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Berufung gegen Monaco-Ergebnis Vor dem Berufungsgericht wird über Pierre Gaslys Monaco-Podium entschieden
LAT Images

Berufung gegen Monaco-Ergebnis: Darum legt McLaren Protest ein

Seit gestern findet die Berufungsverhandlung gegen das Monaco-Ergebnis statt: McLaren kämpft für Fairness und Integrität - und eigene Interessen

Ob Pierre Gasly seinen dritten Platz vom Formel-1-Rennen in Monaco behalten darf, könnte sich am heutigen Mittwoch entscheiden. Denn seit gestern befasst sich das Internationale Berufungsgericht der FIA mit einem Einspruch von McLaren und Red Bull gegen das Resultat des Grand Prix im Fürstentum im Juni.

Bei diesem Rennen waren mehreren Fahrern Zeitstrafen wegen Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse auferlegt worden, darunter McLarens Oscar Piastri und Alpine-Pilot Pierre Gasly.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Verstöße in der Boxengasse eigentlich keine waren, verursacht durch einen Fehler in der Zeitmessschleife am Beginn der einzigartigen monegassischen Boxeneinfahrt.

Alle Fahrer - außer Gasly (und sein Alpine-Teamkollege Franco Colapinto) - hatten ihre Zeitstrafen bereits während des Rennens abgesessen. Dem Franzosen hingegen wurden beim Zieldurchlauf zwei Fünf-Sekunden-Zeitstrafen auferlegt, was ihn vom dritten auf den siebten Platz zurückwarf.

Nachdem Alpine ein Recht auf Überprüfung ("Right of Review") gegen Gaslys Strafen beantragt hatte, hoben die Rennkommissare beide Strafen auf und stellten den Podiumsplatz des Franzosen wieder her. Dies warf Red-Bull-Pilot Isack Hadjar auf den vierten Platz zurück und beförderte auch McLarens Piastri im Klassement weiter nach hinten.

Infolgedessen leiteten sowohl McLaren als auch Red Bull ein Berufungsverfahren ein, da sie sich daran störten, dass Gaslys Strafe aufgehoben wurde, während andere Fahrer, darunter Piastri, keine solche Gelegenheit erhielten.

McLarens Absichten im Verfahren

Im Vorfeld der Anhörung, die am Dienstag begann, sich jedoch möglicherweise noch länger hinziehen könnte, erklärt McLaren-Teamchef Andrea Stella, dass das Team sowohl eigene Interessen in der Konstrukteurswertung als auch das allgemeine Interesse des Sports verfolge.

"Wir gehen mit einer doppelten Absicht in die Anhörung vor dem Internationalen Berufungsgericht", sagt Stella. "Die erste Absicht ist allgemeinerer Natur als das reine Interesse von McLaren. Wir sind der Meinung, dass der Prozess, der nach dem Rennen in Monaco stattgefunden hat, überprüft werden muss."

"Aus Gründen der Fairness gegenüber allen Konkurrenten wirft die Tatsache, dass die Strafe gestrichen wurde, einige erhebliche Bedenken auf. Und wir möchten die Gelegenheit vor dem Internationalen Berufungsgericht nutzen, um Klärung in diesem Punkt zu erhalten", so der Italiener.

"Natürlich steckt noch mehr hinter diesem Fall. Es kann in die technischen Aspekte gehen, wie die Geschwindigkeit des Begrenzers in der Boxengasse berechnet wurde. Aber für mich geht es auf übergeordneter Ebene mehr um die Fairness und das Prinzip, das geklärt und möglicherweise wiederhergestellt werden muss."

Stella weiter: "Der zweite Aspekt betrifft die Interessen von McLaren selbst. Auch wir wurden materiell dadurch benachteiligt, dass wir eine Strafe abgesessen haben, gegen die keine Berufung eingelegt werden kann. Und das hat uns Punkte in der Meisterschaft gekostet."

"Es gibt also ein allgemeines Interesse für die Formel 1 und die Integrität des Sports", sagt er. "Und es gibt ein materielles Interesse für McLaren im Hinblick auf die Auswirkungen auf unsere Meisterschaft. Das sind die zwei Blickwinkel, die zwei Perspektiven, die wir bei der kommenden Verhandlung vor dem Internationalen Berufungsgericht verfolgen und aufklären wollen."

Motorsport-Total.com

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