MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
F1-Qualifying Ungarn: Sensationspole für George Russell! George Russell sicherte sich die erste Poleposition für Mercedes in dieser Saison
Motorsport Images

F1-Qualifying Ungarn: Sensationspole für George Russell!

Ein technischer Defekt bei Max Verstappen, eine Sektorenbestzeit für Nicholas Latifi, am Ende die erste Mercedes-Pole der Saison: Das war ein irres Quali am Hungaroring!

George Russell hat sich beim Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring die Poleposition gesichert. Der Mercedes-Pilot erzielte eine Bestzeit von 1:17.377 Minuten und verwies damit die beiden Ferrari-Piloten Carlos Sainz und Charles Leclerc auf die Plätze.

Lando Norris (McLaren) wurde Vierter, vor Esteban Ocon, Fernando Alonso (beide Alpine), Lewis Hamilton (Mercedes), Valtteri Bottas (Alfa Romeo), Daniel Ricciardo (McLaren) und Max Verstappen (Red Bull), der auf seiner letzten Runde "no Power" hatte.

Zum Thema:
Ergebnis Qualifying
F1-Liveticker: Stimmen zum Qualifying

Was war bei Verstappen los?

Helmut Marko erklärt im Interview bei 'Sky': "Im ersten Run in Q3 hat er sich verbremst. Im zweiten Run stand ihm nicht die volle Motorleistung zur Verfügung. Wir glauben zu wissen, was es ist. Der Tausch dieses Teils ist ohne Strafe möglich", sagt der Red-Bull-Motorsportberater.

Wie überraschend war die Mercedes-Pole?

Sehr - selbst für Russell. Er sagt: "Gestern war vielleicht unser schlechtester Freitag der Saison. Wir wussten nicht, welche Richtung wir einschlagen sollen. Die letzte Runde, ich habe Kurve 1 mega erwischt, Kurve 2 mega erwischt, und die Rundenzeit wurde immer besser. Als ich über die Linie fuhr, sah ich P1. Ein unglaubliches Gefühl."

Auch für Teamchef Toto Wolff war die Pole eine Überraschung: "Ich habe den Ingenieuren gesagt, sie sollen alles aufschreiben, was sie seit heute Morgen gemacht haben, damit wir es nicht vergessen", witzelt er. "Es war eine gute Runde, aber auch das Auto war gut."

Teamkollege Hamilton war um acht Zehntelsekunden langsamer. Er haderte mit einem technischen Problem: "Wenn Lewis das DRS nicht eingeht, ist er auch unter den ersten Drei, Vier. Das zeigt, dass wir ein bisschen mehr über das Auto verstanden haben", sagt Wolff.

Ferrari war doch Favorit, oder?

Am Freitag hatten die Roten noch dominiert. Dementsprechend zeigte sich insbesondere Sainz nach P2 "ein bisschen enttäuscht. Mit einer perfekten Runde hätte ich vorn sein können", glaubt er. Leclerc nickt: "Die Reifen waren nicht im richtigen Fenster. Da hat dann die Konstanz gefehlt. Irgendwas hat sich merkwürdig angefühlt. Das müssen wir uns noch anschauen."

Warum ist Vettel schon in Q1 ausgeschieden?

Nach seinem Abflug wegen eines Fahrfehlers im dritten Freien Training musste Vettels Boxencrew auf Hochtouren arbeiten, um den Aston Martin für das Qualifying flott zu bekommen. Unter anderem wurde (straffrei) ein neues Getriebe eingebaut. Vettel konnte aber in Q1 wie geplant auf die Strecke gehen.

Letztendlich belegte er in Q1 den 18. Platz. Es fehlte nur eine Zehntelsekunde auf den rettenden 15. Platz seines Teamkollegen Lance Stroll. "Oh nein!", konnte Vettel sein Ausscheiden in einer ersten Reaktion am Boxenfunk kaum fassen.

Später sagte er: "Die letzte Runde war okay, aber ich hatte nur eine Cool-Runde, und dann waren die Reifen doch ein bisschen zu heiß. Die erste Runde, mit der war ich eigentlich recht zufrieden. Natürlich gibt es immer ein bisschen mehr, aber grobe Fehler waren keine drin. Es ist ein bisschen schade, dass wir nach gestern einfach nicht so die Pace hatten."

Mit ihm schieden die beiden AlphaTauris und die beiden Williams in Q1 aus. Pierre Gaslys Zeit hätte zwar eigentlich gereicht, wurde aber wegen Tracklimits in Kurve 5 gestrichen. Nicholas Latifi, im Abschlusstraining noch sensationell Schnellster, war im ersten Sektor wieder absolute Bestzeit gefahren, warf seine letzte Runde aber mit einem Fehler in der letzten Kurve weg.

Wie weit kam Schumacher?

Bis ins Q2. Dort war dann allerdings Endstation. Schumacher schaffte auf seiner letzten Runde zwar eine Verbesserung im zweiten und dritten, nicht aber im ersten Sektor. Das war zu wenig. Letztendlich wurde er im zweiten Segment 15. und Letzter. Auf den Cut (Ricciardo) fehlten fast acht Zehntelsekunden. Auf Magnussen im einzigen Update-Haas vier.

"Wir hatten auf Regen gehofft", sagt Schumacher. "Im Regen hat's Spaß gemacht, das Auto hat sich gut angefühlt. Wir wussten, wenn's trocken ist, wird's schwierig. Wir haben gestern was geändert, was zum Teil gut war, zum Teil weniger. Dementsprechend sind wir nicht zufrieden mit dem heutigen Tag."

Mit Schumacher schied auch Sergio Perez (Red Bull) aus, dessen erste schnelle Runde zuerst gestrichen wurde, wegen Tracklimits in Kurve 5, dann aber wiederhergestellt, weil sich die Rennleitung geirrt hatte. Auf der zweiten Runde wurde er dann von Magnussen aufgehalten.

Zwölfter wurde Guanyu Zhou (Alfa Romeo) vor Magnussen, Lance Stroll (Aston Martin) und Schumacher.

Wo kann man das Rennen live sehen?

Der Grand Prix von Ungarn startet am Sonntag um 15:00 Uhr (übrigens voraussichtlich im Trockenen). In Deutschland wird das Rennen exklusiv bei Sky gezeigt. Dort beginnen die Vorberichte mit Experte Ralf Schumacher um 14:30 Uhr.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Marko ist knallhart, aber fair!"

Bortolotti über verpasste F1-Chance bei Red Bull

DTM-Leader Mirko Bortolotti über seinen Formel-1-Traum: Wieso er 2010 nach einem Jahr freiwillig Red Bull verließ und was an den Gerüchten als Massa-Ersatz dran war

Red Bull Romaniacs: Schlussbericht Walkner

Tagessieg auf Rang 3 beim Hard Enduro Debüt

Matthias Walkner hat sein Ziel erreicht. Nach fast 24 Stunden reiner Fahrzeit hat der amtierende Rally-Weltmeister und Dakar-Sieger von 2018 die anspruchsvollste Hard Enduro Rally der Welt bewältigt und einen Spitzenplatz erreicht.

Matthias Walkner weiter auf Podiumskurs

Red Bull Romaniacs: Bericht Tag 3 Walkner

Für Österreichs Rally-Star Matthias Walkner läuft es bei seinem Ausflug in die Welt des Hard-Enduro nach wie vor besser als erhofft. Der Mann aus dem Salzburger Land rangiert bei der "Red Bull Romaniacs" nach der zweiten Offroad-Etappe auf dem dritten Gesamtrang seiner Bronze-Klasse.