, aber ich denke da langfristig. Und zu unser aller Nutzen sollten wir vielleicht darüber reden und sehen, welche Möglichkeiten wir haben."

Ihm ist dabei bewusst, dass es bei den Gesprächen auch um die Interessen der Teams und der Formel 1 geht, die wieder mehr Überholmanöver haben möchte. "Aber was ist, wenn wir zum ersten Mal auch den Fahrer als Faktor sehen?", fragt er. "Ich denke, das könnte interessant werden." Bis dahin sei es aber noch ein langer Weg.

"Das war so ein Gedanke, den ich in den ersten fünf Rennen hatte", sagt Sainz. "Ich habe wahrscheinlich laut gedacht. Es ist noch ein junger Gedanke, und ich muss vielleicht noch mit anderen Fahrern sprechen, die ich kenne, die damit zu kämpfen haben", so der Spanier. "Wir müssen uns zusammensetzen und sehen, was wir anbieten oder vorschlagen können."

Motorsport-Total.com

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