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Chaos in der Formationsrunde Lewis Hamilton war nicht der einzige Fahrer, der in der Aufwärmrunde stehen blieb
LAT Images

Warum sind die Fahrer im Regen ausgerollt?

FIA-Technikchef Nikolas Tombazis erklärt die Hintergründe zum Chaos in der Einführungsrunde von Sepang: Hamilton & Co. bleiben ohne Vortrieb liegen

So etwas hat die Formel 1 auch noch nie erlebt: Weil die Einführungsrunde vor dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia zum absoluten Chaos wurde, musste die Rennleitung die Startsequenz abbrechen und den Start auf unbestimmte Zeit nach hinten schieben.

Der Grund waren bei den regnerischen Bedingungen aber nicht etwa abfliegende Fahrer, sondern ein Software-Problem, das dafür sorgte, das gleich mehrere Autos keinen Vortrieb mehr hatten und am Streckenrand neu gestartet werden mussten.

Zunächst schien einfach nur Polesetter Max Verstappen ein Problem zu haben. Er ließ das Safety-Car vor sich wegziehen und berichtete, keine Leistung mehr zu haben. Zwar konnte der Niederländer kurze Zeit später wieder Tempo aufnehmen, plötzlich schienen aber noch weitere Piloten über ähnliche Schwierigkeiten zu klagen.

Lewis Hamilton hinter ihm rollte ebenfalls nur langsam über den Kurs und funkte: "Ich drücke auf das Gas, aber nichts passiert." Und ähnlich erging es hinter ihm weiteren Fahrzeugen, die ebenfalls langsam um den Kurs schlichen.

Mit Verstappen, der wieder zum Safety-Car aufschloss, der Gruppe an Fahrern, die hinter dem langsamen Hamilton gewartet hatten, sowie den Fahrzeugen, die Probleme hatten, bildeten sich im Grunde drei Grüppchen, die sich über die Strecke verteilt hatten - fast wie bei einer Full-Course-Yellow bei den 24 Stunden von Le Mans.

Doch nicht genug: Hamilton blieb auf der Gegengerade plötzlich stehen - genau wie Esteban Ocon im Haas und Sergio Perez im Cadillac, die beide ebenfalls eine Ferrari-Power-Unit im Heck haben. Zwar konnten alle ihre Autos neustarten, doch die Rennleitung hatte genug gesehen und unterbrach den Startvorgang mit einer roten Flagge.

Die FIA teilt in einem Statement mit: "Während der Einführungsrunde vor dem Grand Prix von Bahrain in Malaysia führte eine präzedenzlose Kombination aus niedriger Motordrehzahl, Bedingungen mit wenig Grip, Regeneinstellungen für das Energiemanagement und der Sektorenkonfiguration der Sepang-Rennstrecke bei mehreren Fahrzeugen zu einem unbeabsichtigten Leistungsverlust."

"Infolgedessen hob die FIA-Technikabteilung die Energiebegrenzung in den betroffenen Sektoren auf. Dies geschah durch eine aktualisierte Softwareversion, die während der durch den starken Regen verursachten Rennverzögerung an alle Teilnehmer verteilt wurde, wodurch die Teams vor dem Start des Rennens die notwendigen Anpassungen an der Power-Unit vornehmen konnten."

Software verhindert Leistungsabgabe

Was das Problem war, versucht FIA-Technikchef Nikolas Tombazis zu erklären. Entscheidend sei gewesen, dass die Fahrzeuge bestimmte sehr niedrige Geschwindigkeiten erreichten. Die Software war auf diese konkrete Situation offenbar nicht ausreichend vorbereitet.

"Es gab einen gewissen Ziehharmonikaeffekt zwischen den Autos, und einige kamen fast vollständig zum Stillstand", erklärt Tombazis. "Dieser Bug verhinderte, dass die Leistung wieder abgerufen werden konnte und die Autos erneut anfuhren."

Die FIA musste deshalb während der durch starken Regen verursachten Startverzögerung eingreifen. Ihre Techniker änderten die Software, die anschließend an alle Teams verteilt wurde. Die Mannschaften mussten die Anpassungen auf ihren Fahrzeugen installieren, bevor das Rennen beginnen konnte.

"Es mag sich für die Zuschauer, die auf ein Rennen gewartet haben, wie fünf Stunden angefühlt haben, und das ist verständlich. Dafür möchten wir uns entschuldigen", sagt der FIA-Technikchef. "Aber angesichts des Problems war es meiner Meinung nach eine ziemlich schnelle Reaktion."

Warum die Autos bei niedriger Geschwindigkeit ihre Leistung verloren

Um den Vorfall zu verstehen, muss man sich die Funktionsweise der aktuellen Formel-1-Antriebe genauer ansehen. Neben dem Verbrennungsmotor spielt die elektrische Energie eine zentrale Rolle. Die Fahrer können zusätzliche Leistung aus der Batterie abrufen, müssen dabei aber bestimmte Vorgaben einhalten.

Gerade bei niedriger Geschwindigkeit und unter schwierigen Bedingungen kann das Zusammenspiel zwischen Verbrennungsmotor, Turbolader und elektrischem System kompliziert werden. Die Software legt fest, wie die Leistung unter den jeweiligen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden sollte - unter anderem, um Systeme wie eine illegale Traktionskontrolle zu verhindern.

In der außergewöhnlichen Situation auf der Formationsrunde führte das jedoch dazu, dass einige Fahrzeuge nicht mehr normal beschleunigen konnten. "Es waren hauptsächlich bestimmte Streckensektoren, in denen die volle Leistung reduziert wird", sagt Tombazis.

"Der auslösende Faktor war, dass einige Autos eine sehr niedrige Geschwindigkeit erreichten", sagt er. "Ich weiß nicht genau, bei welcher Geschwindigkeit das geschah, aber einige Autos gerieten bei diesem sehr niedrigen Tempo offenbar in eine Schleife, aus der sie nicht mehr herausbeschleunigen konnten. Dadurch sah es so aus, als wären sie zum Stillstand gekommen."

Warum der Regen das Problem begünstigte

Dass es ausgerechnet in Malaysia zu dem Vorfall kam, ist kein Zufall. Die nassen Bedingungen beeinflussten nicht nur die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, sondern auch die Art und Weise, wie die Fahrer die Formationsrunde absolvierten.

"Ich denke, Max hat an der Spitze ziemlich stark verlangsamt. Einige Autos bremsten dann stärker, weil sie überrascht wurden und nicht auf das vorausfahrende Fahrzeug auffahren wollten", erklärt Tombazis. "Einige wurden langsamer, andere weniger. Das führte dazu, dass manche Autos das Problem erlebten und andere nicht."

Das erklärt auch, warum die Situation zunächst so schwer einzuordnen war. Wenn ein einzelnes Auto plötzlich langsamer wird, liegt der Verdacht auf einen individuellen Defekt nahe. Wenn mehrere Fahrzeuge hintereinander betroffen sind, deutet das eher auf ein gemeinsames Problem hin. Dass wiederum nicht alle Autos gleichermaßen reagierten, machte die Fehlersuche komplizierter.

Warum die FIA den Fehler nicht vorher entdeckt hatte

Besonders unangenehm für die FIA ist die Tatsache, dass die Software bereits seit längerer Zeit verwendet wird. Der Fehler trat nicht bei einer völlig neuen Funktion auf, sondern bei einer Kombination von Umständen, die bei den bisherigen Tests offenbar nicht ausreichend berücksichtigt worden war.

Tombazis räumt ein, dass die Software intensiver hätte getestet werden müssen. In diesem Jahr habe es allerdings nur sehr wenige Fahrten bei nassen Bedingungen gegeben. Dadurch sei die konkrete Situation, die den Fehler auslöste, nicht ausreichend abgedeckt worden.

"Softwarefehler entstehen nicht immer deshalb, weil etwas besonders kompliziert ist. Manchmal handelt es sich einfach um ein Versäumnis", sagt er. "Wir konnten die Software nicht so umfangreich testen, wie wir es uns gewünscht hätten, weil es in diesem Jahr nur sehr wenig Fahrbetrieb bei nassen Bedingungen gab. Dazu kam eine bestimmte Kombination von Umständen, durch die dieser Bug ausgelöst wurde."

Auch die Testfahrten, die einige Teams nach dem Grand Prix in Japan absolviert hatten, hätten nach Einschätzung von Tombazis nicht geholfen, den Fehler rechtzeitig zu entdecken. Red Bull und Racing Bulls waren in Suzuka unterwegs, Ferrari testete in Fiorano. Diese Fahrten seien aber nicht repräsentativ für die Situation gewesen, die sich auf der Formationsrunde in Malaysia ergab.

"Ich glaube, dass es die Kombination mit diesen sehr niedrigen Geschwindigkeiten war, die deutlich niedriger waren, als man sie bei solchen Tests normalerweise erreicht, und die den Fehler ausgelöst hat", sagt Tombazis. "Ich glaube nicht, dass diese Tests in irgendeiner Weise repräsentativ für diese Situation waren, sodass wir den Fehler rechtzeitig hätten entdecken können."

Was die FIA an der Software geändert hat

Nachdem das Problem aufgetreten war, mussten die Verantwortlichen schnell handeln. Es blieb keine Zeit, die Software über mehrere Tage hinweg zu überarbeiten und anschließend umfangreiche Tests durchzuführen. Stattdessen musste eine kurzfristige Lösung gefunden werden, die den Start des Rennens ermöglichte, ohne die Sicherheit oder die sportliche Fairness zu gefährden.

Die FIA nahm deshalb Änderungen an den Leistungsvorgaben in bestimmten Streckensektoren vor. Dort wurden einige der Einschränkungen, die die verfügbare Leistung begrenzten, außer Kraft gesetzt: "In einigen Sektoren wurden bestimmte Leistungsreduzierungen übergangen", bestätigt Tombazis.

"Wir hatten natürlich keine fünf Tage für die Updates, sondern nur ein paar Minuten. Das war deshalb eine ziemlich hastige Lösung."

Die FIA verteilte die aktualisierte Software an alle Teams. Die Mannschaften mussten die Änderungen auf ihren Fahrzeugen installieren, bevor der Rennstart freigegeben werden konnte. Die Anpassung war damit keine individuelle Maßnahme für einzelne betroffene Autos, sondern eine Änderung an der gemeinsamen Software, die grundsätzlich allen Teams zur Verfügung stand.

Tombazis betont, dass die Verantwortlichen trotz des Zeitdrucks darauf geachtet hätten, keine Nachteile für einzelne Teilnehmer zu erzeugen. "Glücklicherweise ist es uns meiner Meinung nach gelungen, das zu erledigen, ohne die Sicherheit, den Rennbetrieb oder die Fairness zu beeinträchtigen", betont er.

Eine vollständige technische Erklärung des Fehlers konnte die FIA zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht liefern. Die Priorität habe zunächst darauf gelegen, die Autos wieder fahrbereit zu machen und das Rennen starten zu lassen. Eine umfassende Analyse stehe noch aus.

Auf die Frage, weshalb auch der Verbrennungsmotor betroffen zu sein schien, obwohl die elektrische Komponente bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten eigentlich keine entscheidende Rolle spielen sollte, kann Tombazis deshalb noch keine abschließende Antwort geben.

"Ich kenne die genaue Antwort auf diese Frage nicht, weil wir uns darauf konzentriert haben, den Rennbetrieb wieder aufzunehmen", räumt er ein. "Die Lösung war eine improvisierte, kurzfristige Maßnahme. Jetzt müssen wir die Faktoren genau analysieren und verstehen. Ich kenne die vollständige Antwort noch nicht."

Das bedeutet auch, dass die nun vorgenommene Änderung nicht als endgültige Lösung des Problems verstanden werden sollte. Sie sollte vor allem verhindern, dass sich dieselbe Situation unmittelbar beim Rennen wiederholt.

Tombazis: Die Software wird gemeinsam entwickelt

Die Verantwortung für den Fehler liegt nicht ausschließlich bei einem einzelnen Team oder einem Motorenhersteller. Die Software, um die es geht, ist Teil des gemeinsamen Codes, der in allen Formel-1-Autos verwendet wird.

Tombazis stellt deshalb klar, dass zwar die FIA eine zentrale Rolle trägt, die Entwicklung aber gemeinschaftlich erfolgt: "Nur um das klarzustellen: Die Software wird von der FIA in Zusammenarbeit mit den Teams entwickelt. Sie ist Teil des Standardcodes, den wir haben und der für alle Autos gemeinsam ist", erklärt er.

"Wir sind der Regelgeber und tragen dafür Verantwortung. Die Software wird aber von der FIA, dem Lieferanten der Standardsteuerung, den Teams und den Herstellern der Antriebseinheiten gemeinsam entwickelt."

Niemand habe den konkreten Fehler vorhergesehen. Die Software sei über mehrere Jahre entwickelt worden, wobei die Teams bereits zahlreiche Probleme entdeckt hätten, die anschließend durch Updates behoben wurden. Dieser Fehler sei dabei jedoch unentdeckt geblieben.

"Natürlich ist es FIA-Software. Wir spielen dabei eine große Rolle und müssen besser werden. Aber es ist Software, die von der gesamten Formel-1-Industrie gemeinsam entwickelt wird", sagt Tombazis.

Die Fahrer reagieren mit Unverständnis

Bei den Fahrern sorgte die Situation für Verwunderung und teilweise deutliche Kritik. Charles Leclerc schildert, dass er zunächst überhaupt nicht verstanden habe, was vor ihm passierte. Wegen der Gischt konnte er das Safety-Car nicht richtig erkennen und ging zunächst davon aus, dass es seine Lichter ausgeschaltet hatte und Max Verstappen deshalb schneller fuhr, um die Reifen aufzuwärmen.

Erst über Funk erfuhr Leclerc, dass Verstappen offenbar ein Problem hatte. Als anschließend auch Lewis Hamilton langsamer wurde, wartete der Ferrari-Pilot zunächst ab. Schließlich versuchte er selbst, wieder zu beschleunigen - und stellte fest, dass auch sein Auto betroffen war.

"Als ich aufs Gas ging, hatte ich genau dasselbe Problem, und mir wurde klar, dass alle im selben Boot saßen. Wir kamen kaum über 20 km/h hinaus", berichtet Leclerc. "Ich weiß nicht, es ist ein bisschen beängstigend, so etwas bei einem Formel-1-Auto zu sehen."

Für Leclerc geht es dabei nicht nur um den konkreten Vorfall. Er sieht ein grundsätzliches Problem darin, dass die Fahrer nicht immer vollständig kontrollieren können, welche Leistung ihnen zur Verfügung steht.

"Das ist eine unserer Sorgen bei diesen Autos: Natürlich nicht in diesem Ausmaß, denn das hier war ein Problem, aber manchmal kann man beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve plötzlich 100 PS mehr oder 100 PS weniger haben", kritisiert er. "Man hat die Leistung, die man bekommt, nicht vollständig unter Kontrolle. Bei einer solchen Sicht wie beim Start des Rennens kann das zu heftigen Unfällen führen."

Leclerc will die gesamte Problematik allerdings nicht auf einen einzelnen Vorfall reduzieren. Auf die Frage, ob die Situation den Beweis dafür liefere, dass die aktuellen Antriebseinheiten zu stark von Software und elektronischen Vorgaben geprägt seien, reagiert er zurückhaltender.

"Ich möchte mich mit meinen Worten nicht so extrem ausdrücken, aber das ist sicherlich nicht gut genug", sagt er. "Wir haben diese Probleme angesprochen, und ich hoffe, dass wir sie beheben."

"Leider glaube ich nicht, dass es kurzfristige Lösungen für diese Probleme gibt. Sie sind das Ergebnis von Entscheidungen, die vor längerer Zeit getroffen wurden. Das jetzt rückgängig zu machen oder zu ändern, wird Zeit brauchen", so der Ferrari-Pilot.

Harsche Worte von Lando Norris

Lando Norris fällt in seiner Reaktion deutlich schärfer aus. Für den McLaren-Piloten ist die Situation ein weiteres Argument gegen die zunehmende Bedeutung elektronischer Steuerung und Software bei den aktuellen Antriebseinheiten: "Einfach schrecklich", sagt Norris über die Ereignisse auf der Formationsrunde. "Es beweist einfach, dass wir diesen ganzen Kram nicht haben sollten, diesen elektronischen Teil."

Auf die Frage, ob der Vorfall den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen sollte, Änderungen vorzunehmen, bleibt Norris allerdings knapp. "Wir können nicht mehr sagen, als wir bereits gesagt haben."

Auch Teamkollege Oscar Piastri erlebte die Situation als ungewöhnlich, war selbst aber nur kurz betroffen. Er sei ungefähr eine Sekunde lang steckengeblieben. Seine Erklärung verweist ebenfalls auf die komplexen Vorgaben für die Energienutzung.

"Ich bin mir nicht ganz sicher, was passiert ist. Ich denke, wir haben eine Regel, nach der man die MGU-K vor 50 km/h nicht einsetzen darf. Alle laden natürlich ihre Batterie und so weiter auf", sagt Piastri. "Wenn der Turbolader in diesen Autos nicht funktioniert, könnte man genauso gut das Auto schieben, statt den Motor zu benutzen."

Piastri räumt zugleich ein, dass er die Ursache zu diesem Zeitpunkt nicht genau kennt. Er verweist auch auf Berichte, wonach durch die Blitzeinschläge während des Unwetters verschiedene Systeme der Formel 1 und der FIA ausgefallen seien. Ob das mit dem Problem zusammenhing, kann er aber nicht beurteilen.

"Es sah natürlich nicht gut aus, aber ich denke, es wäre unfair, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, bevor es eine Erklärung gibt", sagt der Australier.

Tombazis: Menschen lernen aus Fehlern

Mit der kurzfristigen Softwareänderung konnte die FIA das unmittelbare Problem entschärfen und den Start des Rennens ermöglichen. Damit ist die Angelegenheit jedoch nicht abgeschlossen. Die Verantwortlichen müssen nun herausfinden, weshalb die Kombination aus niedriger Geschwindigkeit, nassen Bedingungen und den entsprechenden Leistungsvorgaben überhaupt zu einem Zustand führen konnte, aus dem die Autos nicht mehr selbstständig herausbeschleunigten.

Dazu gehört auch die Frage, weshalb die bisherigen Tests den Fehler nicht aufgedeckt haben und wie sich vergleichbare Situationen künftig simulieren lassen. Dass Software Fehler enthalten kann, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Entscheidend ist aber, ob sich kritische Zustände im Vorfeld erkennen lassen - insbesondere dann, wenn sie bei mehreren Fahrzeugen gleichzeitig auftreten können.

"Wenn Probleme auftreten, lernen die Menschen daraus", meint Tombazis. "Alles, was man benutzt, vom Telefon, das man in der Hand hält, bis zu anderen Systemen, basiert darauf, Dinge zu lernen und zu verbessern."

"Ich sage nicht, dass kein Fehler passiert ist. Ein Bug ist per Definition ein Fehler. Besseres Testen verhindert Fehler. Manchmal rutscht aber etwas durch, und dann muss man es beim nächsten Mal besser machen."

Der Verband selbst betont jedenfalls in ihrem Statement abschließend: "Die FIA wird das Problem gemeinsam mit den Teams und den Power-Unit-Herstellern einer vollständigen Überprüfung unterziehen."

Motorsport-Total.com

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