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Formel 1 sagt Russland-Grand-Prix 2022 ab Bis auf Weiteres ist der Russland-Grand-Prix für 2022 gestrichen
Motorsport Images

Formel 1: Rennen in Sotschi "unter aktuellen Umständen" nicht möglich

Die Formel 1 reagiert und gibt bekannt, dass der Russland-Grand-Prix '22 "unter den aktuellen Umständen" unmöglich stattfinden könne - Das lässt eine Hintertür offen

Nach dem Einmarsch in die Ukraine sind bereits einige geplante Sportveranstaltungen in Russland abgesagt oder verlegt worden. Auch die Formel 1 diskutierte am Donnerstagabend in einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung, ob der Grand Prix von Russland am 25. September stattfinden soll oder nicht.

In einem öffentlichen Statement gab der Sport am Freitag schließlich bekannt, dass das Rennen in Sotschi nicht stattfinden wird - allerdings unter Vorbehalt.

"Die Formel 1 besucht Länder überall auf der Welt mit der positiven Vision, Menschen zu vereinen, Nationen zusammenzubringen. Wir beobachten die Entwicklungen in der Ukraine traurig und schockiert und hoffen auf eine rasche und friedliche Lösung der gegenwärtigen Situation", heißt es zu Beginn der Erklärung.

Und weiter: "Am Donnerstagabend diskutierten die Formel 1, die FIA und die Teams die Haltung unseres Sports dazu und kamen zu dem Schluss, der mit der Ansicht aller relevanten Interessengruppen übereinstimmt, dass es unmöglich ist, den Russland-Grand-Prix unter den aktuellen Umständen auszutragen."

Noch keine endgültige Absage des Russland-Rennens

Sollte sich die Lage bis dahin entspannen, scheint man also bereit zu sein, den Grand Prix doch auszutragen. In einem ersten Statement am Donnerstag - noch vor der Krisensitzung am Abend - hatte die Formel 1 erklärt, dass sie die weiteren Entwicklungen zwischen der Ukraine und Russland genau beobachten werde.

In einer ersten Reaktion des russischen Promoters Rosgonki heißt es zwar, dass die Vorbereitungen für die Formel-1-Rennen in Russland derzeit auf Eis gelegt seien, da sie unter den derzeitigen Umständen nicht durchgeführt werden könnten.

Der Vertrag zwischen dem Veranstalter und der Formel 1 sie "aufgrund höherer Gewalt" ausgesetzt worden. Aber: "Gekaufte Eintrittskarten werden nicht storniert - es besteht keine Notwendigkeit, sie jetzt zurückzugeben, da immer noch die Chance besteht, dass das Rennen stattfindet und wie geplant abgehalten wird."

Sebastian Vettel kündigte derweil ab, dass er den Grand Prix von Russland boykottieren würde, sollte er stattfinden. "Ich finde es schrecklich zu sehen, was hier passiert. Natürlich haben wir ein Rennen in Russland geplant. Ich selbst bin der Meinung, dass ich nicht hingehen sollte und auch nicht hingehen werde."

Sebastian Vettel spricht von "verrückter Führung"

"Ich denke, es ist falsch, in diesem Land Rennen zu fahren. Es tut mir leid für die Menschen, unschuldige Menschen, die ihr Leben verlieren, die aus dummen Gründen unter einer sehr seltsamen und verrückten Führung getötet werden."

Der diesjährige Grand Prix von Russland sollte der letzte sein, der auf dem Autodrom von Sotschi stattfindet, bevor er 2023 nach St. Petersburg verlegt wird. Zuvor hatte die UEFA am Freitag beschlossen, das für Ende Mai angesetzte Champions-League-Finale nicht in St. Petersburg, sondern in Paris auszutragen.

Motorsport-Total.com

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